Leipzig ist eine moderne, dynamische und internationale Stadt mit vielen Visionen für die Zukunft. Gleichzeitig setzt sich die Stadt Leipzig aktiv mit der eigenen Vergangenheit auseinander. Auch die dunkelsten Kapitel der mehr als 1.000-jährigen Stadtgeschichte müssen dabei beleuchtet werden.
Der Name der Stadt Leipzig ist für viele Menschen bis heute mit Leid und Entbehrungen sowie mit Trauer und Schmerz verbunden. Dies gilt insbesondere für die Jahre der Diskriminierung, Verfolgung und Entrechtung durch die Nationalsozialisten von 1933 bis 1945. In dieser Zeit waren es neben vielen anderen Opfern vor allem jüdische Bürgerinnen und Bürger sowie tausendfach eingesetzte Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in Leipzig qualvolle Erfahrungen durchleben mussten.
Die Stadt Leipzig ist sich ihrer historischen Verantwortung bewusst. Deshalb lädt sie seit 1992 zum "Besuchsprogramm für ehemalige jüdische Leipziger und deren Nachfahren" ein. Zwischen 2001 und 2009 gab es zudem das "Besuchsprogramm für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Leipzig". Beide Besuchsprogramme sollen einen Beitrag zur Versöhnung und gegen das Vergessen leisten. Dabei ist man sich darüber im Klaren, dass dies nur eine symbolische Geste sein kann - eine angemessene Entschädigung für das erfahrene Leid ist nicht möglich.








