Kirchliche Filmpreise

Dok Leipzig 2026: Interreligiöser Preis für „Blossoming“

Beim 69. Dok-Leipzig-Festival hat die Interreligiöse Jury den polnischen Dokumentarfilm „Blossoming“ von Kamila Serwicka ausgezeichnet. Darin geht es um die Frauen einer Familie, die im Laufe der Jahre Wege finden, sich gegen die alkoholbedingte Gewalt des Ehemannes und Vaters zu wehren. Das Langzeitporträt „Bará – Diary of a Rock Star“ der tschechischen Dokumentaristin Helena Třeštíková wurde mit einer Lobenden Erwähnung bedacht.

Locarno 2026: Ökumenischer Preis für „Nowhere to Lay My Eyes“

Beim 79. Locarno Film Festival (5.-15. August 2026) hat die Ökumenische Jury das südkoreanische Drama „Nun Dul Dega Eomne“ („Nowhere to Lay My Eyes“) ausgezeichnet. In dem Film besucht eine Frau nach zehn Jahren wieder ihre Mutter auf einer Insel, wobei das Konfliktpotenzial zwischen den beiden für Spannungen sorgt. Die Jury lobte eine „außerordentliche menschliche Tiefe im nur scheinbar Oberflächlichen“ sowie Empathie und Humor des Films von Hong Sang-soo.

Karlovy Vary 2026: Ökumenischer Preis für „The Lion at My Back”

Beim 60. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary (3.-11.7.2026) hat die Ökumenische Jury ihren Preis an das Drama „The Lion at My Back“ von Tonia Mishiali vergeben; darin geht es um eine besondere Mutter-Tochter-Bindung zwischen einer senegalesischen Geflüchteten und einer ehemaligen Drogenabhängigen aus Zypern.

Fritz-Gerlich-Preis für "Lost Land"

Der Fritz-Gerlich-Preis geht in diesem Jahr an das Drama „Lost Land“ des japanischen Regisseurs Akio Fujimoto. Der Film erzählt von zwei Kindern aus der Rohingya-Ethnie, die als muslimische Minderheit in ihrer Heimat Myanmar verfolgt wird. Beim Versuch, nach Malaysia zu gelangen, finden sich die beiden allein in einem fremden Land wieder. Der Filmpreis wird im Rahmen des 43. Filmfest München vergeben.

Von Marius Nobach

25. Transilvania Film Festival 2026: „Truly Naked“

Die Ökumenische Jury beim 25. Transilvania Filmfestival in Cluj-Napoca zeichnete den Debütfilm „Truly Naked“ von Muriel d’Ansembourg aus, der davon erzählt, wie ein jugendlicher Kameramann aus einem Pornostudio in der Begegnung mit einer selbstbewussten jungen Frau allmählich den Unterschied zwischen männlichen Sex-Fantasien und wirklicher Intimität entdeckt.

Cannes 2026: Ökumenischer Preis für „Fjord“ von Cristian Mungiu

In dem Drama „Fjord“ von Cristian Mungiu, das die Ökumenische Jury beim 79. Filmfestival in Cannes mit ihrem Preis ausgezeichnet hat, geht es um eine evangelikale Familie in Norwegen, der unterstellt wird, dass sie bei der Erziehung ihrer Kinder auch Gewalt als Mittel einsetzt. Vor Gericht zeichnen sich jedoch vor allem die Grenzen und Vorurteile der liberalen Gesellschaft ab.

Von Josef Lederle