Bedrohte Tiere
Dem Auerhuhn fehlt im Schwarzwald der Lebensraum
137 Auerhähne leben derzeit noch im Schwarzwald. Für den Fortbestand der Tierart müssten es aber 300 sein. Jetzt sollen bestehende Förderprogramme zu ihrem Schutz verbessert werden.
Wenn vor 100 Jahren ein deutscher Kaiser ein Auerhuhn schießen wollte, ging er zu deren Balzplatz. Diese Orte sind heute noch für die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) wichtig. Hier wird die aussterbende Vogelart gezählt. "Die Balzplätze bleiben über Jahrzehnte immer die gleichen", sagt Joy Coppes, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Waldvögel der FVA in Freiburg.
"Das Auerhuhn zählt im Schwarzwald zu den bedrohten Arten." Gernot Segelbacher, Uni Freiburg Freiwillige Helfer zählen an den Balzplätzen nur die Hähne, weil die sich nicht so viel wie die Weibchen bewegen. Derzeit liegt die Zahl bei 137 Auerhähnen im Schwarzwald. Für den Fortbestand der Tiere ist aber eine Mindestzahl von 300 nötig. Als 1971 das erste Mal gezählt wurde, waren es noch 500. Bei Schätzungen um 1900 ging man sogar von 3800 Auerhähnen aus.
"Das Auerhuhn zählt im Schwarzwald zu den bedrohten Arten", sagt Gernot Segelbacher, der an der Universität Freiburg zur Wildtierökologie forscht. Die Vogelart befinde sich in einem Aussterbestrudel, wie das in der Naturpsychologie genannt werde. "Die Spirale dreht sich einfach immer schneller. Wir wissen nicht, wie der Schwarzwald in 50 oder 100 Jahren aussehen wird", so Segelbacher.
Die Waldbewirtschaftung hat sich laut Coppes vorrangig durch den Klimawandel verändert. Gab es früher viele Abholzungen und Kahlschläge, sind die Förster heute bemüht, so viel Holz wie möglich im Wald zu lassen. Das Auerhuhn braucht aber Freiflächen von 0,2 bis 0,5 Hektar. Sie halten sich vorrangig auf dem Boden auf und benötigen Licht und Wärme.
Die Wälder werden durch die Beforstung immer dichter und schattiger und machen damit das Überleben für das Auerhuhn schwieriger. Baden-Württemberg ist laut internationalen Konventionen zum Schutz der Biodiversität verpflichtet. Das FVA prüft, ob dieser Auftrag eingehalten wird.
Kein Kontakt zwischen Norden und Süden
An der Universität Freiburg wurden anhand von zwei Forschungsprojekten ...
"Das Auerhuhn zählt im Schwarzwald zu den bedrohten Arten." Gernot Segelbacher, Uni Freiburg Freiwillige Helfer zählen an den Balzplätzen nur die Hähne, weil die sich nicht so viel wie die Weibchen bewegen. Derzeit liegt die Zahl bei 137 Auerhähnen im Schwarzwald. Für den Fortbestand der Tiere ist aber eine Mindestzahl von 300 nötig. Als 1971 das erste Mal gezählt wurde, waren es noch 500. Bei Schätzungen um 1900 ging man sogar von 3800 Auerhähnen aus.
"Das Auerhuhn zählt im Schwarzwald zu den bedrohten Arten", sagt Gernot Segelbacher, der an der Universität Freiburg zur Wildtierökologie forscht. Die Vogelart befinde sich in einem Aussterbestrudel, wie das in der Naturpsychologie genannt werde. "Die Spirale dreht sich einfach immer schneller. Wir wissen nicht, wie der Schwarzwald in 50 oder 100 Jahren aussehen wird", so Segelbacher.
Die Waldbewirtschaftung hat sich laut Coppes vorrangig durch den Klimawandel verändert. Gab es früher viele Abholzungen und Kahlschläge, sind die Förster heute bemüht, so viel Holz wie möglich im Wald zu lassen. Das Auerhuhn braucht aber Freiflächen von 0,2 bis 0,5 Hektar. Sie halten sich vorrangig auf dem Boden auf und benötigen Licht und Wärme.
Die Wälder werden durch die Beforstung immer dichter und schattiger und machen damit das Überleben für das Auerhuhn schwieriger. Baden-Württemberg ist laut internationalen Konventionen zum Schutz der Biodiversität verpflichtet. Das FVA prüft, ob dieser Auftrag eingehalten wird.
Kein Kontakt zwischen Norden und Süden
An der Universität Freiburg wurden anhand von zwei Forschungsprojekten ...

