Esso (Frankreich)
| North Atlantic France | |
|---|---|
| Rechtsform | Société Anonyme (Frankreich) |
| ISIN | FR0000120669 |
| Gründung | 1902 |
| Sitz | Nanterre |
| Branche | Mineralölunternehmen, Erdölgewinnung |
| Website | northatlantic.fr/ |
Esso S.A.F. (Seit 2025: North Atlantic Energies; kurz NAE) ist ein französisches Energieunternehmen mit Sitz in Courbevoie. Unter der Marke Esso firmierte es als Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Ölkonzerns ExxonMobil.[1]
Das Unternehmen betreibt das französische Raffinerie- und Vertriebsgeschäft der Gruppe, darunter auch die große Raffinerie in Port-Jérôme-Gravenchon[2] sowie ein weitreichendes Logistik- und Pipeline-Netzwerk.
Das ursprünglich zum Unternehmen gehörende Tankstellennetz unter dem Markennamen Esso wurde im Jahr 2014 an die Certas Energy (Teil der britischen DCC Energy) verkauft.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wurzeln der Esso S.A.F. lagen im Jahr 1902 in der Gründung der französischen Standard Oil Company of New Jersey, welche später zum Exxon-Konzern wurde.[4] Sie sollte den Vertrieb von Ölprodukten in Frankreich für die US-amerikanische Mutter aufbauen und entwickeln.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts fusionierte das Unternehmen mit verschiedenen französischen Raffinerie- und Handelsgesellschaften. Zum Beispiel wurde sie mit der Standard Franco-Américaine zusammengelegt, welche selbst wiederum ein Joint-Venture der Standard Oil of New Jersey und der französischen Bank Paribas war.
Ab 1952 trat das Unternehmen offiziell unter dem Namen Esso S.A.F. (Esso Société Anonyme Française) auf.
Über mehrere Jahrzehnte prägte Esso SAF die französische Infrastruktur durch den Bau und Betrieb von Pipelines und Großraffinerien wie der in Port-Jérôme-Gravenchon. 2024 verkaufte Esso SAF seine Raffinerie Fos-sur-Mer im Département Bouches-du-Rhône in der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d'Azur.[5] Ebenso erfolgte die dauerhafte Stilllegung der im Besitz von ExxonMobil Chemical France befindlichen Anlage zur chemischen Grundstoffproduktion am Standort Gravenchon, der sich in unmittelbarer Nähe der Anlagen von Esso SAF in Port-Jérôme-sur-Seine befand.[6]
Nach über einem Jahrhundert unter dem Dach von ExxonMobil verkaufte ebenjene ihre Mehrheitsbeteiligung von rund 82,9 % an die kanadische Beteiligungsgesellschaft North Atlantic France. Daraufhin erfolgte auch die formelle Umbenennung von Esso S.A.F. in North Atlantic Energies.[7]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ ExxonMobil France Holding has entered into exclusive negotiations | ExxonMobil in Europe. 28. Mai 2025, abgerufen am 20. August 2026 (englisch).
- ↑ Port Jérôme. 25. Oktober 2016, abgerufen am 20. August 2026 (englisch).
- ↑ Rhian Burge: DCC to acquire Esso network in France | Fuel Oil News. 12. September 2014, abgerufen am 20. August 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Our history. 9. Februar 2023, abgerufen am 21. August 2026 (englisch).
- ↑ Reuters: ExxonMobil sells French Fos-sur-Mer refinery to Trafigura consortium. Abgerufen am 21. August 2026 (englisch).
- ↑ Robert Brelsford: Esso SAF’s northern France refinery wraps major turnaround. 12. Mai 2025, abgerufen am 21. August 2026 (englisch).
- ↑ Vicky Denton: North Atlantic completes Esso S.A.F. acquisition in France. In: F&L Asia. 4. Dezember 2025, abgerufen am 21. August 2026 (amerikanisches Englisch).
