Elisabeth Herrmann-Otto
Elisabeth Herrmann-Otto (* 31. März 1948 in Köln als Elisabeth Herrmann) ist eine deutsche Althistorikerin.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Elisabeth Herrmann studierte von 1966 bis 1977 Geschichte, Philosophie und Latein an den Universitäten Köln und Mainz, das sie 1972 mit dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Köln abschloss.[1] 1977 wurde sie an der Universität Mainz in Alter Geschichte zum Thema Ecclesia in Re publica. Die Entwicklung der Kirche von pseudostaatlicher zu staatlich inkorporierter Existenz promoviert.[1]
Von 1977 bis 2000 wirkte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und als Leiterin der Arbeitsstelle „Forschungen zur antiken Sklaverei“ an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.[1] Seit 1978 war Herrmann-Otto zudem Lehrbeauftragte an der Mainzer Universität für das Fach Alte Geschichte.[1] 1993 erfolgte ihre Habilitation für Alte Geschichte in Mainz zum Thema Ex ancilla natus. Untersuchungen zu den „hausgeborenen“ Sklaven und Sklavinnen im Westen des römischen Kaiserreiches.[1] Anschließend lehrte sie bis 1999 als Privatdozentin an der Universität Mainz.[1] Während dieser Zeit hatte sie Vertretungsprofessuren an den Universitäten Erlangen (1994/95), Trier (1995) und Bielefeld (1995/96) inne.[1]
1999 erfolgte die Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin in Mainz und seit 2000 war sie bis zu ihrer Pensionierung Professorin für Alte Geschichte an der Universität Trier.[1]
Forschungsschwerpunkte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Elisabeth Herrmann-Otto arbeitete unter anderem zur antiken Sozialgeschichte, zur Spätantike, zum antiken Christentum und zur Kulturgeschichte.[1]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1977: Preis der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz für die beste Promotion des Jahres.[1]
- 1996: 3. Internationalen Romanistenpreis Gérard Boulvert der Université de Franche-Comté, Besançon für die Habilitationsschrift.[1]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ecclesia in re publica. Die Entwicklung der Kirche von pseudostaatlichen zu staatlichen inkorporierter Existenz (= Europäisches Forum, Bd. 2). Lang, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-8204-6313-5 (Dissertation).
- Ex ancilla natus. Untersuchungen zu den „hausgeborenen“ Sklaven und Sklavinnen im Westen des Römischen Kaiserreiches (= Forschungen zur antiken Sklaverei, Bd. 24). Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06329-3 (Habilitationsschrift).
- (Hrsg.): Die Kultur des Alterns von der Antike bis zur Gegenwart. Röhrig, St. Ingbert 2004, ISBN 3-86110-372-9.
- (Hrsg.): Unfreie Arbeits- und Lebensverhältnisse von der Antike bis in die Gegenwart. Eine Einführung (= Sklaverei – Knechtschaft – Zwangsarbeit, Bd. 1). Olms, Hildesheim u. a. 2005, ISBN 3-487-12912-4.
- Konstantin der Große. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-534-15428-9 (Rezension bei H-Soz-u-Kult).
- Sklaverei und Freilassung in der griechisch-römischen Welt. Olms, Hildesheim 2009, ISBN 978-3-487-14251-7 (Rezension bei Bryn Mawr Classical Review; Rezension bei sehepunkte).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Elisabeth Herrmann-Otto im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Seite an der Universität Trier
- Elisabeth Herrmann-Otto in der Datenbank renommierter Wissenschaftlerinnen AcademiaNet (englisch)
- herrmann-otto.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Curriculum Vitae | Prof. Dr. Elisabeth Herrmann-Otto. In: Homepage Elisabeth Herrmann-Otto. 11. Februar 2018, abgerufen am 2. September 2026 (deutsch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Herrmann-Otto, Elisabeth |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Althistorikerin |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1948 |
| GEBURTSORT | Köln |