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Die Schulbaustrategie der Stadt Leipzig regelt eine Abfolge der Baumaßnahmen im Überblick. 

Grundschulen

Modernes kastenförmiges orangefarbenes Gebäude mit Vorplatz
© Isfort Architekten, ada-architekten

Schule Löbauer Straße 46/ Astrid-Lindgren-Schule

Am Doppelschulstandort "Schule Löbauer Straße/ Astrid-Lindgren-Schule" (Ratsinformation) werden zwei 3,5-zügige Grundschulen mit maximal 20 prozentiger Überbelegung sowie zwei separaten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) für maximal je 527 Schüler und Schülerinnen in den bestehenden Typenschulen eingerichtet. Die Bestandsgebäude werden modernisiert und erhalten eine untergeordnete bauliche Erweiterung. Zwischen den Bestandsgebäuden wird ein zweigeschossiges Mehrzweckgebäude errichtet.

Durch die Verlegung der Haupteingänge der Schulen jeweils in die Verbindungsbauten zum Mehrzweckgebäude und die eingangsnahe Anordnung von Aufzügen in den Bestandsgebäuden ist eine barrierefreie Erschließung aller Gebäudeteile realisiert. Mit Zugang von der Volksgartenstraße her entsteht ein für beide Schulen gemeinsamer Vorplatz, der die beiden Haupteingänge der Schulen erschließt. Hier wird eine sichere Ankunfts- und Abholzone mit Fahrradstellplätzen, Sitzbänken und Baumpflanzungen geschaffen. Die Schulhöfe werden nördlich und südlich der Gebäude angelegt, im Gebäudezwischenraum entsteht ein gemeinsam nutzbarer Schulhof. Zur Abschirmung des Verkehrslärms wird der nördliche Schulhof von einer Lärmschutzwand zur Löbauer Straße und Volksgartenstraße begrenzt, die durch Klettergehölze begrünt wird. Zahlreiche Baumpflanzungen werden als Ersatz für erforderliche Fällungen die ökologischen Qualitäten aufwerten.

Das Mehrzweckgebäude wurde im Mai 2024 an die Schule übergeben und wird für den Schulunterricht genutzt. Die Investitionssumme betrug 7.655.000 Euro. Das Schulgebäude an der Löbauer Straße, zukünftig Volksgartenstraße 16a wird voraussichtlich Ende des Jahres 2026 fertig gestellt und von der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule bezogen. Das Investitionsvolumen beträgt voraussichtlich 19.413.000 Euro. Die Maßnahme wurde mit 7.966.233 Euro Fördermitteln finanziert.

Durch die Neupriorisierung der aktuellen Haushaltsplanung der Stadt Leipzig, erfolgt die Verschiebung der Sanierung des zweiten Schulgebäudes in der Volksgartenstraße 16 (akt. Astrid-Lindgren-Schule).

Fritz-Baumgarten-Schule

Visualisierung der Baumaßnahme Fritz Baumgarten Grundschule mit modernen Gebäuden

Die Fritz-Baumgarten-Schule in der Riebeckstraße 50 soll künftig 5-zügig geführt werden und bis zu 560 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Dafür werden ab 2025 die Gebäudeteile aus den späten 1980er-Jahren umfassend saniert und durch einen kleinen Anbau ergänzt.

Es erfolgt eine Neukonzeption der Funktionen und Raumanordnungen sowie von Bereichen des Schulhofes für eine verbesserte Nutzbarkeit. Teile der Fassade werden im Rahmen einer Kunst-am-Bau-Maßnahme künstlerisch gestaltet. Für die Auslagerung wird ein Interimsgebäude in Containerbauweise auf dem Gelände errichtet.

Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich circa 24 Millionen Euro und werden in Höhe von circa 10 Millionen Euro durch das Land Sachsen mitfinanziert. Die Fertigstellung wird im Frühjahr 2028 erwartet.

Schule an der Parthe

Animation eines cremefarbenen Schulgebäudes mit Sporthalle auf der linken Seite sowie einem Vorplatz.
© hobusch + kuppardt architekten

In der Tauchaer Straße 188 in Thekla entsteht eine neue vierzügige Grundschule sowie eine wettkampftaugliche 3-Feld-Sporthalle. Künftig können am neuen Schulstandort bis zu 488 Schülerinnen und Schüler, darunter zwei DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache), in den Gebäuden lernen.

Die neue dreigeschossige Schule und die Sporthalle bilden künftig jeweils einen eigenen Baukörper mit separaten Zugängen, die im Erdgeschoss über einen Flur miteinander verbunden werden. So können Sportvereine die Turnhalle nach den Schulzeiten und an den Wochenenden autark nutzen.

Ein Grünstreifen trennt die Bauten von der Tauchaer Straße; auf dem Vorplatz der Schule und neben der Turnhalle werden kleine Sitzbereiche mit Gräser- und Blumeninseln sowie Fahrradstellplätze gebaut. Die Pausenflächen werden neben einem Kleinspielfeld, einer Laufbahn sowie umfangreichen Bewegungsangeboten für Kinder mit einem naturnahen Garten mit Atrium, Weidentipi, Kräuterspirale und Insektenhotel et cetera ausgestattet. Damit wertvolles Niederschlagswasser künftig auf dem Grundstück zurückgehalten wird, sind Sickermulden auf der Freifläche und Rigolen vorgesehen. Das Dach des Sporthallengebäudes wird mit einer Photovoltaikanlage mit extensiver Dachbegrünung ausgeführt. Das Dach des Schulgebäudes ist als Retentionsdach geplant.

Die Investitionskosten für den Schulneubau liegen voraussichtlich bei 29.830.000 Euro. Die Maßnahme wurde mit Fördermitteln aus dem Programm „FöRi GanzInvest“ mit einem Zuschuss von 20.032.231 Euro finanziert. Das neue Schulgebäude für die Schule an der Parthe soll im Oktober 2026 in Nutzung gehen.

Schule Gundorf

Zeichnung Helles Gebäude mit rotem Dach

Der Schulstandort Gundorf existiert seit dem Jahr 1599. Im Jahre 1887 wurde das heutige Schulgebäude mit einem eingeschossigen Nebengebäude auf der östlichen Seite erbaut. Der Altbau wird als Einzeldenkmal in der Denkmalliste geführt. In den 1980er Jahren wurde ein eingeschossiger Anbau als Turnraum angefügt.

Daher wird der Ausbau des Standortes zu einer 1,5-zügige Grundschule mit Speiseversorgung im Schulgebäude erfolgen. Wobei der Hortbetrieb auch weiterhin im nahegelegenen Objekt „Gundorfer Sonnenkinder der Volkssolidarität/Muldental e.V.“ verbleibt. Die Erweiterung des bestehenden denkmalgeschützten Schulgebäudes vom Ende des 19. Jahrhunderts, erfolgt mit einem zweigeschossigen transparenten Verbindungsanbau am Ostgiebel, welcher sich am Gundorfer Kirchweg zu einem dreigeschossigen in nord-süd-orientierten Schulgebäude erweitert.

Das dreigeschossigen Schulgebäude erhält den neuen Hauptzugang und im Erdgeschoss eine Begrünung mit Rankgerüst in traditionelle Gestaltung des dörflichen Raumes. Der gläserne Verbindungsbau tritt zurück, um die Wirkung des denkmalgeschützten alten Schulgebäudes nicht zu mindern. Für die Bauzeit wird ein Mietinterim in Containerbauweise auf einem separaten Grundstück errichtet.

Der Maßnahmebeginn erfolgte im April 2025. Die Nutzung ist nach erfolgter Maßnahmenumsetzung für Oktober 2027 vorgesehen.

Die Kosten für die Maßnahme werden bei einer Höhe von etwa 12.643.665 Euro liegen.

Schule Rückmarsdorf

Straßensicht auf ein Schulgebäude rechts mit Bäumen davor

Der Schulstandort Rückmarsdorf existiert am jetzigen Standort seit 1877. Im Jahr 1890 wurde das heutige Schulgebäude an der Brandensteinstraße erbaut. Der Altbau wird als Einzeldenkmal in der Denkmalliste geführt. Der historische Grundschulstandort Rückmarsdorf wird zu einer 2-zügigen Grundschule für 246 Kinder mit Speiseversorgung und Hort ausgebaut und mit einem modernen und zukunftsfähigen Raumprogramm ausgestattet. Das denkmalgeschützte Gebäude wird behutsam saniert und freigestellt, der Erweiterungsbau wird als Holz-Hybrid-Konstruktion an der Straße "An der Friedenseiche" errichtet und die bestehende Sporthalle wird erhalten und integriert. Die geneigten Dächer erhalten jeweils hälftig extensive Dachbegrünungen und Photovoltaik-Anlagen. Für die Bauzeit wird ein Mietinterim in Containerbauweise auf einem separaten, gepachteten Grundstück errichtet.

Der Maßnahmenbeginn wird voraussichtlich ab August 2026 erfolgen. Die Nutzung ist nach erfolgter Maßnahmenumsetzung für Herbst 2029 vorgesehen.

Die Kosten für die Maßnahme inkl. der Auslagerung in ein Interim werden bei einer Höhe von etwa 25.802.000 Euro liegen.

Schule Miltitz

Ansicht eines Schulgebäudes mit rotem Dache sowie grünen Bäumen im Hintergrund
Ansicht der Schule Miltitz nach der Sanierung

Die bisher mit 1,75 Zügen geführte Grundschule wird auf eine 2-Zügigkeit für maximal 224 Schulkinder ausgebaut. Das Bestandsgebäude wird aufgrund baulicher und funktionaler Mängel komplex saniert und erhält einen 2-geschossigen Anbau. Fehlende Fachunterrichtsräume werden eingerichtet, im Erweiterungsbau entstehen allgemeine Unterrichtsräume à 70 m², eine Speiseversorgung, eine Bibliothek und Gruppenräume. Für die Einrichtung eines Hortes stünden mit Abschluss der Maßnahme entsprechende Räume zur Verfügung. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten werden an diesem Standort Doppelnutzungen und flexible Nutzung von Räumen eine höhere Priorisierung erfahren als ggf. in anderen Schulgebäuden. Städtebaulich schreibt das Vorhaben die dörflich geprägte Struktur fort und leistet mit Dach- und Fassadenbegrünung, der Photovoltaikanlage und der Wärmepumpe auf der Basis von Solar- und Geothermie einen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Kosten belaufen sich auf 13.800.000 Euro. Die Maßnahme wird mit Geldern aus dem Landesprogramm Denkmalpflege mitfinanziert. 

Das sanierte und erweiterte Schulgebäude soll im Sommer 2028 an die Schule übergeben werden, die während der Bauarbeiten in einem Interim in der Binzer Straße untergebracht ist.

Schule Karlsruher Straße

In Grünau zwischen der Karlsruher Straße und der Mannheimer Straße beginnt Anfang 2026 der Bau einer vierzügigen Grundschule mit separater Zwei-Feld-Sporthalle.

Zum Schuljahr 2029/2030 wird die Friedrich-Fröbel-Schule an diesem Standort den Betrieb aufnehmen. Ein von der Schule entwickeltes pädagogisches Konzept beeinflusste von Anfang an die Gebäude- und Raumplanung. Der Neubau unterstützt insbesondere die Umsetzung des Unterrichts nach dem Lernhausprinzip.

Mit dem Umzug der Friedrich-Fröbel-Schule aus dem bisherigen Gebäude in der Mannheimer Straße werden Sanierungsmaßnahmen an weiteren Schulstandorten im Umfeld ermöglicht.

Die Gesamtkosten des Bauvorhabens betragen rund 50 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt teilweise durch Fördermittel.

Oberschulen

Schule Paunsdorf

Weißes längleiches Gebäude mit einem bräunlichen Mittelteil

Die Oberschule am Standort Zum Wäldchen 4 wird durch eine Komplettmodernisierung mit Neubau-Ergänzung des mittleren Gebäudeteils zu einem modernen und barrierefreien Schulstandort als 3-zügige Schule für maximal 605 Schülerinnen und Schüler ausgebaut. Insbesondere durch die Neuerrichtung des mittleren Gebäudeteils können medien- und flächenintensive Nutzungen wie moderne Fachunterrichtsräume, die Bibliothek und eine Speiseversorgung in ausreichender Größe realisiert werden und mit der Einordnung eines Fahrstuhls und zentraler Treppenhalle ist die barrierefreie Erreichbarkeit aller Geschosse gegeben. Mit der Neuordnung des Raumkonzepts mit Cluster-Lernbereichen in Verbindung mit der Erneuerung aller technischen Anlagen wird am Standort ein modernes Schulkonzept umgesetzt. Auf den Dachflächen der Bestandsgebäudeteile wird eine Dachbegrünung in Kombination mit Photovoltaik–Aufstellung vorgesehen. Am Südgiebel des Gebäudes ist eine großflächige Fassadenbegrünung an einer vorgestellten Rankkonstruktion geplant.

Das Bauvorhaben umfasst ebenfalls die Erneuerung der Freianlagen, einschließlich erforderlicher Instandsetzungen der angegliederten Sportfreiflächen. Die Pausenfreifläche wird komplett erneuert und es entstehen ausreichende Spiel- und Bewegungsangebote. Neue Grünstrukturen in Form von Baum-, Strauch- und Staudenpflanzungen sowie der Bau eines Küchengartens mit Pergola tragen wesentlich zur Aufwertung des Schulhofes bei.  

Die Investitionskosten betragen insgesamt 29.170.000 Euro (Stand 04/2024). Die Oberschule soll mit Beginn des 2. Schulhalbjahres 2027/2028 in Betrieb gehen.

Schulgebäude Uhlandstraße

Die Stadt Leipzig beabsichtigt, das bestehende Schulgebäude in der Uhlandstraße 28 als 3-zügige Oberschule herzurichten. Das Projekt umfasst die notwendigen Maßnahmen zur Umgestaltung und baulichen Anpassung allgemeiner Unterrichtsräume zu Fachunterrichtsräumen, dem Umbau des ehemaligen Schulkiosks in eine Bibliothek, Maßnahmen zur Errichtung der passiven Datenvernetzung sowie Instandsetzungsmaßnahmen.

Am Standort Uhlandstraße 28 befinden sich die denkmalgeschützten Bestandsgebäude Schule und Sporthalle, die um 1888 erbaut wurden. Der Schulkomplex wurde ab 1992 gesamthaft modernisiert und als Gymnasium bis 2021 genutzt. Anschließend folgten Interimsnutzungen bis zur jetzt avisierten Herrichtung der Uhlandstraße als Oberschule.

Der Maßnahmenbeginn erfolgte ab 07/2025. Der Umzug der Schule Georg-Schwarz-Straße in die Uhlandstraße ist nach erfolgter erweiterter Maßnahmenumsetzung für die Sommerferien 2027 vorgesehen.

Die Kosten für die Maßnahme werden nun bei einer Höhe von etwa 4.022.000 Euro liegen.

Förderschulen

Ansicht eines Schulgebäudes nach der Sanierung
Planzeichnung Sanierung Kurt-Biedermann-Schule

Kurt-Biedermann-Schule

Das unsanierte Schulgebäude in der Garskestraße 19 wird komplex modernisiert und so erweitert, dass zukünftig sowohl der sich bisher bereits im Gebäude befindliche Oberschulteil des Förderzentrums als auch der Grundschulteil in einem Schulhaus unterrichtet werden können. Auch die Betreuungsangebote für die Grund- und Oberschule sowie ein Familienschulzentrum werden zukünftig in dem modernisierten und erweiterten Schulgebäude untergebracht und sind im Raumprogramm berücksichtigt. 

Die Förderschule wird mit zwei Zügen als Ganztagsschule von Klasse 1 bis 9 geplant. Durchgängig können im Schulgebäude bei einer maximalen Klassenstärke von 10 Personen in den Klassen 1 bis 4 beziehungsweise 12 Personen in den Klassenstufen 5 bis 9 bis zu 200 Schülerinnen und Schüler untergebracht werden (Regelbelegung).

Im Zuge der Maßnahme sind ebenfalls die Pausenfreiflächen neu zu gestalten. Die Freiflächen für die Grund- und Oberschule werden organisatorisch voneinander getrennt abgebildet, indem der Gehweg hinter dem Schulgebäude und die angrenzenden Freiflächen dem Schulgelände zugeordnet werden.

Das Schulgebäude steht unter Denkmalschutz. Der Denkmalwert ist, aufgrund der aus dem Entstehungsjahr weitgehend unveränderten Bausubstanz, gegeben für den noch unsanierten Schulbau sowie die zur Schule gehörende rückwärtige Freiflächengestaltung des Schulgeländes. Besonders hervorgehoben wird dabei auch die Gestaltung über dem ehemaligen Haupteingang vom Leipziger Künstler Arnd Schultheiß, welche in jedem Fall erhalten bleiben soll.

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung belaufen sich auf voraussichtlich 26.350.000 Euro. Die Maßnahme soll mit Fördermitteln aus dem Sachsenfonds mitfinanziert werden.

Da das Schulgebäude zur Komplexmodernisierung freigelenkt werden muss, wird ein temporäres Raumsystem in einfacher Bauweise erforderlich, welches am Lindennaundorfer Weg errichtet wird.

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Kontakt

Amt für Schule

Adresse
Perlickstraße 6
04103 Leipzig
E-Mail
bildungsinfrastruktur@leipzig.de

Herr Erik Danel

Abteilungsleiter