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Wenn junge Menschen über ihre Zukunft nachdenken, geht es um mehr als einen Beruf. Es geht um Chancen. Um Perspektiven. Und um einen Ort, der sie bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. In Leipzig finden junge Menschen genau das.

Hier beginnen Karrieren in Werkstätten, Hörsälen und Ausbildungsbetrieben. Hier treffen Neugier auf Erfahrung und Talent auf Möglichkeiten. Und hier arbeitet die Stadt Leipzig gemeinsam mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen und internationalen Partnern daran, dass Fachkräfte nicht nur ausgebildet werden – sondern bleiben.

Ausbildung fördern: Die Fachkräfteakademie Rübner

Eine Gruppe Menschen steht auf einer Bühne bei einer Preisverleihung
© Handwerkskammer zu Leipzig

2025 war ein besonderes Jahr für Rübner Elektro-Anlagenbau. Das Leipziger Familienunternehmen im Elektrohandwerk wurde geehrt mit: 

  • dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit,
  • der Auszeichnung für Kontinuität und Qualität bei der Berufsausbildung durch die Handwerkskammer zu Leipzig und
  • dem Leipziger Zukunftspreis 2025. 

Damit nicht genug: Das Unternehmen eröffnete seine eigene Ausbildungsakademie – mit finanzieller Unterstützung der Stadt Leipzig über das Mittelstandsförderprogramm.

In der Akademie werden aktuell 15 Auszubildende in vier Lehrjahren zu Elektronikerinnen und Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik qualifiziert. Ziel ist es, die jungen Fachkräfte nach erfolgreichem Abschluss direkt in den Betrieb zu übernehmen. Damit zeigt Rübner, wie praxisnahe Ausbildung, gezielte Förderung und kommunale Unterstützung zusammenwirken, um den Fachkräftenachwuchs in Leipzig langfristig zu sichern.

Quelle: Rübner Elektro-Anlagenbau: Auszeichnung für Kontinuität und Qualität bei der Berufsausbildung durch die Handwerkskammer zu Leipzig

Früh starten, Zukunft sichern – Leipzig macht Berufsorientierung erlebbar

Person mit Warnweste hält eine Schild mit der Aufschrift Busroute 10 hoch
© Stadt Leipzig, VC

Frühzeitige Berufsorientierung ist entscheidend – und Leipzig zeigt, wie es praxisnah funktioniert.

Leipziger Nacht der Ausbildung

Ein Highlight war die 4. Leipziger Nacht der Ausbildung 2025, die vom Referat Beschäftigungspolitik organisiert wurde. Über 3.700 Besucherinnen und Besucher entdeckten Leipzigs vielfältige Arbeitswelt – neuer Besucherrekord. 

Vom Handwerk über IT, Technik, Hotellerie, Einzelhandel bis Medizin und Forschung – Leipzig machte Ausbildungswege greifbar. Familien konnten direkt in Unternehmen reinschnuppern, Azubis ihre Berufe vorstellen, und Mitmachstationen wie Industrieroboter, Laborführungen oder der OP-Alltag machten die Ausbildungswelt erlebbar.

Weitere Informationen: Leipziger Nacht der Ausbildung

In Zahlen

120 teilnehmende Unternehmen

150 vorgestellte Ausbildungsberufe

40 vorgestellte duale Studiengänge

Über 3.700 Besucher (Jugendliche und Eltern)

Das war die Leipziger Nacht der Ausbildung 2025:

SCHAU REIN! – Woche der offenen Unternehmen

Auch bei SCHAU REIN! – Woche der offenen Unternehmen Sachsen 2025 zeigte sich Leipzigs Engagement für Berufsorientierung. 

In Zahlen:

143 teilnehmende Unternehmen

80 teilnehmende Schulen

1.866 Anzahl teilnehmende Schülerinnen und Schüler

Praxis-Award: Beste SCHAU REIN!-Unternehmen und Schulen 2025

Die Stadt Leipzig ehrte außerdem Unternehmen, die sich besonders bei SCHAU REIN! engagierten: Die Auszeichnung ging an CLIMATECH, das praxisnah Berufe wie Mechatroniker für Kältetechnik und Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vorstellte. Zusatzauszeichnungen gingen an Unite Service und WPW Leipzig. 

Leipzig und Vietnam: Eine starke Partnerschaft

Leipzig und Vietnam verbindet seit vielen Jahren eine enge Beziehung. Diese Partnerschaft ist lebendig, praxisnah und zukunftsorientiert – besonders im Bereich der Fachkräftesicherung. 2025 wurde das deutlich sichtbar: Deutschland und Vietnam feierten 50 Jahre diplomatische Beziehungen, in Ostdeutschland sogar 75 Jahre. 

Leipzig nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Als einzige deutsche Stadt unterhält Leipzig in der Partnerstadt Ho-Chi-Minh-Stadt ein eigenes Büro. Dieses Engagement ermöglicht direkte Zusammenarbeit und kurze Wege. Ziel ist es, internationale Talente gezielt für Ausbildung und Beruf in Leipzig zu gewinnen.

Eine große Gruppe Menschen steht in einem Flughafengebäude
Delegationsteilnehmer 2025 © Lebus GmbH

Ein Höhepunkt des Jahres war die bislang größte Leipziger Delegationsreise nach Ho-Chi-Minh-Stadt mit über 60 Teilnehmenden aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medizin und Verwaltung. Im Fokus standen:

  • der Ausbau von Kooperationen,
  • die Entwicklung gemeinsamer Ausbildungsmodelle,
  • und der Start konkreter Fachkräfteprojekte.

Mit spürbarem Erfolg: Es entstanden neue Ausbildungsplätze, belastbare Netzwerke und Projekte wie „Viet_Unite“. Dabei beginnen ab 2026 zehn junge Vietnamesinnen und Vietnamesen ihre Ausbildung bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB).

Impressionen aus Vietnam:

Ausbildung und Integration made in Leipzig

In Leipzig profitieren junge Talente von diesem Engagement: Am Universitätsklinikum Leipzig starteten vietnamesische Pflegeauszubildende, unterstützt durch Teilzeitausbildung, Sprachförderung und kulturelle Integration. Sie finden hier ein großes Netzwerk: Rund 3.500 Menschen mit vietnamesischen Wurzeln leben bereits in Leipzig. Sie arbeiten unter anderem in Gastronomie, Handwerk und Pflege. Ihr Beitrag zeigt: Integration und Fachkräfteentwicklung gehören zusammen.

Premiere: Deutsch-vietnamesisches Labour Forum erstmals in Leipzig

Erstmals fand 2025 zudem das Deutsch-vietnamesische Labour Forum in Leipzig statt. Über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Praxis diskutierten hier Strategien der Fachkräftegewinnung und Best Practices für Unternehmen. Leipzig demonstriert damit klar: Internationale Fachkräfte sind ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Stärke der Stadt. 

Impressionen vom Deutsch-vietnamesischen Labour Forum:

Kolumbianische Pflegekräfte für Leipzigs Gesundheitswesen

Nicht nur Vietnam steht bei internationalen Partnerschaften im Fokus. Mit einem gemeinsamen Pilotprojekt haben das Klinikum St. Georg und das Referat Beschäftigungspolitik der Stadt Leipzig ein Programm für Pflegefachkräfte aus Kolumbien gestartet.

Zwölf kolumbianische Pflegefachkräfte kamen 2024 und 2025 nach Leipzig. Vier von ihnen haben mittlerweile erfolgreich den Abschluss des Anerkennungsverfahrens erreicht und stehen kurz davor, als Pflegefachkräfte im Klinikum St. Georg zu arbeiten. Die anderen sind noch in Ausbildung. 

Diese Projekte zeigen: Internationale Zusammenarbeit kann gelingen. Sie macht auch deutlich, wie sehr Leipzig von Menschen profitiert, die den Mut haben, fern ihrer Heimat zu arbeiten.

Neues Zuhause: Jugendwohnen kommunal

Hausfassade mit grünem Baum und blauem Himmel
© Philipp Kirschner / www.pkfotografie.com

Wer eine Ausbildung machen möchte, braucht manchmal zuerst ein sicheres Dach über dem Kopf. Am 28. Mai 2025 eröffnete die Stadt Leipzig über den Kommunalen Eigenbetrieb Engelsdorf (KEE) ein Pilotprojekt: Drei Gebäude mit insgesamt 36 Plätzen für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren, die beim Übergang von stationären Hilfen zu eigenständigem Leben sozialpädagogische Begleitung benötigen. Das Projekt „Jugendwohnen kommunal“ wurde aus dem vom Stadtrat initiierten Programm „Neue Kraft für eine starke Leipziger Wirtschaft“ bis Ende 2026 finanziert. 

Weitere Informationen: JUWO kommunal

Ausbildungsbotschafter der IHK: Azubis begeistern Azubis

Wie erreicht man junge Menschen? Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig setzt auf einen einfachen, aber wirkungsvollen Ansatz: Auszubildende sprechen mit Auszubildenden.

Als Ausbildungsbotschafter gehen Azubis in Schulen und auf Messen, berichten aus erster Hand über ihren Berufsalltag, ihren Weg in die Ausbildung und die Chancen in ihrem Beruf. Authentisch, nahbar und praxisnah geben sie Einblicke, die klassische Berufsorientierung so nicht leisten kann.

Das Ergebnis: Mehr Orientierung für Jugendliche, stärkere Sichtbarkeit für Ausbildungsberufe – und ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.

Weitere Informationen: IHK zu Leipzig

Joblinge stärkt Zukunftsberufe

Das städtische Referat Beschäftigungspolitik unterstützt gezielt Projekte wie die Joblinge. Das Programm fördert junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit – von der Berufsorientierung über Bewerbungstrainings bis hin zu Mentoring und konkreter Integration in den Arbeitsmarkt. Joblinge begleitet die Teilnehmenden bis zum Ausbildungsabschluss – und leistet damit einen konkreten Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Stärkung der Leipziger Wirtschaft. Gleichzeitig bietet es Unternehmen die Möglichkeit, gesellschaftliches Engagement mit der Sicherung ihres Fachkräftebedarfs zu verbinden.

Ein besonderer Fokus liegt auf Zukunftsbranchen wie GreenTech und Life Sciences. Mit Formaten wie dem Workshop Klimawelten rückt Joblinge seit 2025 zudem Themen wie Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit in den Mittelpunkt und macht Zukunftsberufe greifbar.

Beispiele zeigen den Erfolg: "Das Gespräch beim Helmholtz Centre for Environmental Research (UFZ) war auf Augenhöhe und ich habe mich dort ernst genommen gefühlt. Ich freue mich sehr auf die Ausbildung im Labor und darauf, Teil eines Teams zu sein, das an so wichtigen Themen wie Umweltforschung arbeitet“, so Christian Speer, Joblinge Alumni 2025. 

Auch im Bereich der Digitalwirtschaft setzt Joblinge gezielt Impulse: Mit Initiativen wie TechTeens und Start it Smart werden Schülerinnen und Schüler frühzeitig für MINT-Berufe, insbesondere im IT-Bereich, begeistert. Erste Erfolge zeigen sich konkret – so startete ein Teilnehmer nach seinem Engagement im TechTeens-Projekt im September 2025 eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung.

Weitere Informationen: www.joblinge.de

Referat Beschäftigungspolitik

Adresse
Stadthaus Otto-Schill-Straße
Otto-Schill-Straße 2
04109 Leipzig
Telefon
0341 123-5879
E-Mail
beschaeftigung@leipzig.de

Frau Dr. Heike von der Bruck

Referatsleiterin