Die Kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderungen ist gemäß Paragraf 64 Absatz 1 der Sächsischen Gemeindeordnung zentrale Ansprech- und Koordinierungsinstanz für Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe in Leipzig. Ihre Funktion geht weit über symbolische oder repräsentative Aufgaben hinaus: Sie erfüllt eine strategische, beratende und strukturverändernde Rolle mit direktem Einfluss auf Planungs- und Entscheidungsprozesse in der Verwaltung.
De facto übernimmt die Beauftragte die Rolle eines „Focal Points“ gemäß Artikel 33 der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie koordiniert und berät stadtweit und ämterübergreifend. Konkrete Aufgaben sind:
- Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen in kommunalen Gremien, Arbeitsgruppen und gegenüber der Verwaltungsspitze.
- Fachliche Beratung aller Fachämter, z. B. zu baulichen, digitalen, organisatorischen und sozialen Fragen der Barrierefreiheit.
- Förderung und Begleitung von Beteiligungsprozessen, in denen Menschen mit Behinderungen aktiv in die kommunale Entwicklung eingebunden werden.
- Mitwirkung an der Umsetzung und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben – zum Beispiel bei Bauvorhaben, öffentlichen Dienstleistungen oder digitalen Angeboten.
- Dokumentation, Bewertung und Begleitung der kommunalen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (Monitoring-Funktion).
Die Beauftragte übt ihre Tätigkeit gemäß der Sächsischen Gemeindeordnung unabhängig und weisungsfrei aus.
Frau Dr. Daria Luchnikova ist seit März 2024 als Kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderungen tätig.

















