Der Verwaltungsrat tritt zurück. Er gibt Unregelmäßigkeiten bei der Bezahlung der Jugoslawien-Transfers Dzoni und Boljat als Grund an. Manager Günter Siebert lässt sich am 31. Januar freiwillig beurlauben. Am 9. Oktober einigen sich der Vorstand und Siebert auf eine Abfindungszahlung von 180.000 Mark.
Präsident Fenne wird auf der Jahreshauptversammlung von den Mitgliedern mit überwältigender Mehrheit bestätigt. 3,5 Millionen Mark Schulden drücken den Verein.
„Entweder schaffe ich Schalke oder Schalke schafft mich.“ Mit diesen Worten tritt Rudi Assauer, von Präsident Fenne in höchster Not als Manager verpflichtet, seinen Dienst an.
Schalke 04 steigt als Siebzehnter in die 2. Liga ab. Erstmals seit 1926 werden die Knappen nicht mehr in der jeweils höchsten deutschen Spielklasse antreten.
Durch einen 4:0-Erfolg (Treffer: Bittcher, Bücker, Elgert und Kügler) über Wormatia Worms schaffen die Knappen vorzeitig die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus.
Schalke wird Drittletzter der Bundesliga und verliert die Relegationsspiele mit 1:3 und 1:1 gegen Bayer Uerdingen, den Dritten der 2. Liga. Wieder ist S04 zweitklassig.
Ein Stern geht auf: Mit dem 17-jährigen Olaf Thon debütiert beim 3:0 gegen den SC Charlottenburg ein hoffnungsvolles Talent aus der eigenen Jugend.
Dank eines 2:0 (Kruse und Berge) bei Fortuna Köln steigt Schalke in die Bundesliga auf.
Endlich wieder ein Knappe in der Nationalelf: Olaf Thon (18) gibt seinen Einstand beim 3:2-Sieg auf Malta.
Schalke beendet die Saison als Achter. Bemerkenswert ist, dass man mit Klaus Täuber, der 18 Mal trifft, wieder einen echten Goalgetter hat.
Präsident Fenne verpflichtet Rolf Schafstall für Didi Ferner.
Nach einer langen Vorstand-Sitzung ist Manager Rudi Assauer seinen Job los. Kurze Zeit später tritt Präsident Fenne „aus persönlichen Gründen“ zurück.
Siebert, zum Dritten: Er verlässt seine Wohninsel Gran Canaria und gewinnt die Wahl bei der Jahreshauptversammlung.
Papst Johannes Paul II. zelebriert im Rahmen seines Deutschlandbesuchs im ausverkauften Parkstadion eine Messe und wird zum Ehrenmitglied des Vereins gemacht.
Rolf Rüssmann, bis dato als Manager ohne Gehalt im Amt, kündigt. Grund für seine Entscheidung ist ein Kompetenzgerangel mit dem eigenmächtigen Siebert.
Auf der Jahreshauptversammlung wehrt Günter Siebert einen Angriff der Opposition mit 610 zu 573 Stimmen knapp ab.
Trainer Rolf Schafstall, ohnehin bei allen Schalkern stark umstritten, kündigt von selbst und wechselt zu Bayer Uerdingen. Siebert holt am 29. Dezember Horst Franz.
Mit einer 1:8-Pleite beim FC Bayern beginnt eine Serie von acht Spielen ohne Sieg. Schalke steigt als Tabellenletzter der Bundesliga ab. Olaf Thon wechselt zum FC Bayern.
Das 1:4 gegen Werder Bremen ist der letzte Auftritt von Klaus Fichtel im königsblauen Trikot. Schalkes Rekordspieler ist nach mehreren Comebacks zum insgesamt 552 Mal bei einem Bundesligaspiel am Ball, davon 477 Mal für die Knappen.
Im Halbfinale der Europameisterschaft steht mit Olaf Thon auch ein Schalker in der Nationalelf. 1:2 verlieren die Gastgeber gegen den späteren Titelträger Niederlande. Zwei Partien finden im Parkstadion statt: In der Vorrunde gewinnt Deutschland 2:0 gegen Dänemark und Irland verliert gegen die Niederlande mit 0:1.
In der Erwartung eines positiven Ausgangs stellt Präsident Günter Siebert überraschend auf der Jahreshauptversammlung die Vertrauensfrage. Die Mehrheit stimmt knapp gegen ihn. Er tritt zurück. Schalke ist zu diesem Zeitpunkt 19. der 2. Liga. Am Tag vor der Versammlung ist Trainer Franz entlassen worden, ihn ersetzt Didi Ferner.
Mit Michael Zylka gewinnt ein Unbekannter dank besserer Vortragskunst die Präsidentenwahl. Zylka geht als „Drei-Tage-Präsident“ in die Vereinsgeschichte ein. Am 24. November legt er sein Amt nieder. Er findet in Vorstand und Verwaltungsrat keine Zustimmung für ein langfristiges Engagement von Manager Rolf Rüssmann.
Der Klinikbesitzer Günter Eichberg wird mit einer überwältigenden Mehrheit ins Präsidentenamt gewählt. Es beginnt die Ära des „Sonnenkönigs“.
Eichberg gründet die Schalke 04 Marketing GmbH. Er ist alleiniger Gesellschafter, sein neuer Geschäftsstellenleiter Dr. Heinz-Helmut Wehrmann ist Geschäftsführer.
Helmut Kremers wird neuer Manager, Eichbergs Wunschkandidat Peter Neururer wird Trainer. Mit ihm hält der Verein die Klasse.
Mit Alexandr Borodjuk und Wladimir Ljuty kauft Schalke als erster deutscher Club Spieler aus der damaligen UdSSR. Am Ende der Saison liegt die Mannschaft auf Platz fünf.
Eichberg schmeißt Trainer Peter Neururer raus und verpflichtet Aleksandar Ristic. Der Aufstieg wird drei Spieltage vor Ende durch einen 2:1-Sieg gegen Fortuna Köln geschafft.
Günter Netzer, bis dahin einige Wochen als Berater Günter Eichbergs tätig, löst Kremers als Manager des Vereins ab. Netzer geht als „Telefonmanager“ in die Schalker Geschichte ein. „Auf Schalke“ lässt er sich nur selten sehen.
Schalke trennt sich von Manager Günter Netzer und einen Tag später auch von Trainer Aleksandar Ristic. Wieder einmal sitzt Klaus Fischer auf der Schalker Trainerbank.
Udo Lattek wird zur Überraschung aller neuer Trainer der Knappen. Fischer wird die Amateurmannschaft zugewiesen.