Gwangju liegt etwa 330 km südlich von Seoul und ist mit rund 1,5 Millionen Einwohner/-innen nicht nur ein wirtschaftliches Zentrum Südkoreas, sondern auch ein Symbol für den Kampf um Demokratie und Freiheit. Die Stadt wird umgangssprachlich als "Schrein der koreanischen Demokratie" bezeichnet, um an die Demonstrationen und die große Widerstandsbewegung gegen die Militärregierung im Jahr 1980 zu erinnern, die brutale Unterdrückung erfuhren. Der 18. Mai-Nationalfriedhof dient als Gedenkstätte für das sogenannte "Gwangju-Massaker" und erinnert an diese tragischen historischen Ereignisse. Heute ist die Stadt geprägt von einer florierenden Industrie und einer lebendigen Kunstszene.
Leipzig und Gwangju sind durch ihre geteilte historische Erfahrung als Ursprungsorte bedeutender Demokratiebewegungen eng miteinander verbunden. Die Friedliche Revolution von 1989 in Leipzig und die Gwangju-Bewegung von 1980 haben beiden Städten eine symbolische Bedeutung als Orte des Kampfes für Demokratie und Menschenrechte verliehen. Diese geteilte Symbolkraft bringt auch eine gemeinsame Verantwortung für den steten Einsatz für Demokratie und Menschenrechte mit sich, weshalb die Städte den Ausbau ihrer Zusammenarbeit weiterverfolgen.













