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Ein leistungsfähiges Glasfasernetz ist heute ein entscheidender Standortfaktor für Städte. Es ermöglicht nicht nur schnelles und stabiles Internet für Haushalte, sondern schafft auch die Grundlage für modernes Arbeiten, digitale Geschäftsmodelle und innovative Dienstleistungen. Für Unternehmen bedeutet eine flächendeckende Glasfaseranbindung höhere Effizienz und bessere Wettbewerbsfähigkeit. Die Stadt Leipzig unterstützt aktiv den Glasfaserausbau, sowohl durch die Akquise staatlich geförderter Projekte als auch durch die Unterstützung privatwirtschaftlicher Unternehmen.

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Benjamin Filus

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Geförderter und eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau

Um in Deutschland ein flächendeckendes Glasfasernetz zu schaffen, gibt es zwei Ansätze: den geförderten und den eigenwirtschaftlichen Ausbau. Beide verfolgen das gleiche Ziel, unterscheiden sich jedoch in Finanzierung, Zielgebieten und Umsetzungsweise.

Geförderter Glasfaserausbau

Der geförderte Ausbau wird von Bund und Ländern unterstützt. Grundlage ist eine gemeinsame Fördermittelrichtlinie, durch die vor allem kleinere, bislang schlecht versorgte Gebiete eine Förderung erhalten. In der Region übernimmt aktuell Vodafone (Los 2) den geförderten Ausbau für Wohn-, Gewerbe- und Mischgebiete. Zu den staatlichen Fördermittelgebern zählen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), der Projektträger PwC sowie die Bundesförderung Breitband.

Eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau

Beim eigenwirtschaftlichen Ausbau investieren Telekommunikationsunternehmen aus eigenen Mitteln in die Glasfaserinfrastruktur. Sie sind nicht an die Vorgaben der staatlichen Fördermittelrichtlinie gebunden und können ihre Ausbaugebiete frei festlegen. In Leipzig gehören die Deutsche Telekom, die Deutsche GigaNetz und die 1&1 Versatel GmbH zu den Anbietern, die derzeit eigenwirtschaftlich ausbauen.

Karte Breitbandausbau

Die Angaben sind ohne Gewähr. Im Projektverlauf können sich Änderungen ergeben, die zu Wegfall oder Hinzunahme von Adressen führen.

Ausschreibung des geförderten Ausbaus

Die Stadt Leipzig hat die Ausschreibung des Ausbaus bereits vorgenommen. Im Vorfeld wurden dazu drei Teilprojektgebiete gebildet.

Für die Lose bauen folgende Unternehmen aus:

  • L01 - Gottscheina-Hohenheida: HL Komm (abgeschlossen)
  • L02 - Wohn-, Gewerbe- und Mischgebiete: Vodafone (in Umsetzung seit Juli 2023)
  • L03 – Schulen: Netz Leipzig / HL Komm (abgeschlossen)

Historie und Zeitverlauf der Projektrealisierung

  1. 2026

    • Verlängerung des Projekts „Weiße Flecken“ bis 30. Juni 2027: Der Glasfaserausbau in allen Baulosen wird fortgesetzt.
    • Fertiggestellte Leitungen werden nach und nach in Betrieb genommen. So erhalten immer mehr Haushalte und Unternehmen Zugang zu schnellem Glasfaser-Internet.
  2. 2025

    • 2025 hat Vodafone in allen zehn Bauabschnitten mit dem Ausbau begonnen. So kommt die Glasfaser nach und nach in die geplanten Gebiete, und vormals unterversorgte Adressen bekommen Schritt für Schritt Zugang zur neuen Technik.
    • Erste Kunden sind schon ans Glasfasernetz angeschlossen. Haushalte und Unternehmen haben jetzt deutlich schnelleres und stabileres Internet.
  3. 2024

    • Der geförderte Breitbandausbau wird mit dem Baulos 2, Reudnitz-Thonberg (beginnend Hofer Straße) über das Zentrum Südost, Zentrum Süd und Zentrum West fortgesetzt.
    • Förderfähige Haushalte werden durch Einwurfzettel (verteilt von Vodafone) in die Briefkästen über den Ausbaubeginn informiert.
    • Der Ausbaubeginn hängt von der jeweiligen Witterung ab.
    • Im März wurde das Los 3 - Schulen erfolgreich abgeschlossen. Die beim Fördermittelgeber gemeldeten Schulen sind nun alle an das Glasfasernetz angeschlossen.
  4. 2023

    • Nach fast einem Jahr Stillstand erfolgte im März die erste Bauberatung mit dem zuständigen Bauunternehmen im Verkehrs- und Tiefbauamt. Der Baustart ist für Anfang Juni avisiert.
    • 12. Juli: Offizieller Spatenstich zum Ausbau des Glasfasernetzes von Vodafone im Los 2 – Wohn-, Gewerbe- und Mischgebiete
  5. 2022

    • Seit Februar 2022 findet jeden Mittwoch von 16 – 18 Uhr eine Bürgersprechstunde im Vereinshaus Hohenheida statt.
    • Durch Beschluss der Ratsversammlung vom 15.03.2022, konnte das Projekt, um den sogenannten Vortrieb auf Basis von Reservekapazitäten erweitert werden. Damit können insgesamt circa 7.000 private Haushalte an das geförderte Glasfasernetz angeschlossen werden.
    • Im Mai gab es den ersten Rückschlag. Es musste ein neues Planungsbüro von Seiten der Vodafone gefunden werden. Dies nahm einige Zeit und Abstimmungen in Anspruch. Dadurch verzögerte sich das Projekt.
  6. 2021

    • Am 21. Juli 2021 startet der Breitbandausbau in Hohenheida und Gottscheina. Gemeinsam mit der zur Tele Columbus AG gehörenden HL komm Telekommunikations GmbH und deren Marke „PYUR Business“ startete die Stadt Leipzig den Ausbau mit Bandbreiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde. Im Ausbauprojekt sollen die beiden Ortsteile Hohenheida und Gottscheina im Stadtteil Seehausen mit circa 400 Anschlüssen erschlossen werden. Neben den beiden Ortsteilen werden zusätzlich noch circa 150 städtische und private Schulstandorte im gesamten Stadtgebiet mit einem Glasfasernetz erschlossen. Die ist ein Gemeinschaftsprojekt der HL komm Telekommunikations GmbH und Netz Leipzig GmbH. Die Erschließungsarbeiten werden dabei von der Netz Leipzig GmbH, einem Unternehmen der Leipziger Gruppe durchgeführt, die für die passive Infrastruktur verantwortlich ist. Die Bereitstellung von Services, Betrieb und Abrechnung erfolgt durch PYUR Business. Dafür setzt die Stadt Leipzig Fördermittel von Bund und dem Freistaat Sachsen ein um die Versorgungslücken zu schließen.
    • Nachtrag und Erweiterung für Los 2- Vodafone gestellt, um mehr Adressen an Glasfasernetz anzubinden
    • Der Ausbau bei Schulen (Los 3) schreitet voran, erste Schulen sind bereits anschlussfähig
  7. 2020

    • nach Vergabeverhandlungen, Nachtragsangeboten und Vertragsverhandlung erfolgte Ende 2020 die Unterschrift unter die Glasfaserausbauverträge duch die Unternehmen HL komm, Vodafone und Netz Leipzig sowie dem Oberbürgermeister Jung in Begleitung des sächsischen Wirtschaftsminister Dulig.
  8. 2019

    • die Stadt Leipzig bildet drei Projektteilgebiete und beginnt den Ausschreibungsprozess mit vorgelagertem Teilnahmewettbewerb
  9. 2018

    • die Stadt Leipzig erhält vorläufige Zuwendungsbescheide für den geförderten Breitbandausbau auf Bundes- und Landesebene
    • die Stadt Leipzig stellt Aufwertungsanträge (Upgrade) auf Bundes- und Landesebene
    • die Bundesregierung gibt den 6. Aufruf zur Breitbandförderung bekannt, bereits gestellte aber noch nicht bewilligte Anträge können auf eine FTTB - Lösung aufgewertet werden
    • Die Stadt Leipzig wird in Warteposition versetzt, aufgrund ausgereizter Fördertöpfe auf Bundesebene
  10. 2017

    • Stadt Leipzig hat Fördermittelanträge zum Breitbandausbau auf Bundes- und Landesebene gestellt im 5. Aufruf gestellt
    • Breitbandbestandsanalyse wurde in Auftrag gegeben
    • Ergebnis: circa 3.000 Haushalte, circa 350 Unternehmen und mehr als 170 Schulen im Stadtgebiet sind unterversorgt und dadurch förderfähig (förderfähig sind Haushalte, die weniger als 30 Mbit/s Download-Übertragungsrate zur Verfügung haben)
    • Beauftragung des Oberbürgermeisters mit der Durchführung einer Breitbands-Bestandsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Die Realisierung des Breitbandausbaues erfolgt parallel in drei Teilprojektgebieten. Der Ausbau findet ausschließlich in genau definierten Erschließungsgebieten statt. Angeschlossen werden nur Eigentümer deren bisherige Download-Übertragungsrate unter 30 Mbit/s liegt. Das ist ein Förderkriterium der EU und des Bundes.

  • L01 - Gottscheina-Hohenheida: HL Komm (abgeschlossen)
  • L02 - Wohn-, Gewerbe- und Mischgebiete: Vodafone (Umsetzung bis Juni 2027)
  • L03 - Schulen: Netz Leipzig / HL Komm (abgeschlossen)

Die Eigentümer in den Ausbaugebieten wurden durch die Stadt Leipzig in Zusammenarbeit mit den Telekommunikationsunternehmen angeschrieben.

Für den Ausbau wird einerseits der klassische Tiefbau eingesetzt. Andererseits werden vermehrt auch alternative Verlegemethoden genutzt. Das minimiert Kosten und kann schneller umgesetzt werden. Zusätzlich wird auf bereits vorhandene Infrastruktur (Leitungswege, Schächte, Leerrohre usw.) zurückgegriffen.

Vor den Bauarbeiten, werden die Eigentümer der Grundstücke kontaktiert und auf den bevorstehenden Ausbau aufmerksam gemacht. Um Ihr Grundstück an das Glasfasernetz anzuschließen, müssen Sie als Eigentümer zustimmen. Sollte die Zustimmung ausbleiben, endet die Glasfaserleitung an Ihrer Grundstücksgrenze.

Die Stadt Leipzig empfiehlt daher allen Grundstückseigentümern, von dem kostenlosen Anschluss eines Glasfaseranschlusses im jeweiligen Projektgebiet Gebrauch zu machen.

Nach erfolgtem Tiefbau werden die Glasfasern in die (bereits vorhandenen) Rohre eingezogen. Anschließend werden die Fasern am Gebäude und im Netzverteiler angeschlossen. Neben dem Telefonanschluss wird ein Abschlusspunkt der Glasfaser (Glasfaser-Teilnehmeranschluss) montiert.

Allgemeiner Hinweis zum Ausbau der Inhouse-Verkabelung

Im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus ist die Verlegung des Glasfaserkabels bis in den Hausanschlusskasten kostenfrei. Die Inhouse-Verkabelung ist kein Bestandteil der Förderung.

Aufgrund von örtlichen Gegebenheiten variiert der Ausbau innerhalb eines Gebäudes. Es können beispielsweise vorhandene Leerrohre als Steigleitung genutzt werden. Sollten keine nutzbaren Strukturen vorhanden sein, ist auch eine Aufputz-Verlegung möglich. In Mehrfamilienhäusern ist eine Glasfaserleitung vom Anschlusspunkt in jede Wohnung notwendig, wenn für diese ein Glasfaserprodukt beauftragt wurde.

Der Anschluss Ihres Gebäudes ist im Rahmen des Förderprojektes kostenlos. Die jeweilige Rückgabefrist der Eigentümerermächtigung beim Ausbauunternehmen muss jedoch beachtet werden. Für die einzelnen Lose wird die jeweilige Rückgabefrist noch bekanntgegeben.

Wenn Sie Ihr Gebäude nach Ablauf des Aktionszeitraumes noch anschließen möchten, ist der Kostenteil für den Hausanschluss privat zu tragen. Dieser variiert zwischen den Ausbauunternehmen.

Glasfaserverträge sind meist teurer als DSL- oder Kabelanschlüsse, weil dafür eine neue Infrastruktur aufgebaut wird. Die Kosten entstehen vor allem durch Tiefbau, das Verlegen der Leitungen, den Betrieb und die Wartung des Netzes sowie durch moderne Geräte und Rechenzentren. Diese Investitionen schlagen sich im monatlichen Preis der Glasfaserangebote nieder.

Beim FTTB-Anschluss (Fibre To The Building) wird die Glasfaserleitung direkt in das Gebäude verlegt. Dies unterscheidet den FTTB-Ausbau von seinen Vorgängern, bei denen die Glasfaserleitung nur bis zum Verteilerkasten verlegt wurde.

Grundsätzlich können alle Gebäude mit eigener Hausnummer innerhalb des Ausbaugebietes einen Glasfaseranschluss erhalten.

Die Voraussetzungen dafür sind:

  • eine Unterversorgung mit ≤ 30 Mbit/s
  • eine eigene Hausnummer
  • ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen ist nicht geplant (vorher durchgeführtes Markterkundungsverfahren nötig)

Nein. Es muss kein Vertrag mit dem jeweiligen Ausbauunternehmen bestehen oder geschlossen werden. Die Förderung sieht einen freien Zugang für jeden Anbieter nach dem Anschluss vor.

Jedes Unternehmen kann das Netz nutzen, muss dafür aber ein Netzentgelt an den Betreiber zahlen – ohne Vertrag kein Zugang. Das gilt auch für Reservekapazitäten: Ein Anschluss erfolgt nur, wenn ein Versorgungsvertrag besteht. Gibt es keinen Vertrag, muss die Eigentümerin oder der Eigentümer den Anschluss selbst herstellen. In diesem Fall endet die Förderung an der Grundstücksgrenze.

Beim Vortrieb wird entlang der geförderten Glasfasertrasse durch Reservekapazitäten eine zukünftige Erschließung vorbereitet. Dabei wird eine Muffe (Anschluss) an der Grundstücksgrenze abgelegt. Voraussetzung dafür ist, dass ein Grundstücksnutzungsvertrag mit dem Ausbauer Vodafone abgeschlossen wird. Weiterhin muss ein Versorgungsvertrag mit Vodafone geschlossen werden.

In Mietobjekten, muss mindestens eine Mietpartei einen Versorgungsvertrag abschließen.

Sollten Sie keinen Versorgungsvertrag abschließen wollen, müssen Sie die Anschlussgebühr entrichten, wenn Sie einen Anschluss erhalten möchten,

Ansprechpartner

Alle Ansprechpartner der jeweiligen Ausbaugebiete und zu allgemeinen Anfragen zum Glasfasernetz der Ausbauunternehmen erreichen Sie unter folgenden Rufnummern:

Frau Kristin Anderer
Telefon: 0341 8697-312
E-Mail: Kristin.Anderer@pyur.com

Glasfaser-Hotline vodafone: 0800-2030325 (Montag - Freitag: 9-19 Uhr)

Projektleiter und Hauptansprechpartner

Gerd Kroll
gerd.kroll@netz-leipzig.de
Telefon: 0341 121-6050
Mobil: 0173 3570333

Stellvertretender Projektleiter

André Müller
andre.mueller@netz-leipzig.de
Telefon: 0341 121-6064
Mobil: 0173 3980400

Fördermittelgeber

Übersicht über die aktuellen und geplanten eigenwirtschaftlichen Ausbaugebiete

Die Deutsche GigaNetz stellt den Glasfaserausbau in Leipzig vorerst ein. Betroffene Kundinnen und Kunden erhalten dazu eine E-Mail mit allen wichtigen Informationen.

Leipzig Stadtgebiete

Auf einer digitalen Karte des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie sind blau hinterlegt die Stadtgebiete in Leipzig markiert, in denen die 1&1 Versatel GmbH Glasfaser für Geschäftskunden ausbaut
© Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG)

In Leipzig baut die OXG Glasfaser GmbH seit 2025 ein hochmodernes Glasfasernetz für über 27.400 Haushalte. Eigentümerinnen und Eigentümer können sich einen kostenlosen Glasfaserhausanschluss sichern.

Leipzig Stadtgebiete

Grau gestaltete Stadtkarte Leipzigs mit blauen Highlights, wo die Firma OXG Breitband in Leipzig ausbaut
© OXG Glasfaser GmbH

Kontakt

Amt für Wirtschaftsförderung

Adresse
Neues Rathaus
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig
Telefon
breitband@leipzig.de
Webseite

Herr Benjamin Filus

Projektmanager Breitband / digitale Infrastruktur
Telefon
0341 123-5827