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Ein offener Ort für gesellschaftlichen Dialog und bürgerschaftliches Engagement

Als Stadt der Friedlichen Revolution von 1989 ist Leipzig ein bedeutender Erinnerungsort der Freiheitsgeschichte. Das KuBZ greift diese Tradition auf und schafft einen Raum für die Auseinandersetzung mit Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Zusammenleben. Am historischen Standort des Matthäikirchhofs – der ehemaligen Leipziger Stasi-Zentrale – wird das KuBZ Teil einer neuen Quartiersentwicklung.

Das Kultur- und Begegnungszentrum wird als offener, niedrigschwelliger und flexibel nutzbarer Ort gedacht. Initiative, Vereine oder Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich aktiv in die Konzeption einzubringen. Bis zur Fertigstellung eines Betreiberkonzeptes werden erste Angebote und Formate pilotartig erprobt.

Das Kultur- und Begegnungszentrum soll einen Raum des Austauschs und des Engagements bieten, an dem Bürgerinnen und Bürger aus Leipzig und darüber hinaus miteinander ins Gespräch kommen, eigene Ideen verwirklichen und sich aktiv einbringen können. Vereine, Initiativen und zivilgesellschaftliche Akteure sollen den Ort als Plattform sowie Forum für eigene Projekte und Veranstaltungen nutzen und seine Entwicklung mitgestalten können. 

Ein wissenschaftlicher Beirat unter Vorsitz des Kulturwissenschaftlers, Basil Kerski begleitete das „Forum für Freiheit und Bürgerrechte/ Demokratiecampus“ als beratendes Expertengremium und unterstützte dessen konzeptionelle und inhaltliche Entwicklung. Die dabei gewonnenen Impulse fließen in die Weiterentwicklung des KuBZ ein.

Die bevorstehende Gesamtentwicklung des Geländes am Matthäikirchhof bietet heute dafür die Chance, denn hier verbinden sich bildlich ein Ort - die ehemalige Stasi-Zentrale Leipzig hatte hier ihren Sitz - und die Erfahrungen der Friedlichen Revolution von 1989. Deshalb wird an dieser Stelle nicht nur das KuBZ entstehen, sondern auch ein Neubau des Zentralen Bundesarchivs für die sächsischen Stasi-Unterlagen.

Informationen zum Wissenschaftlichen Beirat

Der Wissenschaftliche Beirat begleitet das Projekt weiterhin als beratendes Expertengremium. Seine im Rahmen des “Forums für Freiheit und Bürgerrechte/ Demokratiecampus” gewonnenen fachlichen und konzeptionellen Impulse fließen in die Weiterentwicklung zum Kultur- und Begegnungszentrum ein. Dabei berät der Beirat zu grundsätzlichen Fragen der inhaltlichen und konzeptionellen Ausrichtung.

  • stellt sicher, dass zeitgemäße wissenschaftliche und ausstellungsdidaktische Erkenntnisse im Aufbauprozess und der Entwicklung des Forums Berücksichtigung finden und berät diesbezüglich die Stadt Leipzig bei Entscheidungen.
  • steht den Akteuren des Forums als sachkundiger Experte und Helfer zur Verfügung.
  • garantiert die internationale Ausrichtung des Forums.
  • dient als ein Bindeglied zwischen Wissenschaft und Politik.
  • evaluiert in regelmäßigen Abständen die Arbeit und Qualität des Forums.
  • sichert das fachwissenschaftliche Niveau der öffentlichen Veranstaltungsangebote und -formate des Forums.
  • besitzt das Mandat, Debatten und Diskussionen für das Forum anzustoßen.
  • fungiert als ein öffentliches Aushängeschild des Forums.
  • ist dauerhaft bestimmt und bleibt auch nach dem Bau des Forums, mit reduzierter und wechselnder Sitzungsfolge aktiv.

  • Basil Kerski (Kulturmanager, Ausstellungskurator, Politikwissenschaftler und Publizist, Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig, Chefredakteur des Deutsch-Polnischen Magazins)
  • Prof. Dr. Detlef Pollack (Religions- und Kultursoziologe, Professur Religionssoziologie, Universität Münster)
  • Dr. Imgard Zündorf (Leibnitz Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Leiterin des Bereichs Public History)
  • Prof. Dr. Claudia Weber (Professur für Europäische Zeitgeschichte, Europa-Universität Frankfurt/Oder)
  • Dr. Judith Enders (Politikwissenschaftlerin, freiberufliche Sozialwissenschaftlerin und Dozentin an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Co-Gründerin der Initiative "Dritte Generation Ostdeutschland", später Gründungsmitglied "Perspektive hoch 3 e. V., europäische Perspektive: "Transit Dialogue - Mapping a genration")
  • Prof. Dr. Martin Saar (Professur für Sozialphilosophie, Goethe Universität Frankfurt/Main)
  • Prof. Dr. Ellen Bos (Professur für Politikwissenschaft, Fakultät für Internationale Beziehungen der Andrássy Universität Budapest)
  • Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Professur für Didaktik der Geschichte am Historischen Seminar der Universität Leipzig)
  • Dr. Astrid Pellengahr (Wissenschaftliche Direktorin des Landesmuseums Württemberg)
  • Dr. Uta Bretschneider (Direktorin Zeitgeschichtliches Forum Leipzig)
  • Gastwissenschaftler Dr. Boris Buden (Philosoph, Kulturwissenschaftler und Autor, Bauhaus-Universität Weimar)
  • Dr. Naomi Tereza Salmon (Israelische Künstlerin und Lecturer)
  • Dr. Skadi Jennicke - ohne Stimmrecht (Bürgermeisterin für Kultur, Stadt Leipzig)

  • Prof. Dr. Ulrich Brieler (Referat Wissenspolitik Stadt Leipzig)
  • Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)

Kontakt

Referat Strategische Kulturpolitik

Adresse
Neues Rathaus
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig
E-Mail
anke.hannemann@leipzig.de

Anke Hannemann

Telefon
0341 123-4212

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Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig