Der Leipziger Wissenschaftspreis 2025 wurde zur Eröffnung der Lange Nacht der Wissenschaften am 20. Juni 2025 in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an Prof. Dr. Antje Körner und Prof. Dr. Alexander Stahr verliehen.
Prof. Dr. Antje Körners (1973 geboren) akademische Laufbahn begann mit dem Medizinstudium an der Universität Leipzig (1993–2000). Von 2001 bis 2006 durchlief sie die Facharztausbildung im Bereich Pädiatrie am Universitätsklinikum Leipzig. Ihre Promotion (Dr. med.) schloss sie 2003 mit „summa cum laude“ ab. 2006 erwarb sie die Facharztreife, 2008 folgten die Zertifizierung in pädiatrischer Ernährungsmedizin sowie die Habilitation in Pädiatrie an der Universität Leipzig. Von 2010 bis 2023 war sie Professorin für Pädiatrische Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Bereits seit 2008 leitet sie die Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Leipzig und ist dort als Oberärztin sowie Fachärztin für pädiatrische Endokrinologie tätig. Seit 2022 ist sie Sprecherin des Programms „Modern Diseases Leipzig – Clinician Scientist Program MD-LEICS“ und leitet seit 2021 als Direktorin den Partnerstandort Leipzig/ Dresden des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ), in dessen Vorstand sie ebenfalls sitzt. Als Professorin für Metabolismusforschung an der Universität Leipzig ist sie zugleich Leiterin des Pädiatrischen Forschungszentrums sowie der Abteilung „Childhood Obesity and Metabolic Research“ am Helmholtz-Institut für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) bei Helmholtz Munich. Sie ist Co-Sprecherin des Cluster „Leipzig Center of Metabolism“, welches im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder ab 2026 gefördert wird. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung von Adipositas und metabolischen Begleiterkrankungen bei Kindern, den Mechanismen der Entwicklung und Dysfunktion des Fettgewebes sowie den genetischen Ursachen von Adipositas im Kindesalter.
Vorstellungsvideo Prof. Dr. Antje Körner auf youtube.de
Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr (1973 geboren) ist promovierter Bauingenieur und seit 2010 Professor für Tragwerkslehre an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Er studierte Bauingenieurwesen an der Bauhaus-Universität Weimar und absolvierte dort auch eine Berufsausbildung mit Abitur als Baufacharbeiter. Nach seinem Studium war er von 1999 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar, wo er in Forschung und Lehre im Bereich Tragwerkslehre tätig war. Während dieser Zeit promovierte er zum Doktoringenieur mit einer Arbeit zur konstruktiven Optimierung variabel gekrümmter Stahl-Glas-Konstruktionen. Nach Stationen als Projektingenieur bei der Bollinger+Grohmann GmbH in Frankfurt am Main und als Projektleiter bei der Staupendahl & Partner Bauplanungsgesellschaft in Leipzig, Dresden und Weimar wechselte er 2010 an die HTWK Leipzig. Dort übernahm er die Professur für Tragwerkslehre an der Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften und ist verantwortlich für die Vermittlung grundlegender Prinzipien der Kräfte- und Lastverteilung in Bauwerken. Ein besonderes Anliegen von Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr ist die anschauliche Vermittlung des Kräfteflusses in Konstruktionen, insbesondere durch die Methoden der grafischen Statik und den Einsatz digital-parametrischer Werkzeuge. Er ist Initiator und Ideengeber der Forschungsgruppe FLEX (Forschen, Lehren und Experimentieren), das Studierende zu interdisziplinärer und forschungsnaher Zusammenarbeit motiviert und eine themenoffene Spitzenförderung etabliert. Die Forschungsgruppe hat mehr als 20 Forschungsprojekte umgesetzt, vorwiegend im Verbund mit regionalen, nationalen und internationalen Praxispartnern. Im Jahr 2025 soll FLEX anlässlich des zehnjährigen Bestehens in ein FLEX.institut überführt werden, womit eine nachhaltige Struktur für die Weiterführung der Forschungsaktivitäten geschaffen wird. Er ist Initiator des HolzBauForschungsZentrums Leipzig, das innovative Konzepte für ressourceneffiziente Bauelemente aus Holz und natürlichen Baustoffen entwickelt und digital gestützte Prozessketten erforscht. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums liegen auf der Entwicklung innovativer Strategien für ressourcenschonende Konstruktionen unter Nutzung natürlicher geometrischer Krümmungseffekte.