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eines Substantivs

  • 1 Gelegenheit

    Gelegenheit, opportunitas (der Zeitpunkt, der einen glücklichen Erfolg verspricht). – occasio (die sich oft unvermutet oder plötzlich darbietende Möglichkeit, etwas zu unternehmen od. auszuführen). – locus (Ort, übtr. auch Zeit u. Verhältnisse, die sich als Gelegenheit darbieten). – casus (die sich darbietende zufällige Gelegenheit, der sich darbietende Fall zu etwas). – potestas. facultas. copia (alle drei = die Füglichkeit zur Unternehmung od. Ausführung von etwas, aber mit dem Untersch., daß pot. = die Erlaubnis, Macht etc., etwas zu tun, fac. u. copia = die gebotene Möglichkeit, Tunlichkeit). – aditus (eig. der Zutritt zu jmd. oder etwas, dann die Gelegenheit, sich denselben zu [1047] verschaffen, zu erlangen). – ansa (eig. die Handhabe; bildl. = der Anhalt, Anhaltspunkt, um zu etw. Gelegenheit, Veranlassung zu nehmen, in der Verbindung ansam dare od. praeberealcis rei od. ad alqd). – causa (die Ursache, Veranlassung, die man zu etwas hat od. findet). – Alle die angegebenen Wörter nehmen zur Ergänzung den Genet. eines Substantivs od. Gerundiums zu sich, opportunitas, occasio, aditus u. ansa aber auch ad mit einem Gerundium od. dem Partizip. Fut. Passivi. – eine gute, günstige, bequeme G., locus opportunus. loci opportunitas (dem Orte nach); opportunitas idonea. occasio commoda etidonea. occasio bona, optata. temporis opportunitas. tempus opportunum. auch bl. occasio. opportunitas. tempus (der Zeit nach; auf tempus est folgt gewöhnlich der Infinitiv): eine günstige G., zur See zu entkommen, fuga et maritima opportunitas. – bei od. mit G., per occasionem; occasione datā od. oblatā; si occasio fuerit oder tulerit: bei dieser G., hoc loco: bei drei G., tribus locis: bei jeder G., bei allen Gelegenheiten, omnioccasione; quotiescumque potestas od. oc- casio data est; in omni sermone (bei jedem Gespräch, z.B. alqm appellare sapientem): jmdm. bei jeder G. dienen, alci nullo locodeesse. – bei od. mit erster bester G., ut primum occasio od. potestas data est od. erit;primā quāque occasione: primo quoquetempore (in der ersten Zeit, die nur möglich ist, sobald als möglich): bei der ersten günstigen G., ubi primum opportunum est od. fuit od. erit: mit erster G. zur See zu gehen, quaeprima navigandi facultas data erit: mit erster bester G. zur See gehen, abire quālibetoccasione. – bei G. einer Sache, in mit Abl. (bei etwas, z.B. in secessione populi: u. inmorte matris). – bei G. eines nächtlichen Ausfalls aus der Stadt, ex oppido noctu eruptione factā (z.B. in tabernaculo interfectus est). – durch G.! (als Aufschrift eines Briefes), nactus occasionem haec scripsi. – die G. erwarten, occasioni imminere: nicht erst eine Gelegenheit erwarten, non occasionis tarditatem exspectare: eine G. suchen, occasionem quaerere od. circumspicere od. captare: eine (günstige) G. erspähen, zu ersehen suchen, tempori insidiari: G. zu etwas suchen, alqd quaerere (übh. etwas zu erhalten, zu bewirken suchen, z.B. bellum): G. finden, occasionem reperire (z.B. non facile postea): G. zu etwas finden, alcis rei od. alqd faciendicausam reperire (Ursache, Veranlassung zu etwas finden, z.B. bellandi): eine G. ergreifen, occasionem amplecti (z.B. avidissime); mit beiden Händen, occasionem arripere: jede G. mit beiden Händen ergreifen, arripere facultatem alqd faciendi, quaecumquedatur: einer G. sich bedienen, eine G. benutzen, nicht versäumen, opportunitate od. occasione uti;occasioni non deesse: G. nehmen, zu etc., coepisse mit Infin. (z.B. wie ich oben zu bemerken G. genommen habe, ut coepi dicere): jmdm. eine G. geben, verschaffen, alci occasionem dare, praebere, zu etwas, alcis rei od. ad alqd faciendum; alci potestatem od. copiam dare od. facere alcis rei; alci facultatem [1048] dare alcis rei; alci ansam dare od. praebere alcis rei od. ad alqd faciendum (z.B. reprehensionis od. ad reprehendendum): G. zum Verdacht geben, locum dare suspicioni (d. i. ihm Raum verschaffen): G. haben, occasionem od. opportunitatem habere: es bietet sich G. dar, ich habe G. zu etwas, occasio mihi est od. occasio data est alqd faciendi; occasio offertur ad alqd faciendum; potestas od. facultas od. copia alcis rei mihi data od. facta est; aditum habeo alcis rei od. faciendi alqd (z.B. wenn ich eine G. haben werde, mit ihm zu reden, si qui mihi erit aditus cum eo agendi): sobald sich G. darbietet, ut primum occasio od. potestas datur; primā quāque occasione (mit jeder ersten G. = sobald als möglich). – die G. kommt nicht wieder, non facile occasionem postea reperiemus (wir werden nicht leicht später G. finden); nullum erit tempus hoc amisso (es wird kein günstiger Zeitpunkt wiederkommen, wenn man diesen versäumt). – In vielen Fällen, wo »Gelegenheit« nur = »Umstand, zufällige Veranlassung«, bezeichnen es die Lateiner durch das allgemeine res, z.B. bei dieser G. bewährte er seine Klugheit, hac in re prudentiam suam probavit.

    deutsch-lateinisches > Gelegenheit

  • 2 bisschen

    I Adj.: ein bisschen a (little) bit of; a little; bei Flüssigkeiten: auch a drop of; ein kleines bisschen a tiny bit, just a little (bit); das bisschen Geld, das sie hat what little money she has; wegen dem bisschen Dreck hat sie sich aufgeregt? she got upset about a bit of dirt?; kein bisschen Geld etc. no money etc. at all; sie hatte kein bisschen Angst she wasn’t scared at all
    II Adv.: ein bisschen a bit; slightly; kein bisschen not a bit; kein bisschen müde not (in) the least bit tired, not tired at all; ein bisschen viel a bit ( oder little) (too) much; das ist ein bisschen zu viel verlangt that’s asking a bit much; wenn du ein bisschen wartest if you wait a while ( oder hang on a bit umg.); ein bisschen schneller! a bit ( oder little) faster, (mach schnell) get a move on! umg.; ach du liebes bisschen! umg. goodness (me)!, good grief!
    * * *
    das Bisschen
    bit
    * * *
    bịss|chen ['bɪsçən]
    1. adj inv

    ein bisschen Geld/Liebe/Wärme — a bit of or a little money/love/warmth

    ein bisschen Milch/Wasser — a drop or bit of milk/water, a little milk/water

    ein klein bisschen... — a little bit/drop of...

    kein bisschen... — not one (little) bit/not a drop of...

    das bisschen Geld/Whisky — that little bit of money/drop of whisky

    2. adv

    ein bisschen — a bit, a little

    ein bisschen mehr/viel/teuer etc — a bit more/much/expensive etc

    3. nt inv

    ein bisschen — a bit, a little; (von Flüssigkeit) a drop, a little

    ein ganz bisschen (inf) — just a tiny bit/drop

    See:
    → lieb
    * * *
    biss·chenRR, biß·chenALT
    [ˈbɪsçən]
    ▪ ein \bisschen... a bit of..., some...
    kann ich noch ein \bisschen Milch haben? can I have another drop of [or a drop more] milk?
    ich habe ein \bisschen Ärger im Büro gehabt! I've had a bit of bother at the office
    ▪ kein \bisschen... not one [little] bit of...
    du hast aber auch kein \bisschen Verständnis für meine schwierige Situation you haven't got a scrap of sympathy for the awkward situation I'm in
    ich habe kein \bisschen Geld I'm penniless
    ich habe im Moment kein \bisschen Zeit! I haven't got a minute to spare at the moment!
    ▪ das \bisschen... the little bit of...
    das \bisschen Geld, das ich habe, brauche ich selber I need what money I have myself
    mit dem \bisschen Gehalt kann man in München keine großen Sprünge machen this salary won't get you far in Munich!
    ▪ ein \bisschen... a bit [or little]
    das war ein \bisschen dumm von ihr! that was a little stupid of her!; + komp
    darf's ein \bisschen mehr Käse sein, die Dame? would Madam like a little more cheese?
    ich würde an deiner Stelle ein \bisschen weniger arbeiten! if I were you, I'd work a little less
    ▪ kein \bisschen... not the slightest bit...
    es ist kein \bisschen teurer! it's not a bit more expensive!
    sie war kein \bisschen schlechter als er she was no worse than him in the slightest
    ▪ ein \bisschen a bit [or little]
    wenn man nur so ein \bisschen verdient wie ich! when one earns as little as I do!
    für so ein \bisschen wollen die 1.000 Euro! they want 1,000 euros for a little bit like that!
    von so einem \bisschen wirst du doch nicht satt a little portion like that won't fill you up
    nimmst du Milch in den Kaffee? — ja, aber nur ein \bisschen do you take milk with your coffee? — yes, but just a drop
    ▪ das \bisschen the little
    drei Eier, zwei Semmeln, etwas Butter— und für das \bisschen wollen die 10 Euro? three eggs, two rolls and some butter — and they want ten euros for these few items!
    ein klein \bisschen (fam) a little bit
    * * *
    1.
    indeklinabeles Indefinitpronomen adjektivisch

    ein bisschen Geld/Brot/Milch/Wasser — a bit of or a little money/bread/a drop of or a little milk/water

    ein/kein bisschen Angst haben — be a bit/not a bit frightened

    2.

    ein/kein bisschen — a bit or a little/not a or one bit

    ein bisschen zu viel/mehr — a bit too much/a bit more

    3.

    ein bisschen — a bit; a little; (bei Flüssigkeiten) a drop; a little

    von dem bisschen werde ich nicht satt — that little bit/drop won't fill me up

    das/kein bisschen — the little [bit]/not a or one bit

    * * *
    A. adj:
    ein bisschen a (little) bit of; a little; bei Flüssigkeiten: auch a drop of;
    ein kleines bisschen a tiny bit, just a little (bit);
    das bisschen Geld, das sie hat what little money she has;
    wegen dem bisschen Dreck hat sie sich aufgeregt? she got upset about a bit of dirt?;
    kein bisschen Geld etc no money etc at all;
    sie hatte kein bisschen Angst she wasn’t scared at all
    B. adv:
    ein bisschen a bit; slightly;
    kein bisschen not a bit;
    kein bisschen müde not (in) the least bit tired, not tired at all;
    ein bisschen viel a bit ( oder little) (too) much;
    das ist ein bisschen zu viel verlangt that’s asking a bit much;
    wenn du ein bisschen wartest if you wait a while ( oder hang on a bit umg);
    ein bisschen schneller! a bit ( oder little) faster, (mach schnell) get a move on! umg;
    ach du liebes bisschen! umg goodness (me)!, good grief!
    * * *
    1.
    indeklinabeles Indefinitpronomen adjektivisch

    ein bisschen Geld/Brot/Milch/Wasser — a bit of or a little money/bread/a drop of or a little milk/water

    ein/kein bisschen Angst haben — be a bit/not a bit frightened

    2.

    ein/kein bisschen — a bit or a little/not a or one bit

    ein bisschen zu viel/mehr — a bit too much/a bit more

    3.

    ein bisschen — a bit; a little; (bei Flüssigkeiten) a drop; a little

    von dem bisschen werde ich nicht satt — that little bit/drop won't fill me up

    das/kein bisschen — the little [bit]/not a or one bit

    * * *
    n.
    whit n.

    Deutsch-Englisch Wörterbuch > bisschen

  • 3 bißchen

    (a small amount: Can I borrow a spot of sugar?) spot
    * * *
    biss·chenRR, biß·chenALT
    [ˈbɪsçən]
    ▪ ein \bißchen... a bit of..., some...
    kann ich noch ein \bißchen Milch haben? can I have another drop of [or a drop more] milk?
    ich habe ein \bißchen Ärger im Büro gehabt! I've had a bit of bother at the office
    ▪ kein \bißchen... not one [little] bit of...
    du hast aber auch kein \bißchen Verständnis für meine schwierige Situation you haven't got a scrap of sympathy for the awkward situation I'm in
    ich habe kein \bißchen Geld I'm penniless
    ich habe im Moment kein \bißchen Zeit! I haven't got a minute to spare at the moment!
    ▪ das \bißchen... the little bit of...
    das \bißchen Geld, das ich habe, brauche ich selber I need what money I have myself
    mit dem \bißchen Gehalt kann man in München keine großen Sprünge machen this salary won't get you far in Munich!
    ▪ ein \bißchen... a bit [or little]
    das war ein \bißchen dumm von ihr! that was a little stupid of her!; + komp
    darf's ein \bißchen mehr Käse sein, die Dame? would Madam like a little more cheese?
    ich würde an deiner Stelle ein \bißchen weniger arbeiten! if I were you, I'd work a little less
    ▪ kein \bißchen... not the slightest bit...
    es ist kein \bißchen teurer! it's not a bit more expensive!
    sie war kein \bißchen schlechter als er she was no worse than him in the slightest
    ▪ ein \bißchen a bit [or little]
    wenn man nur so ein \bißchen verdient wie ich! when one earns as little as I do!
    für so ein \bißchen wollen die 1.000 Euro! they want 1,000 euros for a little bit like that!
    von so einem \bißchen wirst du doch nicht satt a little portion like that won't fill you up
    nimmst du Milch in den Kaffee? — ja, aber nur ein \bißchen do you take milk with your coffee? — yes, but just a drop
    ▪ das \bißchen the little
    drei Eier, zwei Semmeln, etwas Butter— und für das \bißchen wollen die 10 Euro? three eggs, two rolls and some butter — and they want ten euros for these few items!
    ein klein \bißchen (fam) a little bit

    Deutsch-Englisch Wörterbuch > bißchen

  • 4 bisschen

    biss·chenRR, biß·chen ALT [ʼbɪsçən] pron
    ein \bisschen... a bit of..., some...;
    kann ich noch ein \bisschen Milch haben? can I have another drop of [or a drop more] milk?;
    ich habe ein \bisschen Ärger im Büro gehabt! I've had a bit of bother at the office;
    kein \bisschen... not one [little] bit of...;
    du hast aber auch kein \bisschen Verständnis für meine schwierige Situation you haven't got a scrap of sympathy for the awkward situation I'm in;
    ich habe kein \bisschen Geld I'm penniless;
    ich habe im Moment kein \bisschen Zeit! I haven't got a minute to spare at the moment!;
    das \bisschen... the little bit of...;
    das \bisschen Geld, das ich habe, brauche ich selber I need what money I have myself;
    mit dem \bisschen Gehalt kann man in München keine großen Sprünge machen this salary won't get you far in Munich!
    ein \bisschen... a bit [or little];
    das war ein \bisschen dumm von ihr! that was a little stupid of her! + comp
    darf's ein \bisschen mehr Käse sein, die Dame? would Madam like a little more cheese?;
    ich würde an deiner Stelle ein \bisschen weniger arbeiten! if I were you, I'd work a little less;
    kein \bisschen... not the slightest bit...;
    es ist kein \bisschen teurer! it's not a bit more expensive!;
    sie war kein \bisschen schlechter als er she was no worse than him in the slightest
    ein \bisschen a bit [or little];
    wenn man nur so ein \bisschen verdient wie ich! when one earns as little as I do!;
    für so ein \bisschen wollen die 1.000 Euro! they want 1,000 euros for a little bit like that!;
    von so einem \bisschen wirst du doch nicht satt a little portion like that won't fill you up;
    nimmst du Milch in den Kaffee? - ja, aber nur ein \bisschen do you take milk with your coffee? - yes, but just a drop;
    das \bisschen the little;
    drei Eier, zwei Semmeln, etwas Butter- und für das \bisschen wollen die zehn Euro? three eggs, two rolls and some butter - and they want ten euros for these few items!;
    ein klein \bisschen ( fam) a little bit

    Deutsch-Englisch Wörterbuch für Studenten > bisschen

  • 5 bißchen

    biss·chenRR, biß·chen ALT [ʼbɪsçən] pron
    ein \bißchen... a bit of..., some...;
    kann ich noch ein \bißchen Milch haben? can I have another drop of [or a drop more] milk?;
    ich habe ein \bißchen Ärger im Büro gehabt! I've had a bit of bother at the office;
    kein \bißchen... not one [little] bit of...;
    du hast aber auch kein \bißchen Verständnis für meine schwierige Situation you haven't got a scrap of sympathy for the awkward situation I'm in;
    ich habe kein \bißchen Geld I'm penniless;
    ich habe im Moment kein \bißchen Zeit! I haven't got a minute to spare at the moment!;
    das \bißchen... the little bit of...;
    das \bißchen Geld, das ich habe, brauche ich selber I need what money I have myself;
    mit dem \bißchen Gehalt kann man in München keine großen Sprünge machen this salary won't get you far in Munich!
    ein \bißchen... a bit [or little];
    das war ein \bißchen dumm von ihr! that was a little stupid of her! + comp
    darf's ein \bißchen mehr Käse sein, die Dame? would Madam like a little more cheese?;
    ich würde an deiner Stelle ein \bißchen weniger arbeiten! if I were you, I'd work a little less;
    kein \bißchen... not the slightest bit...;
    es ist kein \bißchen teurer! it's not a bit more expensive!;
    sie war kein \bißchen schlechter als er she was no worse than him in the slightest
    ein \bißchen a bit [or little];
    wenn man nur so ein \bißchen verdient wie ich! when one earns as little as I do!;
    für so ein \bißchen wollen die 1.000 Euro! they want 1,000 euros for a little bit like that!;
    von so einem \bißchen wirst du doch nicht satt a little portion like that won't fill you up;
    nimmst du Milch in den Kaffee? - ja, aber nur ein \bißchen do you take milk with your coffee? - yes, but just a drop;
    das \bißchen the little;
    drei Eier, zwei Semmeln, etwas Butter- und für das \bißchen wollen die zehn Euro? three eggs, two rolls and some butter - and they want ten euros for these few items!;
    ein klein \bißchen ( fam) a little bit

    Deutsch-Englisch Wörterbuch für Studenten > bißchen

  • 6 nachher

    nachher, post. postea. posthac (zur Bezeichnung der Folge in der Zeit übh.). – deinde od. dein. exinde oder exin. inde (zur Bezeichnung der Aufeinanderfolge zweier Handlungen in der Zeit, unser »hernach, darauf« z.B. eodem impetu altera castra sunt adorti: deinde od. inde tertia et quarta: u. per eos dies consules creati P. Licinius Crassus, C. Livius Drusus: praetores exinde facti etc.). – mox (bald nachher, zunächst, gibt die Zeit an, wann etwas geschehen soll, Ggstz. nunc, z.B. de numero mox, nunc de sono). – postmodo (späterhin, zur Bezeichnung der spätern Zeit im Gegensatzzur Gegenwart, Ggstz in praesentia). – Wenn sich »nachher« auf die Handlung des vorhergehenden Satzes bezieht, so drücken es die Lateiner gern durch das aus dem vorigen Satz wiederholte Verbum im Partizip aus, z.B. die Räuber nahmen den Remus gefangen und übergaben ihn nachher dem Amulius, latrones Remum ceperunt et captum Amulio tradiderunt. – Im Anfang eines Satzes, der in bezug auf eine vorhergegangene Handlung mit »nachher« beginnt, kann dieses auch durch quo facto (nachdem dieses geschehen) wiedergegeben werden. – unmittelbar n., deinde deinceps; postea deinceps: kurz od. bald n., paulo post oder post paulo. non ita multo post (nicht gar lange darauf); mox (in kurzem, sogleich): lange n., multo post: einige Zeit n., post aliquod temporis spatium: eine geraume, ziemliche Zeit n., aliquanto post; post aliquanto: ein Jahr n., anno post; post annum; drei Jahre n., post tres annos; tribus annis post; post tertium annum; tertio anno post; auch bl. tertio anno. – (soundso viel Zeit) nachher, als etc., wird im Latein. ausgedrückt: a) durch postquam, entweder zusammen od. getrennt, z.B. drei Jahre n., als er gekommen war, tribus annis oder tertio anno postquam venerat; post tres annos oder post tertium annum quam venerat. – b) durch cum (da, zu der Zeit als), z.B. ich erwartete ihn drei Tage n., als ich diesen Brief schrieb, eum triduo, cum has litteras dabam, exspectabam. – c) durch den Ablat. des Pronom. relat., der sich an den vorhergehenden Ablat. anschließt, z.B. vier Tage n., als Roscius getötet worden war, quatriduo, quo Roscius occisus est. – d) durch post m. folg. Akk. eines Substantivs und vorhergehendem Ablat. der Zeit, z.B. drei Jahre nachher, als er gekommen war, tertio anno post eius adventum. – zuerst... nachher (hernach)... zuletzt, prius... deinde... extremo; zuerst... zunächst... nachher (hernach), principio... proximo... deinde. – nachher wie vorher (nach wie vor), pariter (auf gleiche Weise, s. Liv. 22, 15, 1: Fabius... pariter prius ab aliis invictum animum praestat); od. durch pergere od. perseverare mit Infin. (z.B. Hor. carm. 2, 18, 16: novae pergunt interire lunae, gehen nachher wie vorher [nach wie vor] unter; Caes. b. c. 3, 37. 2: ille a vallo non discedere perseveravit, blieb nachher wie vorher [nach wie vor] beim Walle.]

    deutsch-lateinisches > nachher

  • 7 Flexion

    Flexion
    Flexib8b49fd9o/b8b49fd9n [flε'ks6cbf8257i/6cbf8257o:n] <-, -en>
    eines Substantivs, Adjektivs déclinaison Feminin; eines Verbs conjugaison Feminin

    Deutsch-Französisch Wörterbuch > Flexion

  • 8 Flexion

    Flexion [flɛ'ksi̯o:n] <-, -en> f
    ling ( als Oberbegriff) fleksja f, odmiana f; eines Substantivs, Adjektivs deklinacja f; eines Verbs koniugacja f

    Neue deutsche Polnisch-Deutsch > Flexion

  • 9 allemal

    allemal, semper. omni tempore. usque quaque. numquam non (zu jeder Zeit). – certe. haud dubie (als Versicherungspartikel bei Behauptungen). – Ost steht »allemal« im Deutschen bloß um die Wiederholung einer Handlung anzuzeigen, bes. in dem Falle, wenn wir den Plural eines Substantivs nicht bilden können; dann wird es im Lateinischen ausgedrückt: a) durch den Plur. des Subst.; z. B. von der Ankunft des Archias wurde a. so viel gesprochen, daß etc., Archiae adventus sie celebrabantur, ut etc. – b) durch omnis; z. B. die Liebe fürchtet a., omnis veretur amor. – c) durch quisque (jeder ohne Ausnahme), u. zwar α) bei den Ordinalzahlen, z. B. allem. im fünften Jahre, quinto quoque. anno: a. beim dritten Worte, tertio quoque verbo. – β) bei den Superlativen, z. B. das Neueste ist nicht a. das Beste, recentissima quaeque non sunt optima. – γ) in Relativsätzen, z. B. steht das, was a. in jedem Falle geschehen wird, fest, si certum est, quid quaque de re quoque tempore futurum sit. – d) durch die Distributiva, wenn im Deutschen bei »allemal« die Kardinalzahlen stehen, z. B. allem. zehn bis zwölf haben eine Frau gemeinschaftlich, uxores habent deni duodenique inter se communes. – e) durch mihi mos est mit Genet. Gerundii (es ist meine Sitte zu etc.), z. B. hierauf seien sie a. auseinander gegangen, quibus peractis morem sibi discedendi fuisse. – allemal wenn, quoties (sooft). – quotiescumque (sooft nur). – allem. wenn einer; quoties quisque; cum quispiam; ut quisque (mit extemplo, protinus, statim, tum denique ita im Nachsatze).

    deutsch-lateinisches > allemal

  • 10 Человек с большой буквы

    (M. Горький. В. И. Ленин - 1924 г.) Wörtlich: "Ein Mensch, groß geschrieben", d. h. ein Mensch, vor dem man den Hut ziehen muss (M. Gorki. W. I. Lenin). Die Großschreibung eines Substantivs ist im Russischen ein Mittel zu dessen Hervorhebung. Indem also Gorki in seinen Erinnerungen Lenin mit den Worten Челове́к с большо́й бу́квы bezeichnet, drückt er seine höchste Achtung für ihn aus. Der Ausdruck wird als Bezeichnung für eine hervorragende Persönlichkeit von hohen menschlichen Eigenschaften verwendet, dessen Wirken bei seinen Zeitgenossen Bewunderung hervorruft.

    Русско-немецкий словарь крылатых слов > Человек с большой буквы

  • 11 possessive

    adjective
    1) (jealously retaining possession) besitzergreifend

    be possessive about or towards somebody — an jemanden Besitzansprüche stellen

    2) (Ling.) possessiv

    possessive adjective — Possessivadjektiv, das

    possessive pronoun — Possessivpronomen, das

    * * *
    [-siv]
    1) (showing that someone or something possesses an object etc: `Yours', `mine', `his', `hers', `theirs' are possessive pronouns; `your', `my', `his', `their' are possessive adjectives.) possessiv
    2) (acting as though things and people are one's personal possessions: a possessive mother.) besitzgierig
    * * *
    pos·ses·sive
    [pəˈzesɪv]
    1. (not sharing) eigen
    he's a bit \possessive about his clothes was seine Kleidung angeht, ist er etwas eigen
    2. (jealous) besitzergreifend
    ▪ to be \possessive towards [or about] sb:
    he's very \possessive towards his wife was seine Frau angeht, ist er sehr besitzergreifend
    3. LING (showing possession) besitzanzeigend, possessiv fachspr
    the \possessive singular of a noun der Genitiv Singular eines Substantivs
    * * *
    [pə'zesɪv]
    1. adj
    (towards belongings) eigen; mother, boyfriend, love, manner etc besitzergreifend; streak besitzergreifend, habgierig

    to be possessive toward(s) sb — an jdn Besitzansprüche stellen

    2. n
    (GRAM: pronoun, adjective) Possessiv(um) nt
    * * *
    possessive [pəˈzesıv]
    A adj (adv possessively)
    1. Besitz…
    2. besitzgierig:
    possessive instinct Besitztrieb m, -streben n
    3. besitzergreifend (Mutter):
    possessive wife auch krankhaft eifersüchtige (Ehe)Frau;
    possessive love selbstsüchtige oder tyrannische Liebe
    4. LING possessiv:
    possessive adjective Possessivadjektiv n;
    possessive case → B b;
    B s LING
    a) Possessiv(um) n, Possessivpronomen n, besitzanzeigendes Fürwort
    b) Genitiv m, zweiter Fall
    poss. abk
    2. LING possessive Poss.-…
    3. possible mögl.
    4. possibly viell.
    * * *
    adjective

    be possessive about or towards somebody — an jemanden Besitzansprüche stellen

    2) (Ling.) possessiv

    possessive adjective — Possessivadjektiv, das

    possessive pronoun — Possessivpronomen, das

    * * *
    adj.
    besitzanzeigend adj.

    English-german dictionary > possessive

  • 12 possessive

    pos·ses·sive [pəʼzesɪv] adj
    1) ( not sharing) eigen;
    he's a bit \possessive about his clothes was seine Kleidung angeht, ist er etwas eigen
    2) ( jealous) besitzergreifend;
    to be \possessive towards [or about] sb;
    he's very \possessive towards his wife was seine Frau angeht, ist er sehr besitzergreifend
    3) ling ( showing possession) besitzanzeigend, possessiv fachspr;
    the \possessive singular of a noun der Genitiv Singular eines Substantivs

    English-German students dictionary > possessive

  • 13 Attribut

    n
    2) GRAMM attribut m
    Attribut
    Attrib184d30bau/184d30bat [atri'bu:t] <-[e]s, -e>
    1 (gehobener Sprachgebrauch: Eigenschaft) particularité Feminin

    Deutsch-Französisch Wörterbuch > Attribut

  • 14 Attribut

    Attribut [atri'bu:t] <-[e]s, -e> nt
    1) (geh: Eigenschaft) atrybut m, właściwość f, cecha f
    2) ling eines Substantivs przydawka f

    Neue deutsche Polnisch-Deutsch > Attribut

  • 15 ein, eine, ein

    ein, eine, ein u. einer, eine, eines (eins), I) im allg.: A) als Artikel, und zwar: a) als unbestimmter. Hier steht es entweder vor einem Substantiv und bleibt im Latein. unübersetzt, z.B. Krassus ein vortrefflicher Redner, Crassus orator optimus. – oder es ist mit einem Subjekte oder Objekte verbunden, dessen Vorhandensein zwar angedeutet, aber durch keine bestimmenden Merkmale auf einen einzelnen Gegenstand bezogen werden soll. Hier ste ht im Latein. aliquis, z.B. in der Erklärung einer Sache, in definitione alicuius rei (wogegen in def. rei heißen würde: des bereits besprochenen oder noch zu besprechenden Gegenstandes). – Wird aber durch »ein« angedeutet, daß ein bestimmtes, obgleich nicht [663] genanntes Individuum aus einer unbestimmten Menge genannt sei, dessen Namen man entweder als bekannt voraussetzt oder nicht angeben kann, so bezeichnen dieses die Lateiner durch quidam (ein gewisser), z.B. ein Kollege, collega quidam (verschieden von quidam de od. ex collegis, s. unten no. II, A). – Ebenso steht im Latein. quidam für »ein« bei Substantiven, die einen Gegenstand in gewissen Lagen u. Verhältnissen befindlich angeben, z.B. ein Gastfreund mit Namen Kamelus, hospes quidam nomine Camelus: Fabius, ein Päligner, Fabius, Paelignus quidam. – Steht der unbestim mte Artikel »ein« bei einem Substantiv im Genetiv, so wird oft statt des Genetivs des Substantivs das dem Substantiv entsprechende Adjektiv genommen, z.B. die Würde eines Konsuls, consularis dignitas: das Gefolge eines Prätors, praetoria turba: das leichtfertige Treiben eines Demagogen, popularis levitas. – ein jeder, unus quisque. – b) als auszeichnender Artikel, z.B. ein Plato etc. Hier setzen die Lateiner entweder das hervorhebende ille, z.B. ein Alexander der Große, Magnus ille Alexander. – od. den Plural des dabeistehenden Substantivs, wir wollen einen Paulus, Kato, Gallus hernennen, numeremus Paulos, Catones, Gallos.

    B) als Zahlwort: unus. – ein und (zwanzig, -ste), unus et od. unet (viginti, vigesimus). – Bei Zeit- und (wiewohl seltener) bei Maßbestimmungen wird, wenn »ein« nicht im Gegensatz zu einer Mehrheit gedacht wird, unus im Latein. gew. weggelassen, z.B. vor einem Jahre, ante annum: jmd. ein Jahr betrauern. annum lugere alqm: nicht mehr als ein Scheffel, non plus modio.

    II) insbes.: A) zur Angabe eines unbestimmten Individuums aus einer bestimmten Menge = einiger etc., jemand etc.: aliquis. unus aliquis u. aliquis unus (dieses zur nachdrücklichern Bezeichnung, daß dieses unbestimmte Individuum wirklich nur »eins« gewesen sei), z.B. einer von euch, aliquis ex vobis: einer von den frühern Königen, aliquis priorum regum: einer von den Deinigen, unus aliquis ex tuis: einer von der Partei, vir factionis. – Ist »einer« = ein gewisser, bestimmter, den ich aber nicht kennen kann od. mag, so steht quidam, z.B. einer von den Kollegen, quidam de od. ex collegis. – Ist dagegen »einer, einer oder der andere« = irgend einer, d. h. bezeichnet es aus einer unbestimmten Menge ein unbestimmtes Individuum, gleichviel welches, so steht aliquis (adjekt. u. subst.) od. quispiam, z.B. es möchte etwa einer (einer oder der andere) sagen, dixerit hic aliquis; fortasse quispiam dixerit. – Hat »einer« einen verallgemeinernden Sinn, so steht quisque (ein jeder), z.B. von den Gefangenen wurde, je nachdem einer Freier oder Sklave war, jeder seinem Stande gemäß hingerichtet, de captivis, ut quisque liber aut servus esset, suae fortunae a quoque supplicium sumptum est. – / a) Nach den Partikeln si, nisi, ne, num, quando, ubi u. übh. in Bedingungssätzen auch ohne die Konjunktion muß quis statt aliquis od. quispiam stehen, z.B. wenn einmal einer falsch geschworen hat, [664] dem darf man nachher nicht glauben, ubi semel quis peieraverit, ei postea credi non oportet. – b) In negativen Sätzen und in Sätzen, in denen ein negativer Sinn enthalten ist, wird »(irgend) einer« durch quisquam (subst.) u. ullus (adjekt.) ausgedrückt, z.B. ist einer unter allen Sterblichen, über den du besser denkst? estne quisquam omnium mortalium, de quo melius existimes tu?; ist wohl eine Sache so viel wert oder ein Vorteil so wünschenswert, daß etc., an est ulla res tanti aut commodum ullum tam expetendum, ut etc. – ebensogut... wie (irgend) einer, tam... q uam qui maxime, z.B. ich bin ein Patriot wie einer, tam sum amicus rei publicae, quam qui maxime.

    B) zur Hervorhebung des einen, im Gegensatz zu zweien und mehreren, ein: unus (steht auch für unicus u. idem u. muß notwendig bei Substantiven stehen, die nur im Plur. gebräuchlich sind). – unicus (nur einer. ein einziger, einer u. kein zweiter). – idem (einer zugleich, wenn auf dasselbe Subjekt mehrere Handlungen oder Zustände bezogen werden). – alter (der andere, wenn von Pers. od. Dingen die Rede ist, die nur doppelt vorhanden sind, z.B. an dem einen Fuße lahm, altero pede claudus). – singuli (je einer, allemal einer, z.B. er wählte aus jeder Tribus einen Augur, ex singulis tribubus singulos cooptavit augures). – eins werden aus mehreren, unum fieri ex pluribus: mich beunruhigt das eine, daß etc., me una haec res torquet, quod etc.: die Götter haben einem Manne nicht alles verliehen, non omnia eidemdei dederunt. – mit einem Worte, s. Wort: in einem fort, s. immerdar, immerfort. – nicht einer, ne unus quidem. non ullus. nemounus (nicht ein einziger); non unus. unus etalter item. non nemo (nicht einer, sondern mehrere, gar mancher): nicht einer von uns, nemo de nobis unus: nicht einer von ihnen, ii nulli. – niemals einer (d. i. keiner je), numquam ullus. – der eine von beiden, alter (bestimmt welcher, auch mit Genet., z.B. alterconsulum): einer von beiden, alteruter (unbestimmt welcher, auch mit Gene t., z.B. der eine von uns beiden, alteruter nostrûm). – der eine, die einen von mehreren, unus. uni mit Genet. (z.B. Gallia est divisa in partestres, quarum unam incolunt Belgae, alteram Aquitani, tertiam qui etc.; u. tria Graecorum sunt genera, quorum uni sunt Athenienses). – einer u. der andere, unus et alter. unus alterque (zwei zusammen); non nemo. unus et item alter (mehrere, gar mancher). – einer nach dem andern, aliuspost alium. alius ex alio. alii super alios.alius atque alius. alius subinde (übh.); singuli deinceps (die einzelnen der Reihe nach); alternis (von zweien, abwechf eind, z.B. singen, alternis [sc. versibus] dicere; alternis versibus contendere); primus quisque (allemal der erste, der sich darbietet, z.B. primum quidque explicemus [eins nach dem andern]). – einer um den andern, alter quisque (jeder andere od. zweite, jedesmal der andere od. zweite); alterni. alternus quisq ue (abwechselnd bald der, bald jener); tertius [665] quisque (allemal der dritte, so daß einer zwischen dem ersten u. dritten ausfällt), z.B. ein Jahr ums andere, alterno quoque anno; alternis annis; tertio quoque anno. – einer wie der andere, uterque pariter. ambo pariter (beide zugleich). – der eine... der andere, alter (selten unus)... alter; hic... ille (dieser... jener); prior... posterior (der frühere... der letztere od. spätere). – die einen... die andern, alii... alii: alii... pars oder partim); pars... alii; quidam... alii. – die einen... die andern... wieder andere, alii... alii (od. partim)... alii. – einer... dem od. den andern, alter alteri od. alterum (von zweien); alius alii od. alium (von mehreren; z.B. einer hilft dem andern, alter alterum od. alius alium adiuvat); inter se (unter sich, sich untereinander, z.B. einer fürchtet den andern, timent inter se; s. »einander« mehr Beispiele). – Wird aber »ander« auf ein Substantiv bezogen, so wird im Lateinischen dieses wiederholt, z.B. aus einem Hause in das andere ziehen, ex domo in domum migrare; ein Bürger gehorcht dem andern, civis civi paret. – das eine Mal (in dem einen Falle). das andere Mal (in dem andern Falle), alias... alias. – der eine dieses... der andere jenes, alius aliud; alii alia: der eine so, der andere anders, alius aliter; alii sie, alii secus: der eine hier, der andere dort, alius alibi: der eine dahin, der andere dorthin. alius alio: das eine Mal so, das andere Mal anders, aliud alias: dem einen droht Gefahr von dieser Seite, dem andern von jener Seite, aliis aliunde periculum est: der eine durch den, der andere durch jenen Zufall, alius alio casu. – Wenn das deutsche »einer« auf ein vorhergenanntes Substantiv zurückweist, so ist es unus (im Gegensatz zu zweien oder mehreren) od. aliquis (wenn es unbestimmt bleibt), z.B. es waren mehrere Elefanten da; hast du einen gesehen? plures aderant elephanti; num unum vidisti?: hier sind deine Bücher; hast du eins davon gelesen? hic sunt tui libri; num aliquem ex iis legisti? – Wird durch »einer« ein Individuum aus einer größern Menge hervorgehoben, so steht unus ex od. de m. Abl., z.B. Fufius, einer meiner vertrauten Freunde, Fufius, unus ex od. de meis intimis. – od. unus mit Superlativ, z.B. Skävola, einer der talentvollsten und gerechtesten Männer in unserm Staate, Scaevola unus nostrae civitatis et ingenio et iustitiā praestantissimus. – od. durch inter mit Superl., z.B. der Anführer selbst, einer der tollkühnsten, dux ipse inter stolidissimos ferocissimosque. – od. durch quo est nemo fere mit Komparat., z.B. Kato, einer der ältesten u. klügsten Männer jener Zeit, Cato, quo, erat nemo fere senior illis temporibus, nemo prudentior.

    C) zur Angabe des Übereinstimmenden, Zusammentreffenden: a) übh., einer, einer und derselbe, s. einerlei. – b) insbes., eins (= einerlei Meinung, Gesinnung) sein, werden, s. einig, einträchtig.

    deutsch-lateinisches > ein, eine, ein

  • 16 ὁ

    ὁ, ἡ, τό, eigtl, ΤΌΣ, ΤΉ, τό, einfachstes Demonstrativ-Correlativum zu ΠΌΣ, das aber wie οὗτος u. ὅδε im nom. masc. u. fem. sing. u. plur. das charakteristische τ der Demonstrativa verloren hat (ὁ, ἡ, οἱ, αἱ sind überdies Atona); nur τοί u. ταί erhalten, an einzelnen Stellen bei Hom. durch das Metrum geschützt; τοὶ μὲν – τοὶ δέ Aesch. Spt. 277. 480; Soph. Ai. 1383; gen. τοῦ, ep. τοῖο; dat. fem. plur. bei Hom. τῇσι, τῇς; ταῖς erst H. h. Merc. 200, v. l. ταῖςδε; – der, die, das; – 1) als reines Demonstrativum, bei Hom. vorherrschend im Gebrauch; – a) substantivisch gebraucht; ὁ γὰρ ἦλϑε, denn der war gekommen, Il. 1, 12, u. so überall bet Hom., bald nachdrücklicher hinweisend auf das eben Gesagte, bald schwächer die dritte Person überh. bezeichnend und unserm »er, sie, es« entsprechend, obgleich diese Uebersetzung sich immer von der lebhaften und plastischen homerischen Darstellung entfernt, die dadurch, daß sie immer wie mit dem Finger hinweiset, die Person als unmittelbar gegenwärtig vor das Auge des Hörers hinstellt; man vgl. z. B. ὡς ἔφατ' εὐχόμενος, τοῠ δ' ἔκλυε Φοῖβος Ἆπόλλων, den hörte Apollo, mit dem uns geläufigeren schwächeren » ihn hörte Apollo«, und halte damit die im Gebrauche der Pronomina ebenfalls einfachere und ärmere Sprache der Kinder und des Volkes zusammen; αὐτὰρ ὁ τοῖσιν ἀφείλετο νόστιμον ἦμαρ, aber der nahm denen den Tag der Rückkehr, d. i. der aber nahm ihnen. Besonders sind die Fälle, wo so zwei verschiedene Personen bezeichnet werden, zu merken, wo die spätere ausgebildetere Sprache eine näher und eine ferner stehende unterscheidet, oder die Verschiedenheit als unwesentlich verwischt; οὐδ' ἐδύναντο οὔϑ' ὁ τὸν ἐξελάσαι οὔϑ' ὁ τὸν ἂψ ὤσασϑαι, Il. 15, 417, wo man entweder mit οὗτος u. ἐκεῖνος unterscheiden oder allgemeiner ὁ ἕτερος τὸν ἕτερον sagen würde, Hom. aber wieder hinzeigend redet, weder der konnte den heraustreiben, noch der den von sich zurückstoßen; ὁ τῷ πολέμιζε, Il. 15, 539, öfter. – Sehr verschieden hiervon ist das in Plat. Legg. einigemal vorkommende τὸν καὶ τόν, VI, 784 c, τῇ καὶ τῇ ἀτιμίᾳ, IV, 721 b, οὔτε τοῖς οὔτε τοῖς, III, 701 e, was unserm »der und der« entspricht, worin die hinzeigende Kraft ganz abgeschwächt ist u. ein beliebiger Gegenstand ohne bestimmte Entscheidung bezeichnet wird; vielleicht kam diese Verbindung in der gewöhnlichen Sprache häufig vor, obwohl auch Pind. Ol. 2, 53 sagt ὁ μὰν πλοῦτος ἀρεταῖς δεδαιδαλμένος φέρει τῶν τε καὶ τῶν καιρόν; vgl. Lys. 19, 59, καί μοι κάλει τὸν καὶ τόν, u. Dem. 9, 68, wo das Gerede der Leute lautet ἔδει γὰρ τὸ καὶ τὸ ποιῆσαι καὶ τὸ μὴ ποιῆσαι. – Eben so findet sich ὁ, ἡ, τό noch bei Her., den Doriern u. den attischen Dichtern gebraucht; καὶ τούς, Her. 1, 86 (über καὶ οἵ, welches wegen καὶ ὅς mit dem Accent versehen wird, obwohl es ebenfalls dies einfache Demonstrativum ist, s. ὅς); τοῦ εἵνεκα, ἵνα –, ὅτι –, deswegen, damit –, weil –, 3, 46. 8, 85; sogar τοῦ αἵματος ἐμπίνει, für τούτου, dessen Blut, 4, 64; öfter ὁ δέ, τὸν δέ u. ä.; καὶ τοῖσι οὐδεὶς ἀντέβαινε, Aesch. Prom. 234; ἀνὴρ γυνή τε χὥτι τῶν μεταίχμιον, Spt. 179; καὶ τὸν οὐκ ἐκλύσεται, Eum. 166; τῶν γὰρ οὐ δεῖται πόλις, Suppl. 453; τό μοι ἔννεπε, τί σοι χρεὼν ὑπουργεῖν, das sage mir, Soph. Phil. 192; τῆς γὰρ πέφυκα μητρός, von der bin ich geboren, die ist meine Mutter, O. R. 1082, vgl. 200; u. so oft auch bei Eur. ὁ δέ, ὁ γάρ, u. mit Präpositionen, πρὸς τῷ, ἐπὶ τοῖσι, οἰκτρὰν φίλοισιν, ἐκ δὲ τῶν μάλιστ' ἐμοί, Alc. 274; so einzeln auch in attischer Prosa; ἐν τοῖς πρῶτοι, Thuc. 1, 6 (vgl. μάλιστα u. a. superlat.); πρὸ τοῦ, vor dem, auch προτοῦ geschrieben, wobei man gewöhnlich χρόνου ergänzt; καὶ τὸν κελεῦσαι, Xen. Cyr. 1, 3, 9; καὶ τὸν εἰπεῖν, Plat. Conv. 174 a; καὶ τὸν ἰέναι, 213 a; ἐν δὲ τοῖς, Euthyd. 303 c, u. ähnl., bes. in dem von Hom. an bei allen Schriftstellern üblichen ὁ μὲν – ὁ δέ, οἱ μὲν – οἱ δέ, u. durch alle Casus, einen Gegensatz und gewöhnlich eine Eintheilung ausdrückend (der zwar – der aber), der eine – der andere, dieser – jener; auch, bes. τὸ μὲν – τὸ δέ, durch theils – theils zu übersetzen, vgl. Od. 2, 46. 11, 443, welche Uebersetzung auch für den Fall zu wählen ist, wenn sich die Eintheilung auf ein nomen im sing. bezieht, πηγὴ ἡ μὲν εἰς αὐτὸν ἔδυ, ἡ δὲ ἀποῤῥεῖ, Plat. Phaedr. 255 c, vgl. Legg. VIII, 838 a u. 839 b; bezieht sich die Eintheilung auf ein nomen im plur., so steht dies gew. im gen., τῶν δὲ αἱ μὲν λεπτὰς ὀϑόνας ἔχον, οἱ δὲ χιτῶνας, Il. 18, 595; doch häufig findet es sich auch in gleichem Casus mit dem folgenden Pronomen, so daß die Eintheilung als eine nachträglich hinzugefügte erscheint, gleichsam die Apposition bildend zu dem voraufgeschickten Gesammtbegriff, δὴ τότ' ἀνασχομένω, ὁ μὲν ἤλασε δεξιὸν ὦμον, Ἰρος, ὁ δ' αὐχέν' ἔλασσεν, Od. 18, 95, wo noch das Hinzeigende hervorzuheben ist, der hier – der aber, wie ll. 7, 306; vgl. Hes. O. 160; Νεστορίδαι δ', ὁ μὲν οὔτασ' 'Ἀτύμνιον –, Il. 16, 517, vgl. Od. 19, 230; τὼ παῖδε φημὶ τώδε, τὴν μὲν ἀρτίως ἄνουν πεφάνϑαι, τήν δ' ἀφ' οὗ τὰ πρῶτ' ἔφυ, Soph. Ant. 557, vgl. 22; ἐν τούτῳ οἱ φίλοι τῷ Κύρῳ προςῆγον οἱ μὲν Καδουσίους αὐτοῦ μένειν δεομένους, οἱ δὲ Ὑρκανίους, ὁ δέ τις Σάκας, ὁ δέ τις Γωβρύαν, manche auch, Xen. Cyr. 6, 1, 1; so mit τις auch τὰς μὲν εἶναί τινας ἡδονὰς ἀγαϑάς, τὰς δέ τινας κακάς, Plat. Phil. 13 c; ἡδοναί τινές εἰσιν αἱ μὲν ἀγαϑαί, αἱ δὲ κακαί, Gorg. 499 c; οἱ μὲν – τοὶ δέ steht Il. 10, 541; auch τὰ μὲν – τὰ δέ, wie τὸ μὲν – τὸ δέ, in Beziehung auf ein Adjectivum oder Verbum, theils – theils, νόμοισι τὰ μὲν Κρητικοῖσι, τὰ δὲ Καρικοῖσι χρῶνται, Her. 1, 173; καὶ ταύτην τὴν ἡμέραν οὕτως ἐπορεύϑησαν τὰ μέν τι μαχόμενοι, τὰ δὲ καὶ ἀναπαυόμενοι, Xen. An. 4, 1, 15; vgl. Thuc. 1, 118; Plat. Phaed. 96 d Rep. V, 458 d. – Auch verschiedene Casus des Pronomens werden so verbunden, τοὺς μὲν τιμωρεῖσϑαι, τῶν δὲ ἐφίεσϑαι, Thuc. 2, 42; οἱ μὲν – πρὸς δὲ τούς, Isocr. 4, 82; παρὰ μὲν τῶν μικρὰ κεκόμισμαι, τῷ δὲ καὶ προςοφείλων ἐγγέγραμμαι, Dem. 27, 63. – Aber auch ohne ein vorangegangenes ὁ μέν steht oft ὁ δέ allein, von Hom. an überall, deraber, um das Subject des Folgenden im Gegensatz hervorzuheben, wie auch ὁ μέν steht, ohne daß ihm gerade ὁ δέ entspricht, für welches vielmehr entweder das Wort selbst steht, auf das ὁ δέ hinweisen würde, Il. 23, 4. 24, 722, oder mit veränderter Construction ἀλλά, Od. 7, 305, od. ἄλλος δέ u. ä. folgen; ὁ – ὁ allein Il. 15, 417. 22, 200. – Auffallend braucht Her. so ὁ δέ im zweiten Gliede eines Satzes, um das in dem ersten Satzgliede nur durch die Person des Verbums bezeichnete Subject bestimmter hervorzuheben (wie Hom. ὅ γε), z. B. τὴν μὲν αἰτίην οὐ μάλα ἐξέφαινε, ὁ δὲ ἔλεγέ σφι, 6, 3, er zeigte die Ursache nicht an, sagte ihnen aber; so auch εἰ δὲ ταῦτα μὲν οὐ ποιήσουσι, οἱ δὲ πάντως διὰ μάχης ἐλεύσονται, 6, 9; vgl. 6, 133; auch im Nachsatze, 6, 30 (vgl. aber δέ). – Auch der ionische Gebrauch von ὁ vor dem Relativum, τόν, ὅς, Il. 19, 326, εἰ μὴ τῶν οἵ, Od. 17, 383, τῶν ὅσσοι, Il. 17, 171, τάων αἳ πάρος ἦσαν, Od. 2, 119, vgl. ϑάλαμον τὸν ἀφίκετο, τόν ποτε τέκτων ξέσσεν, Od. 21, 42, ἐφάμην σε περὶ φρένας ἔμμεναι ἄλλων τῶν, ὅσσοι Λυκίην ναιετάουσιν, du übertreffest an Verstand die anderen, die nämlich, so viel ihrer Lykien bewohnen, Il. 17, 172, findet sich bei den Attikern, wo aber gewöhnlich der relative Satz nur Umschreibung e nes Begriffes ist oder doch als Eins zusammengefaßt werden soll, so daß auch hier die hinzeigende Kraft abgeschwächt ist und man die Beispiele mit denen zusammenstellen kann, wo der Artikel vor einen ganzen Satz gesetzt ist, vgl. Plat. Critia. 115 b, ἔφερε τὸν ἥμερον καρπόν, τόν τε ξηρόν, καὶ τὸν ὅσος ξύλινος; Phil. 37 a steht dem τὸ δοξαζόμενον zur Seite τό γε ᾡ τὸ ἡδόμενον ἥδεται; so auch τῇ ᾗ φὴς σὺ σκληρότητι, mit der von dir so genannten, Crat. 435 a; ἐκείνου ὀρέγεται τοῦ ὅ ἐστιν ἴσον, Phaed. 75 b; ἐκ τῶν ὅσα πυρὶ καὶ γῇ κεράννυ-ται, Prot. 320 d, für das allerdings häufigere τῶν κεραννυμένων; auch sonst oft bei Plat.; auch Dem. 22, 64 vrbdt σώζειν τοὺς τοιούτοτς καὶ μισεῖν τοὺς οἷός περ οὗτος. – Von einzelnen Casus, die so substantivisch stehen, merke man Folgendes: Τῷ, wofür einige alte Grammatiker τῶ schreiben wollten, desw egen, τῷ νῦν Ἀτρείδῃ Ἀγαμέμνονι ἧσαι ὀνειδίζων, ll. 2, 250, vgl. 1, 418; τῷ τοι, ὦ φίλε, μᾶλλον σκεπτέον ἐξ ἀρχῆς, Plat. Theaet. 179 d; auch = da nn, in dem Falle, τῷ κε τάχ' ἠμύσειε πόλις Πριάμοιο, Il. 4, 290, vgl. Od. 3, 224. 18, 375. – Τό, de sha lb, Il. 17, 404, vgl. 19, 213. 23, 547 Od. 8, 332. – Τῇ, vom Orte, als Correlativum zu πῇ, da, daselbst, hier, auf diesem Wege, Il. 5, 752. 858. 8, 327. 11, 499 u. bei den Folgdn; τῇ οὐδεὶς τέτακτο φύλακος, Her. 1, 84. Nach dem unter 2) Bemerkten auch relativisch wo, wie man z. B. Il. 12, 118 erklärt, εἴσατο γὰρ νηῶν ἐπ' ἀριστερά, τῇπερ Ἀχαιοὶ ἐκ πεδίου νίσσοντο –· τῇ ῥ' ἵππους – διήλασεν, vgl. 21, 554. 23, 775 Od. 4, 229; ἔϑαψαν αὐτὸν τῇπερ ἔπεσε, Her. 1, 30. Zuweilen auch bei Verbis der Bewegung, dahin, τῇ ἐνόρουσε, Il. 11, 149. 12, 124. 15, 46; auch τῇ γὰρ φίλον ἔπλετο ϑυμῷ, 10, 531; Hes. O. 210. Auch = auf diese Weise, τῇπερ τελευτήσεσϑαι ἔμελλεν, so sollte es vollendet werden, Od. 8, 510; τῇ γέ μοι φαίνεται εἶναι ἀληϑές, Her. 7, 139; u. relativisch, ὥςτε αὐτῷ πάντα ἀποβεβήκοι τῇπερἐκεῖνος εἶπε, 1, 86; u. indirect fragend, εἴρετο, τῇ ἔκρινάν οἱ τὴν ὄψιν, 1, 120. Wiederholt τῇ μὲν – τῇ δέ, bes. vom Orte, hier – dort, bald hier – bald dort; δελφῖνες τῇ καὶ τῇ ἰϑύνεον, Hes. Sc. 210; τῇ μὲν γὰρ ἄνοδον, τῇ δὲ εὔοδον εὑρήσομεν τὸ ὄρος, Xen. An. 4, 8, 10; auch = theils – theils, Plat. Theaet. 158 e Polit. 574 e Conv. 211 a; Eur. Or. 350. – Τοῦ, deswegen, Od. 24, 425, vgl. Il. 21, 458. – Mit Präpositionen von der Zeit, ἐκ τοῦ, seitdem, πρὸ τοῦ, vor dem, ἐν τῷ, unterdessen, Hom. u. Folgde. – Auch auf die erste Person bezieht sich bei Hom. ὁ, Il. 16, 835, ὅ σφιν ἀμύνω ἦμαρ ἀναγκαῖον, der hier, derich, woes Andere als Relat. fassen (s. unt, 2). – Uebrigens ist die Ansicht einiger alter Grammatiker, welche ὅ, ἥ, οἵ, αἵ schreiben wollten, wo diese Formen die volle hinzeigende Kraft haben, nicht durchgedrungen, nur Il. 10, 224 ist bei Wolf u. Spitzner noch stehen geblieben σύν τε δύ' ἐρχομένω, καί τε πρὸ ὃ τοῦ ἐνόησεν, der Deutlichkeit wegen für πρὸ ὁ τοῦ ἐνόησεν, wie Bekker schreibt; Spitzner schreibt sogar οἳ δ' ἄρ' ἴσαν – Ἀχαιοί, Il. 3, 8, u. so immer, s. zu Il. 1, 9. – b) adjectivisch, wohin nicht Verbindungen zu ziehen sind wie ὁ δὲ δεύτερος ἔλϑοι, Il. 21, 207, wo δεύτερος Prädicat ist, als der zweite, wie auch 1, 20 erklärt werden kann, παῖδα δ' ἐμοὶ λῦσαί τε φίλην τά τ' ἄποινα δέχεσϑαι, das, was er in den Händen hält, als Lösegeld anzunehmen. Am einfachsten u. die ursprüngliche hinweisende Kraft am deutlichsten zeigend, wenn es steh auf einen Relativsatz bezieht, ὁ ξεῖνος, τὸν πάντες ἀτίμων, der Fremdling, den alle beschimpften, Od. 23, 28, oder wenn das subst. nur im Verlaufe des Satzes erklärend hinzugefügt ist, αἴ κεν πως ἐϑέλῃσιν ἐπὶ Τρώεσσιν ἀρῆξαι, τοὺς δὲ κατὰ πρύμνας τε καὶ ἀμφ' ἅλα ἔλσαι Ἀχαιούς, ob er nicht den Troern helfen wolle, die aber zu den Schiffen u. an das Meer in die Enge treiben wolle, nämlich die Achäer, Il. 1, 409, vgl. 1, 472. 4, 20. 12, 196, öfter; Hes. Th. 632, wie man auch noch bei Soph. auffassen kann ὁ δ' εἶπεν – Ὀδυσσεύς, Phil. 371, vgl. Ai. 767 O. R. 1171. – Aber auch sowohl bei nom. propr., als bei Appellativen hat es, wenigstens in der Mehrzahl der Fälle, eine hinzeigende, stark hervorhebende Kraft, ἂψ δ' ὁ πάϊς – ἐκλίνϑη, der aber, nämlich der Knabe, bog sich zurüch, Il. 6, 467, u. ursprünglich ist ὁ Ιυδείδης so zu fassen, wie die eben genannten Beispiele, der, der Tydide, d. i. der Bohn des Tydeus, der bekannt, gepriesen ist, 11, 660; τὸν Χρύσην ἠτίμησε, den Chryses da, den ehrwürdigen, beschimpfte er, 1, 11; Νέστωρ ὁ γέρων, 11, 637, Nestor, der bekannte, ehrwürdige Greis, wie ὁ γέρων Πρίαμος 22, 25, der alte, der Priamos; τοῖο γέροντος, 24, 164; ἃς εἰπὼν τὸ σκῆπτρον ἀνέσχεϑε πᾶσι ϑεοῖσιν, das Seepter, das bekannte, 7, 412; τὰ τεύχεα καλά, von den berühmten Waffen des Achilleus, 21, 317. Manche fassen bei Hom. das Wort überall in dieser Weise auf und sprechen dem Hom. den att. Gebrauch des Artikels ganz ab, vgl. unter Anderen Plut. qu. Plat 10, 4; obwohl in Vrbdgn wie ἐμὲ τὸν δύστηνον ἐλέαιρε, Il. 22, 59, παῖδ' ὀλέσας τὸν ἄριστον, 24, 242, uns wenigstens das bei lebhaftem. mündlichem Vortrage leichter erklärliche Hinzeigen sehr geschwächt erscheint, doch wird aufmerksames Beachten des Zusammenhanges oft das richtige Verständniß zeigen. Vgl. τελεύτησέν τε τὸν ὅρκον, den Eidschwur, den er geschworen, 14, 280, χαίρω σευ τὸν μῦϑον ἀκοόσας, daß ich das, dies Wort gerade von dir gehört habe, 19, 185, οἶον δὴ τὸν μῦϑον ἔειπες, was sprachst du da für ein Wort, αἰεί τοι τὰ κάκ' ἐστὶ φίλα φρεσὶ μαντεύεσϑαι, 1, 107, das Traurige da (?), ἐπεὶ τὰ χερείονα νικᾷ, 1, 576, ὃς ᾔδη τά τ' ἐόντα, τά τ' ἐσσόμενα, πρό τ' ἐόντα, 1, 70; aber Od. 24, 159 οὐδέ τις ἡμείων δύνατο γνῶναι τὸν ἐόντα ist = »erkennen, daß er der sei«.

    2) In der einfachen homerischen Sprache werden Erklärungssätze, welche die spätere Sprache, wie wir, mit Relativis anknüpft, auch mit diesem hinzeigenden Pronomen ausgedrückt, so daß der Satz als ein selbstständiger, mit dem vorigen unverbunden erscheint, oder, wie man gewöhnlich nach der geläufigen Schriftsprache urtheilend sagt, das Pronomen ὁ, ἡ, τό steht auch für das Relativum ὅς, ἥ, ὅ ( articulus postpositivus). Daß nur in einzelnen Versen, durch das Metrum geschützt, τοί sich erhalten hat (Αἰϑίοπες, τοὶ διχϑὰ δεδαίαται, Od. 1, 23, ϑεοί, τοὶ Ὄλυμπον ἔχουσι, Il. 17, 394), dürfte dafür sprechen, daß überall, wo der Vers es erlaubte, οἵ für τοί oder οἱ von den Grammatikern geschrieben wurde, welche die homerische Sprache in diesem Falle mit der gewöhnlichen um so lieber in Uebereinstimmung brachten, als jener demonstrativische Ausdruck der Relativsätze zu einfach u. größere Satzbildungen zerstörend erscheint. Aufmerken auf die Sprache der Kinder und des Volkes führt auch hier dem Verständniß näher; und daß Her. am häufigsten von allen anderen Schriftstellern diesen Gebrauch hat, spricht, wenn man seine ganze Darstellungsweise richtig würdigt, für die gegebene Erklärung; der Gebrauch des deutschen der für welcher hat aber eigentlich denselben Ursprung; ursprünglich ist der T-Laut nirgends Zeichen des Relativums. An vielen Stellen dürfte überdies οἱ bei Hom. dem οἵ vorzuziehen sein, z. B. Od. 19, 279, Φαιήκων ἐς γαῖαν οἳ ἀγχίϑεοι γεγάασιν· οἳ δή μιν πέρι κηρὶ ϑεὸν ἃς τιμήσαντο, viel besser so aufgefaßt: die ehrten ihn (οἱ), wie 289 ὤμνυε – νῆα κατειρύσϑαι καὶ ἐπαρτέας ἔμμεν' ἑταίρους, οἳ δή μιν πέμψουσι, richtiger οἱ, die nun werden ihn geleiten; ὅ steht so Od. 2, 262 u. Il. 16, 835, s. oben 1 a g. E. In dem ganzen ersten Gesange der Iliade, wo das einfache Relativum ὃς, theils im Anfange des Verses, theils in der Mitte durch das Metrum geschützt, v. 37. 64. 70. 78. 91. 219. 283. 405. 445. 451. 505, ἥ v. 6, οἵ 175. 250. 258. 272, ὅ für ὅτι 170, ἅ 289. 800, ὃν 94. 139. 403, ὃν μὲν – ὃν δέ 547, ἥν 603, ἐξ οὗ 6, ᾡ 162, ᾡ, τε 86. 279, ὅς τις 230, ὅ, τι u. ὃ, ττι 294. 527. 543 steht, findet sich nach der gewöhnlichen Erklärung relativisch zu fassen: in zwei Stellen ὅ, 339 im Anfang des Verses, ὃ σφῶϊ προίει, wo entweder ὅς od. ὁ zu schreiben n. » der entsandte euch« zu übersetzen ist, u. 388 μῦϑον, ὃ δὴ τετελεσμένος ἐστίν, besser ὁ, der ist nun schon vollendet; zweimal τό, ναὶ μὰ τόδε σκῆπτρον, τὸ μὲν οῦποτε φὺλλα – φύσει, 934, das wird wahrlich nicht Blätter treiben, u. ἀλλ' ἔκ τοι ἐρέω, τὸ δὲ καὶ τελεέσϑαι ὀΐω, 904, das wird aber auch, meine ich, vollendet; einmal τόν, Ἀπόλλωνι ἄνακτι, τὸν ἠΰκομος τέκε Λητώ, 36; viermal τήν, ἣν διὰ μαντοσύνην, τήν oἱ πόρε Φοῖβος Ἀπόλλων 72 (wo auch ἥν in den Vers gegangen wäre, aber des voranstehenden ἣν wegen von den Grammatifern nicht geschrieben ist, »wegen seiner Wahrsagekunst, die verlieh ihm Apollo«), λῆγ' ἔριδος, τὴν πρῶτον ἐπηπείλησ' Ἀχιλῆἵ 819, τὴν δὲ νέον κλισίηϑεν ἐβαν κήρυκες ἄγοντες, – κούρην βρισῆος, τήν μοι δόσαν υἷες Ἀχαιῶν 391, χωόμενον γυναικός, τήν ῥα βίῃ ἀἐκοντος ἀπηὐρων 431 (wo im Anfang des Verses auch ἥν stehen könnte, »zürnend um das Weib, das hatten sie nun mit Gewalt ihm genommen«); einmal τοῦ, 249, Νέστωρ ἀνόρουσε – λιγὺς Πυλίων ἀγορητής, τοῦ καὶ ἀπὸ γλώσσης μέλιτος γλυκίων ῥέεν αὐδή· τῷ δ' ἤδη δύο μὲν γενεαὶ ἐφϑίατο, wo man eben so gut, wie der Punkt vor τῷ dies zum Demonstrativ macht, auch vor τοῦ eine größere Interpunktion setzen kann: Nestor erhob sich, der helltönende Redner. Von dessen Zunge floß auch die Rede süßer als Honig. Dem waren aber schon zwei Geschlechter hingeschwunden; einmal τά, ἀλλὰ τὰ μὲν πολίων ἐξ ἐπράϑομεν, τὰ δέδασται, 125, in lebhaftem Ausdrucke, für unsere Auffassungsweise allerdings auffallend, »das erbeuteten wir, das ist getheilt«, in welcher Stelle allein der relative Gebrauch stattzufinden scheinen könnte, während in den andern zehn dieser durchaus nicht nothwendig ist. In der Mehrzahl dieser Stellen konnte, beiläufig bemerkt, diese Form des Verses wegen mit der gewöhnlichen des Relativums nicht vertauscht werden. – Bei Her. u. den Tragg. kommen ὁ, ἡ, οἱ, αἱ, von denen die letzten drei sich von ἥ, οἵ u. αἵ nur durch den Accent unterscheiden, so gebraucht nicht vor, dagegen sind die anderen Formen, die mit τ anfangen, bei Her. die gewöhnliche Form der Relativsätze, obwohl sich auch hier Vieles auf das Demonstrativum zurückführen läßt, wie gewiß τῷ δή 1, 23 zu fassen, auch Κανδαύλης, τὸν οἱ Ἕλληνες Μυρσίλον όνομάζουσι, 1, 7, die Griechen nennen den Myrsilos. Auch die Tragg. haben, um den Hiatus zu vermeiden, dieselben Formen zuweilen für d. Relativ. gebraucht; Διὸς μακέλλῃ, τῇ κατείργασται πέδον, Aesch. Ag. 512. 628; πόλιν, τὰν καὶ Ζεὺς νέμει, Eum. 878, u. öfter in den Suppl.; ἅγος δεικνύναι, τὸ μήτε γῆ μήτ' ὄμβρος προςδέξεται, Soph. O. R. 1427; σόφισμα, τῷ νιν αὐτίχ' αἱρήσειν δοκῶ, Phil. 14; μετὰ τοῦδε τυπείς, τὸν αἶσ' ἄπλατος ἴσχει, Ai. 248; wo, wie O. C. 35, kein metrischer Grund für diese Form ist; Eur. Andr. 811 Bacch. 712. In attischer Prosa und bei den Komikern kommt dieser Gebrauch nicht vor.

    3) Ob bei Hom. ὁ, ἡ, τό irgendwo als bloßer Artikel erscheine, kann vielleicht zweifelhaft erscheinen, f. oben 1) a. E. Nach Hom. schwächte sich entschieden die ursprüngliche demonstrative Kraft des Wortes so ab, daß es mehr und mehr wie der deutsche Artikel gebraucht wurde, sowohl um ein Nomen als einen bestimmten Gegenstand aus den übrigen derselben Gattung auszusondern, als auch um die Gattung in ihrem ganzen Umfange anzuzeigen u. auch anderen Wörtern und Verbindungen die Geltung eines Nomens zu geben und sie als selbstständig hinzustellen. Die attische Sprache besonders erhält dadurch ein in formeller Beziehung sehr wichtiges Wort, dessen Gebrauch, in den Grammatiken ausführlich behandelt, hier nur kurz in seinen Haupterscheinungen angegeben werden soll., – a) bei nom. appellativ. entspricht es ganz dem deutschen Artikel und hat nur selten noch einen besonderen Nachdruck, indem es auf etwas Bekanntes, Berühmtes hinweis't, –. Da das unbetonte Possessivpronomen, wenn es sich auf das Subjeet des Satzes bezieht, gewöhnlich ausgelassen wird, so kann der Ariikel, der in diesem Falle immer gesetztwird, im Deutschen durch das pronom. possessiv. übersetzt werden, ἐφόνευσας τὸν ἀδελφόν, du hast deinen Bruder getödtet, – Attributive Bestimmungen des Substantivs treten zwischen diese und den Artikel, wodurch der so modificirte Begriff als eine Einheit auch äußerlich hingestellt wird, ὁ ἀγαϑὸς ἀνήρ, ὁ τῶν Ἑλλήνων πρὸς τοὺς Πέρσας πόλεμος, ἡ ἄνω πόλις, der brave Mann, der Krieg der Griechen gegen die Perser (eigtl. der griechische Perserkrieg als ein Begriff zu fassen), die Oberstadt; oder die näheren Bestimmungen werden selbstständig aufgefaßt und mit Wiederholung des Artikels dem Nomen nachgesetzt, ὁ ἀνὴρ ὁ ἀγαϑός, ὁ πόλεμος ὁ τῶν Ἑλλήνων πρὸς τοὺς Πέρσας, ἡ πόλις ἡ ἄνω, eigtl. der Mann, und zwar der brave, u. s. w.; αἱ ἄλλαι αἱ κατὰ τὸ σῶμα ἡδοναί, die übrigen, und zwar die leiblichen Vergnügen, Plat. Rep. I, 328 d. – Die pronom. demonstrativa u. possessiva haben im Griechischen den Artikel bei sich, der im Deutschen nicht übersetzt wird, οὗτος ὁ ἀνήρ, ὁ ἐμὸς παῖς, auch ὁ τοιοῠτος ἀνήρ, ein solcher Mann, wie er vorher beschrieben ist. Ueber die Stellung des Artikels dabei s. diese Wörter und die Grammatik. – Ueber das Auslassen des Artikels, das bei gewissen Wörtern häufiger als bei anderen vorkommt, worüber Ellendt lex. Soph. u. Krüger in Xen. An. sorgfältige Beobachtungen angestellt haben, sind die Grammatiken noch unvollständig; manches hier auf Bezügliche ist bei den einzelnen Wörtern selbst bemerkt. Am auffallendsten ist dies Fchlen vor Relativsätzen, λόγους ἄκουσον, οὓς ἥκω λέγων, Soph. Phil. 1251. – Auch beim vocat. steht der Artikel, wo seine zeigende Kraft mehr hervortritt, οἵ τ' ὀπάονες οἵ τ' ὄντες, οἵ τ' ἀπόντες ὁρμᾶσϑε, Soph. Ant. 1095; οἱ Θρᾷκες δεῦρο, ihr Thracier da, hierher! Ar. Ach. 155. – Selbst beim pron. pers. steht zuweilen mit Nachdruck der Artikel, τὸν ἐμέ, Plat. Soph. 239 a (s. unt,). – b) auch Eigennamen, wenn sie entweder übh. als bekannte, berühmte bezeichnet werden sollen, od. wenn darauf hingewiesen wird, daß von ihnen schon die Rede gewesen ist, erhalten häufig den Artikel, der hier am meisten an seine ursprüngliche Bedeutung erinnert. Gew. fehlt er hier, wenn eine Apposition mit dem Artikel folgt, Σωκράτης ὁ φιλόσοφος, Θουκυδίδης ὁ Ἀϑηναῖος; – ὁ Θουκυδίδης ὁ Ἀϑ. dagegen heißt »der bekannte Thucydides, und zwar der Athener«. – c) wie die näheren Bestimmungen mit dem Artikel dem Substantivum nachgesetzt werden können, δαίμονας τοὺς ἐνϑάδε, Aesch. Suppl. 770, ϑεοῖς τοῖς πάρος, Prom. 403, so stehen sie auch oft ohne Substantivum, wenn dies ein leicht zu ergänzendes ist, und bilden dann mit dem Artikel einen eigenen Begriff, οἱ ἀμφί τινα, οἱ ἐπί τινι u. ä., sc. ἄνϑρωποι od. ὄντες (s. diese Präpositionen u. Einzelnes unter den am häufigsten ausgelassenen subst., wie όδός). Bes. geläufig ist ό Διός, der Sohn des Zeus, ἡ Λητοῦς, die Tochter der Leto u. ä., bes. bei den Attikern; auch für Bruder, Freund u. dgl., – Τό u. τά mit einem folgenden gen. oft als bloße Umschreibung, die alle näheren Beziehungen eines Wortes umfassen soll, δεῖ φέρειν τὰ τῶν ϑεῶν, was die Götter schicken, Eur. Phoen. 393; τὰ μὲν ϑεῶν παρέβαν, die Befehle der Götter, Soph. Tr. 498; τὰ τῆς τύχης κρατεῖ, die Bestimmungen des Geschicks, fast = τύχη, O. R, 477; τὰ τῶν Ἀϑηναίων φρονεῖν, es mit den Athenern halken, Her., τὸ τοῦ Ὁμήρου, τὸ τοῦ Σοφοκλέους, was Hom., Soph, sagt, Plat. Theaet. 183 e Rep. I, 324 c, wie τὸ τοῦ Σόλωνος Her. 1, 86 – τὰ τῆς ὀργῆς, τὰ τῆς ἐμπειρίας, Thuc. 2, 60.7, 49; τὸ τῶν παίδων, was die Kinder gewöhnlich thun, Plat. Phaed. 77 c; τὰ τῶν ἀφρόνων, Phil. 45 e; τὰ δεσποτῶν, Aesch, Ag. 32; τὸ τῶν ἐναντίων, Spt. 357; vgl. noch folgde Stellen: Plat. Legg. II, 657 d, ἆρ' οὖν οὐχ ἡμῶν οἱ μὲν νέοι αὐτοὶ χορεύειν ἕτοιμοι, τὸ δὲ τῶν πρεσβυτέρων ἡμῶν (für οἱ πρεσβύτεροι) ἐκείνους αὖ ϑεωροῠντες διάγειν ἡγούμεϑα πρεπόντως, χαίροντες (dem Sinne nach auf πρεσβύτεροι bezogen); Rep. VIII, 563 c, τὸ τῶν ϑηρίων ὅσῳ ἐλευϑερώτερά ἐστιν (sc. τὰ ϑηρία); ἀνεμνήσϑην τὸ τῶν ἁλιέων, was die Schiffer zu thun pflegen, Xen. Oec. 16, 7. – Eben so durch Auslassung eines subst. oder des partic. ὤν ist auch der Gebrauch des Artikels bei Adverbien zu erklären, ἡ αὔρι ον, sc. ἡμέρα, der morgende Tag, ἡ Λυδιστί, sc. ἁρμονία, die lydische Tonart, οἱ ἐνϑάδε, sc. ἄνϑρωποι, die Hiesigen; οἱ πάνυ τῶν στρατιωτῶν, die Besten der Soldaten, Thuc. 8, 1. Ohne daß ein bestimmtes Nomen zu ergänzen ist, steht τό und τά vor Adverbien, bes. der Zeit, theils um sie wirklich zu Substantiven zu machen, τὸ νῦν, das Jetzt, τὸ πρίν, das Vormals, theils so, daß sie Adverbia bleiben, die nur bes. hervorgehoben werden, τὸ πάρος, eigtl. was das Frühere anbetrifft, s. die einzelnen Adverbia. – d) bei pronom. tritt der Artikel außer den unter a) erwähnten Fällen abweichend vom Deutschen noch in der Frage auf; wie Hom. sagt ποῖον τὸν μῦϑον ἔειπες; Il. 1, 552, was hast du da für ein Wort gesagt? statt ποῖός ἐστιν ὁ μῦϑος, ὃν εἶπες; vgl. ἐπὶ ποτέραν οὖν με παρακαλεῖς τὴν ϑεραπείαν, Plat. Gorg. 520 e; παρὰ τίνας τοὺς ἡμᾶς, Lys. 203 b; vgl. Phil. 20 a; auch vor das Fragepronomen wird der Artikel gesetzt, um anzudeuten, daß der in Frage stehende Gegenstand schon besprochen ist, τὸ ποῖον εὑρὼν φάρμακον νόσου; Aesch. Prom. 244, was ist das für ein Heilmittel, das er erfunden hat ? τὰ ποῖα ταῦτα; Plat. Rep. IV, 421 e, was ist das, was du sagst? τὰ ποῖα δὴ λέγεις; Phil. 13 c; τῷ ποίῳ τινὶ ἄρα προςήκει τοῦτο τὸ πάϑος πάσχειν καὶ ὑπὲρ τοῦ ποίου τινὸς δεδιέναι, Phaed. 78 b; ähnl. τὸ τί u. τὰ τί, Ar. Nubb. 778 Pax 696; ὁ ποῖος, Eur. Phoen. 1718; τῆς ποίας μερίδος γενέσϑαι τὴν πόλιν ἐβούλετ' ἄν, Dem. 1S, 64. – e) Adjectiva werden durch den Artikel zu Substantiven erhoben, οἱ ἀγαϑοί, die Guten, τὸ καλόν, das Schöne. So auch Participia ( οἱ ἔχοντες, die Reichen), welche jedesmal den Artikel bei sich haben, wenn sie für einen Erklärungssatz stehen, der, welcher, τίς οὖν ὁ λύσων σ' ἐστίν; wer ist der, welcher dich befreien wird, dein Retter? Aesch. Prom. 773; τίς ὁ μαρτυρήσων; Ag. 1487; τὰ δοκοῦντα, die Beschlüsse, ὁ βουλόμενος, jeder, der da will, wofür im Deutschen oft der unbestimmte Artikel ein gesetzt wird; οὐκ ἂν εὗρες ῥᾳδίως τὸν νύκτωρ πορευόμενον, man hätte nicht leicht Einen gefunden, der bei Nacht reif'te, Xen. Cyr. 4, 5, 6; ἕξει τὸν συγκορυβαντιῶντα, Plat. Phaedr. 228 b; ὅτι μέλλοιεν Ἀϑηναῖοι αἱρεῖσϑαι τὸν ἐροῦντα, Einen, der da eine Rede halten sollte, Menex. 236 b; μάλα γὰρ χαλεπὸν εὑρεῖν τοὺς ἐϑελήσοντας μένειν, ἐπειδάν τινας φεύγοντας τῶν ἑαυτοῦ ὁρῶσι, Leute zu finden, die da werden Stand halten wollen, Xen. Hell. 7, 5, 24; auch εἰσὶν οἱ λέγοντες, es giebt Leute, die da sagen, Plat. Gorg. 503 a. So auch in der Anrede, ἄνδρες οἱ παρεόντες, ihr Anwesenden, Her. 3, 71; und beim Prädicat, οὐκ ἆρ' ὁ πέρσων γ', ὡς ἐφάσκετ', εἴμ' ἐγώ, Soph. Phil. 114. – f) beim Infinitiv, wie im Deutschen ein abstractes Substantivum bildend, τοῦ ζῆν ἀπεστέρησεν, des Lebens, Aesch. Prom. 684; Plat. Gorg. 469 c u. sonst überall. Von diesem inf. kann auch ein accus. abhängig sein, oder andere Bestimmungen können zu ihm hinzutreten, νῦν οὖν δέδοκται ἡμῖν τοῦτο, τὸ σὲ μὴ μεϑιέναι, Plat. Rep. V, 449 d. Auch ein accus. u. inf. wird so durch den vorgesetzten Artikel als ein Begriff dargestellt, ἀλλὰ τόδε γέ μοι δοκεῖ εὖ λέγεσϑαι, τὸ ϑεοὺς εἶναι ἡμῶν τοὺς ἐπιμελομένους, Plat. Phaed. 62 h; ἥδε ἡ οἴησις, τὸ ἁρμονίαν εἶναι ξύνϑετον πρᾶγμα, 92 a, wo wir oft mit daß auflösen müssen; ἀλλ' ἴσως ἐγὼ αἴτιος τὸ σὲ ἀποκρί. νασϑαι, wahrscheinlich bin ich schuld, daß du antwortest, Lach. 190 e. – g) Ueberhaupt kann jedes Wort und jeder Satz durch Vorsetzung von τό als ein für sich bestehender Gegenstand behandelt werden, καταχρήσασϑαι τῷ Πῶς δ' ἂν ἐγὼ τοιόςδε τοιῷδε ἐπεχείρησα, Plat. Phaedr. 273 b; τῷ Ὅτι Φαίδων ἐστίν, Phaed. 102 c; ἐρωτώμενος τὸ Ποδαπὸς εἴη, als die bekannte Frage »was für ein Landsmann er sei« an ihn gerichtet wurde, Xen. An. 4, 4, 17; so bei Philosophen u. bes. Gramm. τὸ ἄνϑρωπος, τὸ λέγω, der Begriff oder das Wort Mensch, Sagen.

    Bemerkt mag noch werden, daß bei Hom. das Pronomen oft in einem andern Genus steht, als das Nomen, auf das es hinweist, also nur nach dem Sinn construirt wird; τέξεις ἀγλαὰ τέκνα, σὺ δὲ τοὺς κομέειν, als ginge παῖδας vorauf, Od. 11, 2481 νεφέλη –, τὸ μὲν οὔποτ' ἐρωεῖ, als stände vorn νέφος, 12, 74; δουρὶ σάκος βάλεν, ἡ δέ, sc. ἐγχείη, Il. 21, 164; μαζὸν ἀνέσχεν – τάδε τ' αἴδεο, als stände στήϑεα davor, 22, 80. – Im Attischen wird zu einem subst. fem. gen. im Dual gew. der männliche Artikel τώ, τοῖν gesetzt.

    Der gen. τοῦ u. der dat. τῷ stehen auch so orthotonirt für den gen. u. dat. des Fragepronomens τίς, also für τίνος, τίνι, und enklitisch für τινός, τινί (s. unten τίς).

    Von der bei dem Artikel, bes. bei Tragg., bei einzelnen Wörtern aber auch in Prosa oft vorkommenden Krasis, worüber Ellendt lex. Soph. sehr ausführlich gehandelt hat, hier nur Folgendes: τά mit folgendem α geht in α über, τἀληϑῆ, auch in Prosa gew., τἄλλα (nicht τἆλλα, s. Wolf's Anal. I p. 431), τἀκίνητα, Soph. O. C. 830, τἀνϑρώπων, Tr. 439; – τὰ – ε in α, τἀγγενῆ, τἀμά, ϑἄτερα; – ὁ u. τό – ο u. ε in ου, οὑ' δτσσεύς, τοὔναρ, τοὔργον (so richtiger als τοὖργον), τοὔνομα, τοὔνειδος u. ä.; – ο u. α in α, τἀγαϑά, ἁ'νήρ, ἁ῎ νϑρωπος (Apoll. conj. 495); – auch ο – ε in α, ἁ῎ τερος, ϑἄτερον; – seltener η – α in α, ἁ'ρετή, ἁ' λήϑεια, Soph. Ai. 1336 Ant. 1180; – ἡ – ε in ἡ', ἡ' μή, O. R. 1463; – ω – α in α, τἀνδρί, Ai. 78; – eben so τἀνδρός, 119 u. öfter; – ου – ε in ου, τοὐπιόντος, O. R. 393. – Ueber ὁ αὐτός s. αὐτός.

    Griechisch-deutsches Handwörterbuch > ὁ

  • 17 dieser, diese, dieses

    dieser, diese, dieses, hic, haec, hoc (wofür qui, quae, quod am Anfang eines neuen Satzes stehen muß, wenn dieser sich auf vorhergenannte Personen od. Sachen bezieht. Im Deutschen bedienen wir uns zur Verbindung solcher Sätze der Konjunktionen und, denn, aber, daher, also, nun u. dgl., die im Latein. vor qui st. hic wegfallen müssen). – iste, a, ud (von einer zweiten. direkt mit tu angeredeten Person und von allem, was auf sie Bezug hat). – ille, a, ud (von einer dritten, z.B. im vorhergehenden Satze als Objekt genannten Person, sowie in der indirekten Rede, wo in der direkten hic od. tu, vos stehen würde; vgl Lat.-dtsch. Handwb. unter ille). – is, ea, id (er, sie, es, von dem die Rede ist, s. z.B. Ca es b. G. 1, 2, 1). – dieser, diese da, hice, haece, hoce; illece, illace: dieser, diese da? hicine? haecine? hocine?; illece? illace?: dieser u. jener, ille et ille; non nemo (gar mancher): dieses u. jenes, haec et haec: dieser... jener, bei Gegensätzen, hic... ille (häufig auch umgekehrt, ille... hic, wo dann ille = der letztere, hic = der erstere); alter... alter (der eine... der andere): bald dieser, bald jener, alius, deinde alius. – dieses mein, hic, haec, hoc: dieses dein, euer, iste, ista, istud: dieses fein (von einer dritten Person), ille, illa, illud (alle im Genus etc. des darauffolgenden Substantivs). – dieser (eben genannte) Mann, hic (s. Nep. Them. 1, 1. Cic. Brut. 167); nachdr. auch is vir (f. Liv. 6, 6. 7) – wie dieses (oder das) in Redensarten wie: dieses ist die wahre Freundschaft, zu geben, s. »der« no. I, 2.

    deutsch-lateinisches > dieser, diese, dieses

  • 18 kein (keiner), keine, kein

    kein (keiner), keine, kein, nullus. nemo (beide adj. u. subst., aber mit dem Untersch., daß nullus auf Personen u. lebl. Subjekte, nemo nur auf Personen bezogen werden kann, z.B. nemo homo. In der klass. Prosa ist der Genet. u. Ablat. von nemo ungebräuchlich und es treten dafür dieselben Kasus von nullus ein). – non ullus, non quisquam (nicht irgend einer, wenn die Verneinung) mehr hervorgehoben werden soll, ersteres adj., letzteres subst., s. irgend). – neuter (keiner von beiden, muß in jedem Fall gesetzt werden, wo von zwei Einzelwesen oder zwei Parteien die Rede ist, auch wenn im Deutschen bloß das einfache »keiner« steht). – Wenn [1429] nullus u. nemo als Partitiva gebraucht werden, d. h. wenn »kein« den übrigen Teilen od. dem Ganzen entgegengesetzt wird, so haben sie, wie auch oft das deutsche »kein«, den Genetiv bei sich, z.B. kein Sterblicher oder keiner der Sterblichen, nemo mortalium: kein Tier (keins der Tiere) ist klüger, nulla beluarum prudentior est. Doch kann der Genetiv zuw. auch durch de, ex umschrieben werden, z.B. keiner der Unserigen oder von den Unserigen fiel, nemo de nostris cecĭdit. – Aber »keins meiner Worte«, nullum meum dictum: keins meiner Worte (kein Wort von mir), auch nicht das kleinste, nullum meum minimum dictum – Scheinbar geradezu für nullus u. nemo wird im Lateinischen oft nihil [mit Genet., wenn es für nullus steht] gebraucht; aber es findet der wesentliche Untersch. statt, daß durch nihil der negative Sinn mehr hervorgehoben wird, indem es unserm »gar durchaus kein« entspricht, z.B. (gar) keine Belohnung fordern, nihil praemii expetere: (gar) keine Bedenklichkeit haben, nihil dubitationis habere. Häufig gebrauchen die Deutschen ihr »kein«, wo nicht allgemein, sondern etwas Einzelnes verneint wird. In diesem Falle, der bes. dann eintreten wird, wenn das »kein« zu einem Eigenschaftswort oderzueiner Prädikatsbestimmung eines genannten Substantivs gehört, muß im Latein. statt nullus die bloße Negation non stehen, z.B. ich weiß, daß ich euch keine eben sehr erfreuliche Nachricht bringe, scio non iucundissimum nuntium me vobis allaturum: auf dem hohen Meere fällt kein Schnee, nives in alto non cadunt.

    Ebenso tritt für »kein« im Latein. non ein, wenn das deutsche Objekt mit seinem Verbum im Latein. durch einen Verbalausdruck bezeichnet wird, z.B. keine Furcht haben, non timere: kein Bedenken tragen, non dubitare: keinen Haß (keine Abneigung etc.) hegen gegen jmd., non odisse alqm u. dgl.

    und keiner, auch keiner, et nullus. nec ullus (adj.); nec quisquam (subst.): kein einzelner, nemo quisquam; nemo unus. – kein einziger, non od. haud quisquam (nicht irgend einer); nemo omnium (niemand von allen): kein einziger Mensch, nemo omnium hominum: es war kein einziger (Mensch), der nicht etc., nemo non (z.B. nemo non me virum fortem dixit). – an keinem Orte, nullo loco; nusquam (nirgends): zu keiner Zeit, nullo tempore; numquam (niemals): und zu keiner Zeit, nec umquam: in keiner Hinsicht, nihil: auf keine Weise, nullo modo; minime: auf keiner von beiden Seiten, neutro.

    deutsch-lateinisches > kein (keiner), keine, kein

  • 19 πέραν

    πέραν, ion. u. ep. πέρην, adv., 1) jenseits, gew. jenseits des Wassers, des Meeres, gegenüber; ναίουσι πέρην ἱερῆς Εὐβοίης, Il. 2, 535; πέρην ἁλός, 626. 24, 752; πέραν κλυτοῠ Ὠκεανοῖο, Hes. Th. 215. 274. 294; πέραν πόντοιο, Pind. N. 5, 21; πέραν Νείλοιο παγᾶν, I. 5, 22; πόντου, Χαλκίδος πέραν, Aesch. Ag. 183. 1173; πολιοῠ πέραν πόντου χωρεῖ, Soph. Ant. 334; ἐπεὶ πέραν περῶσ' οἵδε δή, O. C. 889; ὑψικόμων πέραν βαίνουσ' ἐλατᾶν, Eur. Alc. 588, der es auch mit dem acc. verbindet, πέραν Ἕβρον, Herc. Fur. 386; u. in Prosa: οὐ πρὸς τὴν νῆσον προςορμίζεσϑαι, ἀλλὰ πέρην ἐν τῇ Ῥηνέῃ, Her. 6, 97; τέκνα πέρην εἰς τὴν Ἀχαιΐην διέπεμψαν, sie schickten sie über das Meer nach Achaja, 8, 36; ἐκ Θάσου διαβαλόντες πέρην, 6, 44; πορευϑῆναι πέραν τοῠ Ἑλληςπόντου, Thuc. 2, 67; ἡ πέραν γῆ 3, 91 ist οἱ κωλύσοντες πέραν πολλοὶ ἱππεῖς, auf dem jenseitigen Ufer, Xen. An. 3, 5, 12; ἐν τῷ πέραν γίγνεσϑαι, 4, 3, 29 u. öfter; πέραν εἰς τὴν Ἀσίαν διαβῆναι, 7, 2, 2; auch c. gen., πέραν τοῦ ποταμοῠ, 4, 3, 3, u. öfter, u. Folgde; διαβιβάζειν εἰς τὸ πέραν, Pol. 2, 32, 9. – Auch von jedem andern Zwischenraume, πέρην χάεος, Hes. Th. 814. – 2) seltener = π έρα, darüber hinaus, vgl. die aus Pind. I. 5, 22 angeführte Stelle; Eur. Hipp. 1053 Alc. 588. – Ueber den Unterschied beider Wörter vgl. Buttmann Lexil. II p. 25 u. Herm. absolute Casus eines nicht mehr vorkommenden Substantivs πέρα, = πεῖραρ, πέρας, Ende, vgl. πείρω, περαίνω, πέραϑεν. – Περῶν ist Aesch. Prom. 572 fälschlich für den gen. plur. angesehen, es ist partic. von περάω, und Suppl. 259 ist die alte Lesart ἐκ πέρας Ναυπακτίας, die der Schol. ἐκ πέρατος erklärt, längst geändert.

    Griechisch-deutsches Handwörterbuch > πέραν

  • 20 χρή

    χρή, impers. (vgl. χράομαι), conj. χρῇ, optat. χρείη, inf. χρῆναι, poet. auch χρῆν, Pors. Eur. Hec. 264; impf. ἐχρῆν u. χρῆν (nicht ἔχρη od. ἔχρην), fut. χρήσει; es braucht, ist nöthig, es ist Pflicht, man muß; mit dem inf. allein, und, wenn die Person dabeisteht, die verpflichtet ist, mir dem accus. c. inf.; Hom. u. Folgde überall; ἀλλὰ χρὴ καὶ ἐμὸν ϑέμεναι πόνον οὐκ ἀτέλεστον Il. 4, 57; χρὴ μὲν δὴ τὸν μῦϑον ἀπηλεγέως ἀποειπεῖν, man muß das Wort offen aussprechen, 9, 309; 13, 235 Od. 3, 209. 6, 207 u. sonst; χρὴ δὲ πρὸς ϑεὸν οὐκ ἐρίζειν Pind. P. 2, 88, u. öfter, wie Tragg.: σήμαιν' ὅτι χρή σοι συμπράττειν, was man thun soll, Aesch. Prom. 295; μετὰ τοῦδ' ὅτι χρὴ πάσχειν ἐϑέλω 1069, u. oft in ähnlicher Vrbdg ὅτι χρή, was nöthig ist; ποϑεῖν ἃ μὴ χρή, wo man ποϑεῖν ergänzen muß, Ag. 333; ὃ χρὴ οὐδεὶς μὴ ϑεῶν ϑήσει ποτέ Eur. Herc. F. 311; τὸ χρῆν σφ' ἐπήγαγ' ἀνϑρωποκτονεῖν Hec. 260; Herc. fur. 828; χρὴ μὲν σφωΐτερον ἔπος εἰρύσασϑαι καὶ μάλα περ κεχολωμένον, man muß, auch wenn man erzürnt ist, Il. 1, 216; χρή σε πόλεμον παῦσαι, du mußt, 7, 331; οὔ σε χρὴ νηλεὲς ἦτορ ἔχειν 9, 496; νῦν σε μάλα χρὴ αἰχμητὴν ἔμεναι 16, 492, u. oft; auch ist der infin. zuweilen aus dem Zusammenhange zu ergänzen, μὴ χαλέπαινε παρὲκ νόον· οὐδέ τί σε χρή, sc. χαλεπαίνειν, 20, 133, wie τίπτε μάχης ἀποπαύσεαι; οὐδέ τί σε χρή, sc. ἀποπαύσασϑαι μάχης, 16, 721, vgl. 19, 420 Od. 19, 500; ὅϑι χρή, sc. μάρνασϑαι, 9, 50; ἐμὲ χρὴ καὶ σὲ ὑφαίνειν ὄλβον Pind. P. 4, 141, wie Tragg., τὴν πεπρωμένην δὲ χρὴ αἶσαν φέρειν ὡς ῥᾷστα, γιγνώσκονϑ' ὅτι Aesch. Prom. 103, ὡς μάϑοι, τί χρὴ δρῶντ' ἢ λέγοντα δαίμοσιν πράττειν φίλα 662, οὓς φυλάξασϑαί σε χρή 717. – In Verbindungen, wie εἰ δὲ χρὴ τυχεῖν σωτηρίας Ch. 201, wenn ich Rettung finden soll, πῆ ποτε μόχϑων χρὴ τέρματα τῶνδ' ἐπιτεῖλαι Prom. 100, liegt eine Bestimmung des Geschicks darin, und tritt der Zusammenhang mit χράω (s. oben) mehr hervor; Soph. εἶπε Λοξίας ποτὲ χρῆναι μιγῆναι μητρί, O. R. 995, vgl. 854 O. C. 1442. 1517; κεἰ χρή με παντελῶς ϑανεῖν O. R. 669, u. sonst. – In τί χρή με στέγειν ἢ τί λέγειν Phil. 135, vgl. Ant. 875 Ai. 1359, liegt mehr »was nutzt« oder »frommt«, so daß der Zusammenhang mit χράομαι mehr hervortritt; lehrreich ist Aristoph. Av. 1419 ἀλλ' ὅτου δεῖ χρὴ λέγειν. – Auch sonst oft bei Ar., u. in Prosa, ἐβουλεύοντο ὅ τι χρὴ αὐτοὺς ποιῆσαι Plat. Conv. 190 c, ϑύσαντες οἷς χρή, sc. ϑῦσαι, Rep. III, 415 e. – Das impf. χρῆν drückt meist aus, daß Etwas geschehen mußte, was aber nicht geschehen ist, was wir durch den conj. bezeichnen, ἐκ τῶνδέ σοι παῖς ἐνϑάδ' οὐ παραστατεῖ, ὡς χρῆν, Ὀρέστης, wie er mußte, od. wie er hätte sollen, Aesch. Ag. 851. 1393; κάνες γ' ὃν οὐ χρῆν Ch. 918, den du hättest nicht tödten sollen; χρῆν γάρ σε μήτ' αὐτόν ποτ' ἐς Τροίαν μολεῖν ἡμᾶς τ' ἀπείργειν Soph. Phil. 1347; Tr. 1123 u. oft; Plat. Conv. 181 d χρῆν καὶ νόμον εἶναι, vgl. Apol. 34 a Gorg. 458 b, u. sonst; Thuc. 3, 63. – Hierher gehört auch Aristoph. Ach. 778 φώνει δὴ τὺ ταχέως, χοιρίον· οὐ χρῆσϑα σιγῆν, ὦ κάκιστ' ἀπολουμένα, du hättest nicht still sein sollen; eine 2. Person Sing., das Verbum also persönlich gebraucht, nicht, wie sonst, unpersönlich. – Mit dem acc. der Person u. dem gen. der Sache, Etwas nöthig haben, seiner bedürfen, μυϑήσεαι, ὅττεο σε χρή, wessen du bedarfst, was dir Noth thut, Od. 1, 124. 4, 463. 22, 377; οὐδέ τί σε χρὴ ἀφροσύνης, du bedarfst nicht des Unverstandes, d. i. du mußt nicht unverständig sein, Il. 7, 109; οὔ σε χρὴ ἔτ' αἰδοῦς, du brauchst nicht mehr blöde zu sein, Od. 3, 14; τί με χρὴ μητέρος αἴνου 21, 110, was brauche ich erst die Mutter zu loben?

    Nach einer Ansicht Neuerer ist dies unpersönliche Verbum χρῆναι keine reine Verbalbildung, sondern ein altes Substantiv mit εἶναι, welche Ansicht zuerst Ahrens aufgestellt zu haben scheint, s. Dial. Dor. p. 353. Beim indicat. χρή muß man ἐστίν ergänzen, χρή ἐστιν, es ist Nothwendigkeit, es ist nothwendig, wie ἀνάγκη statt ἀνάγκη ἐστίν, ἀναγκαῖόν ἐστιν; der conjunct. χρῇ ist entstanden aus χρὴ ᾖ, der optat. χρείη aus χρὴ εἴη u. s. w. Diese Auffassung hat viel Ansprechendes. Am Dasein eines alten Substantivs ἡ χρή, = ἡ ἀνάγκη, läßt sich kaum zweifeln, vgl. den vorigen Artikel; ob ἡ χρή zu betonen sei oder ἡ χρῆ, und ob das Wort aus ἡ χρέα, einer Nebenform von ἡ χρεία contrahirt sei oder nicht, darüber ließe sich streiten, ohne daß diese Punkte auf die Entscheidung der Hauptfrage einwirkten. Aber für diese Entscheidung der Hauptfrage stehen der ganzen Ansicht doch allerlei wesentliche Hindernisse entgegen, z. B. die augmentirte Imperfectform ἐχρῆν und die oben betrachtete 2. Person χρῆσϑα. Der gewöhnlichen Ansicht dagegen, daß χρῆναι ursprünglich reine Verbalbildung sei, stellen sich gar keine wesentlichen Schwierigkeiten entgegen; denn sämmtliche Formen ohne Ausnahme lassen sich ohne Weiteres als ursprünglich reine Verbalformen erklären, und keine einzige ist dabei in irgend einer Hinsicht ohne genügende Analogie.

    Griechisch-deutsches Handwörterbuch > χρή

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