„Anicia Iuliana“ – Versionsunterschied
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'''Anicia Iuliana''' – auch ''Juliana Anicia'' – (* um 462/463;<ref name="Kiilerich2001" details="S. 169.">Bente Kiilerich: ''The Image of Anicia Juliana in the Vienna Dioscurides: Flattery or Appropriation of Imperial Imagery?'' In: ''Symbolae Osloenses'' 76, 2001, S. 169–190.</ref> † 527 oder 528<ref name="Begass2015" details="S. 6–7.">Christoph Begass: ''Der Brief des Paulos Helladikos (CPG 7531). Autor, Datierung und Kontext.'' In: ''Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik'' 65, 2015, S. 1–8.</ref><ref name="Kiilerich2001" details="S. 169." />) war eine [[spätantike]] Aristokratin des [[Oströmisches Reich|Oströmischen Reiches]]. |
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'''Anicia Iuliana''' – auch ''Juliana Anicia'' und ''Anikia Juliania'' – (* um 460; † vor 532) war eine einflussreiche [[Römisches Reich|römische]] Aristokratin während der ausgehenden [[Spätantike]]. |
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== Herkunft == |
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Obwohl ein Großteil des gewaltigen Grundbesitzes ihrer Familie in der westlichen Reichshälfte lag, wurde Iuliana in [[Konstantinopel]] geboren. Sie war von kaiserlichem Geblüt: Nicht nur war ihr Vater [[Olybrius]] 472 bis zu seinem frühen Tod einige Monate lang Kaiser des [[Weströmisches Reich|Westreiches]] gewesen, sondern ihre Mutter [[Placidia]] war zudem die Tochter des Kaisers [[Valentinian III.]] Iulianas Urgroßväter waren der oströmische Kaiser [[Theodosius II.]] und der weströmische Kaiser [[Constantius III.]], und auch von den Kaisern [[Arcadius]], [[Theodosius I.]] und [[Valentinian I.]] stammte sie in direkter Linie ab. 479 sollte sie nach dem Willen des damaligen Kaisers [[Zenon (Kaiser)|Zeno]] den Goten [[Theoderich der Große|Theoderich den Großen]] heiraten, doch die Ehe kam nicht zustande. Stattdessen wurde sie die Gemahlin des mächtigen Generals [[Areobindus]], der 512 fast zum Gegenkaiser in [[Byzantinisches Reich|Ostrom]] ausgerufen worden wäre, und ihr Sohn Olybrius (491 Konsul) heiratete Eirene, eine Nichte des Kaisers [[Anastasios I.|Anastasius]]. Wie es von einer Aristokratin ihres Ranges erwartet wurde, agierte Iuliana als [[Mäzen]]in der Künste und Wissenschaften, zudem ließ sie zahlreiche öffentliche Bauten und Kirchen errichten. Besonders in Konstantinopel übertraf sie in dieser Hinsicht manchen Kaiser. Die prächtige, von ihr finanzierte (aber heute bis auf wenige Reste zerstörte) [[Polyeuktoskirche]] war bis zum Bau der neuen [[Hagia Sophia]] durch [[Justinian I.|Justinian]] einige Jahre lang der größte Sakralbau in der Hauptstadt. |
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Iuliana entstammte väterlicherseits der ''[[gens Anicia]]'', einem der vornehmsten Adelsgeschlechter des Reiches.<ref name="Nathan2011" details="S. 96–97.">Geoffrey Nathan: ''The Vienna Dioscorides' dedicatio to Anicia Juliana: A Usurpation of Imperial Patronage?'' In: Geoffrey Nathan, Lynda Garland (Hrsg.): ''Basileia. Essays on Imperium and Culture in Honour of E. M. and M. J. Jeffreys.'' (= Byzantina Australiensia, Bd. 17.) Australian Association for Byzantine Studies, Brisbane 2011, S. 95–102.</ref> Ihr Vater [[Anicius Olybrius]] regierte 472 für wenige Monate als Kaiser des [[Weströmisches Reich|Weströmischen Reiches]], ihre Mutter Placidia war eine Tochter des Kaisers [[Valentinian III.]]<ref name="Nathan2011" details="S. 96." /> Mütterlicherseits gehörte Iuliana damit der [[Theodosianische Dynastie|theodosianischen Dynastie]] an, ihr Urgroßvater war [[Theodosius II.]]<ref name="Martindale1980" details="S. 635 f.">John Martindale: ''The Prosopography of the Later Roman Empire.'' Bd. II. Cambridge University Press, Cambridge 1980.</ref> Als Kaisertochter führte sie den Titel ''[[Nobilissimus|nobilissima]]''; außerdem ist sie als ''[[Patricius|patricia]]'' bezeugt.<ref name="Nathan2011" details="S. 97." /><ref name="Martindale1980" /> |
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478 bot Kaiser [[Zenon (Kaiser)|Zenon]] ihre Hand dem Goten [[Theoderich der Große|Theoderich]] an, doch kam die Verbindung nicht zustande.<ref>Malchos, fr. 16. Vgl. Geoffrey Nathan: ''`Pothos tes Philoktistou`: Anicia Juliana's Architectural Narratology.'' In: J. Burke u. a. (Hrsg.): ''Byzantine Narrative. Papers in Honour of Roger Scott.'' (= Byzantina Australiensia, Bd. 16.) Australian Association for Byzantine Studies, Melbourne 2006, S. 433–443, hier S. 434.</ref> Stattdessen heiratete sie den General [[Areobindus]].<ref>Prokop, Bella I 8.</ref> Ihr Sohn Olybrius bekleidete bereits 491 das Konsulat und heiratete Eirene, eine Nichte des Kaisers [[Anastasios I.|Anastasius]].<ref name="Nathan2011" details="S. 98." /> |
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Darüber hinaus setzte sich Anicia Iuliana für die Umsetzung der Beschlüsse des [[Konzil von Chalkedon]] ein. Sie nahm aktiv an den kirchlichen Friedensverhandlungen teeil, die in der Aufhebung des akakianischen Schismas im April 519 gipfelten.<ref>Carmelo Capizzi: ''Anicia Juliana.'' In: LThK3.</ref> |
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== Leben == |
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Iuliana trug den hohen Ehrentitel ''[[Patricius|patricia]]'' und zudem als einzige Frau ihrer Zeit die Bezeichnung ''[[Nobilissimus|nobilissima]]'', die nur Kaisertöchtern zustand; sie kann als Beispiel dafür dienen, dass die spätrömische [[Römischer Senat|Senatsaristokratie]] auch nach der [[Reichsteilung von 395]] ein Bindeglied zwischen Ost und West darstellte. Sie gehörte (wie ihr Zeitgenosse [[Boëthius]] oder später [[Gregor der Große]]) zum Adelsgeschlecht der ''[[Anicius|Anicii]]'', das seine Wurzeln bis in die [[Römische Republik]] zurückführte. Zugleich entstammte sie, wie erwähnt, der [[Valentinianische Dynastie|valentinianisch]]-[[Theodosianische Dynastie|theodosianischen]] Dynastie, die von 364 bis 455 (Westrom) bzw. 457 (Ostrom) die Kaiser gestellt hatte. Iuliana zählte somit zu den reichsten und einflussreichsten Frauen ihrer Zeit. Sie starb in den ersten Regierungsjahren Justinians, den sie aufgrund seiner Herkunft aus einer einfachen Bauernfamilie wohl nicht als ebenbürtig ansah. |
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Iuliana gehörte zu den reichsten und politisch sichtbarsten Aristokratinnen [[Konstantinopel]]s.<ref name="Nathan2011" details="S. 97." /><ref name="Nathan2006" details="S. 434–435.">Geoffrey Nathan: ''`Pothos tes Philoktistou`: Anicia Juliana's Architectural Narratology.'' In: J. Burke u. a. (Hrsg.): ''Byzantine Narrative. Papers in Honour of Roger Scott.'' (= Byzantina Australiensia, Bd. 16.) Australian Association for Byzantine Studies, Melbourne 2006, S. 433–443.</ref> Im Aufruhr von 512 wurde Areobindus von Teilen der aufständischen Menge als Gegenkaiser vorgeschlagen. Nach dessen Ablehnung trat Iuliana selbst im Ausgleich mit Kaiser Anastasius hervor.<ref>Ioannes Malalas, Chron. 16,19; Theophanes, Chron. AM 6005 (Mango – Scott, S. 239). Vgl. Kiilerich 2001, S. 184–185; Nathan 2011, S. 98–99.</ref> Kirchenpolitisch stand sie auf der Seite des [[Konzil von Chalkedon|chalkedonischen]] Bekenntnisses. In der Forschung wird ihr eine wichtige Rolle in den aristokratischen und kirchlichen Netzwerken zugeschrieben, die 519 zur Beendigung des [[Akakianisches Schisma|Akakianischen Schismas]] beitrugen.<ref name="Nathan2006" details="S. 435–437." /><ref name="Nathan2011" details="S. 97–99." /> Sie stand in enger Verbindung zum Mönchsvater [[Sabas (Mönch)|Sabas]].<ref>Kyrillos von Skythopolis, Vita Sabae 69, 73 (ed. Schwartz, S. 171–172). Vgl. Begass 2015, S. 5–6.</ref> Sie starb kurz nach dem Regierungsantritt [[Justinian I.|Justinians I.]] am 1. August 527.<ref>Kyrillos von Skythopolis, Vita Sabae 68 (ed. Schwartz, S. 170); Gregor von Tours, De Gloria Martyrum 103 (MGH SS rer. Merov. I 2, S. 105–107). Vgl. Begass 2015, S. 6–7.</ref> |
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[[Datei:Widmungsbild Juliana Anikia (Wiener Dioskurides).jpg|miniatur|Widmungsbild: Prinzessin Anicia Iuliana [[Allegorie|allegorisch]] flankiert von Großherzigkeit und Klugheit]] |
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Nach Anicia Iuliana ist die ihr geschenkte illustrierte Ausgabe von ''De Materia medica'' des [[Pedanios Dioskurides]] als ''[[Wiener Dioskurides|Anicia-Codex]]'' benannt. |
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== Stiftungen == |
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Iuliana trat öffentlich als Stifterin und Bauherrin hervor. Zu ihren wichtigsten Projekten gehörten die Theotokos-Kirche im Stadtviertel ''Honoratae'', die Kirche der hl. [[Euphemia von Chalkedon|Euphemia]] ''en tois Olybriou'' und vor allem die [[Polyeuktoskirche]] in Konstantinopel.<ref name="Kiilerich2001" details="S. 171–172, 181–184." /><ref name="Nathan2006" details="S. 435–440." /> Die der Polyeuktoskirche beigegebene Inschrift, die vollständig in der ''[[Anthologia Graeca]]'' (I 10) erhalten ist, feiert Iuliana als neue, Salomo übertreffende Bauherrin und liest sich nach dem Urteil der Forschung als dynastisch-politisches Manifest.<ref name="Kiilerich2001" details="S. 181–183." /><ref name="Begass2014" details="S. 184.">Christoph Begass: ''φιλοκτίστης. Ein Beitrag zum spätantiken Euergetismus.'' In: ''Chiron'' 44, 2014, S. 165–190.</ref> Die Polyeuktoskirche galt bis zum Bau der justinianischen [[Hagia Sophia]] als größter Sakralbau der Hauptstadt.<ref name="Toivanen2005" details="S. 127–128.">Hanna-Riitta Toivanen: ''The Church of St. Polyeuktos, Archaeology and Texts.'' In: ''Acta Byzantina Fennica'' N.S. 2, 2003–2004 (2005), S. 127–149.</ref><ref>Jonathan Bardill: ''A New Temple for Byzantium: Anicia Juliana, King Solomon, and the Gilded Ceiling of the Church of St. Polyeuktos in Constantinople.'' In: William Bowden, Adam Gutteridge, Carlos Machado (Hrsg.): ''Social and Political Life in Late Antiquity.'' (= Late Antique Archaeology, Bd. 3,1.) Brill, Leiden 2006, S. 339–370, hier S. 339–344.</ref> Ihre Baudatierung ist in der Forschung umstritten. Während ältere Arbeiten die Bauzeit auf 524–527 festlegten, sprechen Ziegelstempelauswertungen dafür, dass die Fundamente bereits 507/508 bis 511/512 vorbereitet und der Oberbau zwischen 517/518 und 520/521 errichtet worden sein könnten.<ref>Jonathan Bardill: ''Brickstamps of Constantinople.'' Bd. 1. Oxford University Press, Oxford 2004, S. 111–116.</ref><ref name="Nathan2011" details="S. 102." /><ref name="Kiilerich2001" details="S. 184." /> |
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== Der Anicia-Codex == |
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[[Datei:Widmungsbild Juliana Anikia (Wiener Dioskurides).jpg|mini|Widmungsbild im ''[[Wiener Dioskurides|Anicia-Codex]]'': Anicia Iuliana, flankiert von den allegorischen Figuren Megalopsychia (Großherzigkeit, links) und Phronesis (Klugheit, rechts); zu ihren Füßen kniet Eucharistia technon (Dankbarkeit der Künste), während ein Putto als ''Pothos tes philoktistou'' (Sehnsucht der Bauliebenden) einen Codex überreicht. Die Bezeichnung ''Sophia'' für die zentrale Figur entstammt einer späteren Hand und gehörte nicht zur ursprünglichen Beschriftung.<ref name="Kiilerich2001" details="S. 172." />]] |
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Der ''[[Wiener Dioskurides]]'', auch ''Anicia-Codex'' genannt, ist Anicia Iuliana gewidmet. Laut Inschrift überreichten die Bewohner von ''Honoratae'' ihr den Codex als Dank für den dort errichteten Kirchenbau.<ref name="Kiilerich2001" details="S. 171–172." /><ref name="Nathan2011" details="S. 99." /> Der Codex enthält neben dem pharmazeutisch-botanischen Hauptwerk des [[Pedanios Dioskurides]] auch Texte des Arztes und Dichters [[Nikander]] sowie weitere naturkundliche Traktate. 1997 wurde er als eines der ersten Objekte in das [[Weltdokumentenerbe]] der [[UNESCO]] aufgenommen.<ref name="Nathan2011" details="S. 96." /> |
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=== Datierung === |
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Die traditionell für die Entstehung des Codex angeführte Jahreszahl 512/513 beruht auf einer Passage in der Chronik des [[Theophanes]], in der Iuliana im Zusammenhang der Unruhen jenes Jahres als Stifterin der Theotokos-Kirche in ''Honoratae'' bezeichnet wird.<ref>Theophanes, Chron. AM 6005, übers. von Cyril Mango und Roger Scott unter Mitarbeit von Geoffrey Greatrex: ''The Chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern History AD 284–813.'' Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 978-0-19-822568-3, S. 239.</ref> Allerdings erwähnt Theophanes den Kirchenbau lediglich als identifizierendes Epitheton Iulianas und trifft damit keine chronologische Aussage über den Zeitpunkt der Errichtung. Das Jahr 512/513 ist daher als Datierungsgrundlage für den Codex nicht belastbar.<ref>Andreas E. Müller: ''Ein vermeintlich fester Anker. Das Jahr 512 als zeitlicher Ansatz des „Wiener Dioskurides“.'' In: ''Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik'' 62, 2012, S. 103–109.</ref> |
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== Literatur == |
== Literatur == |
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=== Quellen === |
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* [[Anthologia Graeca]] I 10 (Polyeuktos-Inschrift). Hrsg. und übers. von Hermann Beckby: ''Anthologia Graeca.'' Bd. 1. Heimeran, München ²1965, S. 126–131. |
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* [[Gregor von Tours]]: ''De Gloria Martyrum'' 103. Hrsg. von Bruno Krusch: ''Gregorii episcopi Turonensis miracula et opera minora.'' (= MGH, Scriptores rerum Merovingicarum, Bd. 1,2.) Hahn, Hannover 1885, S. 105–107. |
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* [[Johannes Malalas]]: ''Chronographia'' 16,19. Hrsg. von Ioannes Thurn: ''Ioannis Malalae Chronographia.'' (= CFHB, Bd. 35.) De Gruyter, Berlin 2000. |
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* [[Kyrillos von Skythopolis]]: ''Vita Sabae'' 68–69, 73. Hrsg. von Eduard Schwartz: ''Kyrillos von Skythopolis.'' (= Texte und Untersuchungen, Bd. 49,2.) Hinrichs, Leipzig 1939, S. 170–172. |
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* [[Otto Mazal]]: ''Pflanzen, Wurzeln, Säfte, Samen. Antike Heilkunst in Miniaturen des Wiener Dioskurides.'' Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1981, ISBN 3-201-01169-X, S. 14 f. und 63. |
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* [[Malchus von Philadelphia|Malchos]]: fr. 16. In: Roger C. Blockley: ''The Fragmentary Classicising Historians of the Later Roman Empire.'' Bd. 2. Cairns, Liverpool 1983, S. 424–427. |
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* [[Prokopios von Caesarea]]: ''Bella'' I 8. Hrsg. und übers. von Henry B. Dewing. (= Loeb Classical Library, Bd. 48.) Heinemann, London 1914. |
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* [[Theophanes]]: ''Chronographia'' AM 6005. Übers. und kommentiert von [[Cyril Mango]] und Roger Scott unter Mitarbeit von Geoffrey Greatrex: ''The Chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern History AD 284–813.'' Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 978-0-19-822568-3, S. 238–242. |
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=== Sekundärliteratur === |
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* Jonathan Bardill: ''Brickstamps of Constantinople.'' Bd. 1. Oxford University Press, Oxford 2004. |
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* Jonathan Bardill: ''A New Temple for Byzantium: Anicia Juliana, King Solomon, and the Gilded Ceiling of the Church of St. Polyeuktos in Constantinople.'' In: William Bowden, Adam Gutteridge, Carlos Machado (Hrsg.): ''Social and Political Life in Late Antiquity.'' (= Late Antique Archaeology, Bd. 3,1.) Brill, Leiden 2006, S. 339–370. |
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* Christoph Begass: ''φιλοκτίστης. Ein Beitrag zum spätantiken Euergetismus.'' In: ''Chiron'' 44, 2014, S. 165–190. |
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* Christoph Begass: ''Der Brief des Paulos Helladikos (CPG 7531). Autor, Datierung und Kontext.'' In: ''Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik'' 65, 2015, S. 1–8. |
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* Bente Kiilerich: ''The Image of Anicia Juliana in the Vienna Dioscurides: Flattery or Appropriation of Imperial Imagery?'' In: ''Symbolae Osloenses'' 76, 2001, S. 169–190. [[doi:10.1080/003976701753388012]]. |
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* Andreas E. Müller: ''Ein vermeintlich fester Anker. Das Jahr 512 als zeitlicher Ansatz des „Wiener Dioskurides“.'' In: ''Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik'' 62, 2012, S. 103–109. |
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* Geoffrey Nathan: ''`Pothos tes Philoktistou`: Anicia Juliana's Architectural Narratology.'' In: J. Burke u. a. (Hrsg.): ''Byzantine Narrative. Papers in Honour of Roger Scott.'' (= Byzantina Australiensia, Bd. 16.) Australian Association for Byzantine Studies, Melbourne 2006, S. 433–443. |
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* Geoffrey Nathan: ''The Vienna Dioscorides' dedicatio to Anicia Juliana: A Usurpation of Imperial Patronage?'' In: Geoffrey Nathan, Lynda Garland (Hrsg.): ''Basileia. Essays on Imperium and Culture in Honour of E. M. and M. J. Jeffreys.'' (= Byzantina Australiensia, Bd. 17.) Australian Association for Byzantine Studies, Brisbane 2011, S. 95–102. |
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* Geoffrey Nathan: ''Augusta Unrealized: Anicia Juliana and the Logistics of Place.'' In: [[Christian Rollinger]], Nadine Viermann (Hrsg.): ''Empresses-in-Waiting. Female Power and Performance at the Late Roman Court.'' (= Women in Ancient Cultures.) Liverpool University Press, Liverpool 2024, S. 205–222. DOI: 10.3828/9781802075939. |
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Aktuelle Version vom 25. April 2026, 16:23 Uhr

Anicia Iuliana – auch Juliana Anicia – (* um 462/463;[1.1] † 527 oder 528[2.1][1.1]) war eine spätantike Aristokratin des Oströmischen Reiches.
Herkunft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Iuliana entstammte väterlicherseits der gens Anicia, einem der vornehmsten Adelsgeschlechter des Reiches.[3.1] Ihr Vater Anicius Olybrius regierte 472 für wenige Monate als Kaiser des Weströmischen Reiches, ihre Mutter Placidia war eine Tochter des Kaisers Valentinian III.[3.2] Mütterlicherseits gehörte Iuliana damit der theodosianischen Dynastie an, ihr Urgroßvater war Theodosius II.[4.1] Als Kaisertochter führte sie den Titel nobilissima; außerdem ist sie als patricia bezeugt.[3.3][4]
478 bot Kaiser Zenon ihre Hand dem Goten Theoderich an, doch kam die Verbindung nicht zustande.[5] Stattdessen heiratete sie den General Areobindus.[6] Ihr Sohn Olybrius bekleidete bereits 491 das Konsulat und heiratete Eirene, eine Nichte des Kaisers Anastasius.[3.4]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Iuliana gehörte zu den reichsten und politisch sichtbarsten Aristokratinnen Konstantinopels.[3.3][7.1] Im Aufruhr von 512 wurde Areobindus von Teilen der aufständischen Menge als Gegenkaiser vorgeschlagen. Nach dessen Ablehnung trat Iuliana selbst im Ausgleich mit Kaiser Anastasius hervor.[8] Kirchenpolitisch stand sie auf der Seite des chalkedonischen Bekenntnisses. In der Forschung wird ihr eine wichtige Rolle in den aristokratischen und kirchlichen Netzwerken zugeschrieben, die 519 zur Beendigung des Akakianischen Schismas beitrugen.[7.2][3.5] Sie stand in enger Verbindung zum Mönchsvater Sabas.[9] Sie starb kurz nach dem Regierungsantritt Justinians I. am 1. August 527.[10]
Stiftungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Iuliana trat öffentlich als Stifterin und Bauherrin hervor. Zu ihren wichtigsten Projekten gehörten die Theotokos-Kirche im Stadtviertel Honoratae, die Kirche der hl. Euphemia en tois Olybriou und vor allem die Polyeuktoskirche in Konstantinopel.[1.2][7.3] Die der Polyeuktoskirche beigegebene Inschrift, die vollständig in der Anthologia Graeca (I 10) erhalten ist, feiert Iuliana als neue, Salomo übertreffende Bauherrin und liest sich nach dem Urteil der Forschung als dynastisch-politisches Manifest.[1.3][11.1] Die Polyeuktoskirche galt bis zum Bau der justinianischen Hagia Sophia als größter Sakralbau der Hauptstadt.[12.1][13] Ihre Baudatierung ist in der Forschung umstritten. Während ältere Arbeiten die Bauzeit auf 524–527 festlegten, sprechen Ziegelstempelauswertungen dafür, dass die Fundamente bereits 507/508 bis 511/512 vorbereitet und der Oberbau zwischen 517/518 und 520/521 errichtet worden sein könnten.[14][3.6][1.4]
Der Anicia-Codex
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Der Wiener Dioskurides, auch Anicia-Codex genannt, ist Anicia Iuliana gewidmet. Laut Inschrift überreichten die Bewohner von Honoratae ihr den Codex als Dank für den dort errichteten Kirchenbau.[1.6][3.7] Der Codex enthält neben dem pharmazeutisch-botanischen Hauptwerk des Pedanios Dioskurides auch Texte des Arztes und Dichters Nikander sowie weitere naturkundliche Traktate. 1997 wurde er als eines der ersten Objekte in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.[3.2]
Datierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die traditionell für die Entstehung des Codex angeführte Jahreszahl 512/513 beruht auf einer Passage in der Chronik des Theophanes, in der Iuliana im Zusammenhang der Unruhen jenes Jahres als Stifterin der Theotokos-Kirche in Honoratae bezeichnet wird.[15] Allerdings erwähnt Theophanes den Kirchenbau lediglich als identifizierendes Epitheton Iulianas und trifft damit keine chronologische Aussage über den Zeitpunkt der Errichtung. Das Jahr 512/513 ist daher als Datierungsgrundlage für den Codex nicht belastbar.[16]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anthologia Graeca I 10 (Polyeuktos-Inschrift). Hrsg. und übers. von Hermann Beckby: Anthologia Graeca. Bd. 1. Heimeran, München ²1965, S. 126–131.
- Gregor von Tours: De Gloria Martyrum 103. Hrsg. von Bruno Krusch: Gregorii episcopi Turonensis miracula et opera minora. (= MGH, Scriptores rerum Merovingicarum, Bd. 1,2.) Hahn, Hannover 1885, S. 105–107.
- Johannes Malalas: Chronographia 16,19. Hrsg. von Ioannes Thurn: Ioannis Malalae Chronographia. (= CFHB, Bd. 35.) De Gruyter, Berlin 2000.
- Kyrillos von Skythopolis: Vita Sabae 68–69, 73. Hrsg. von Eduard Schwartz: Kyrillos von Skythopolis. (= Texte und Untersuchungen, Bd. 49,2.) Hinrichs, Leipzig 1939, S. 170–172.
- Malchos: fr. 16. In: Roger C. Blockley: The Fragmentary Classicising Historians of the Later Roman Empire. Bd. 2. Cairns, Liverpool 1983, S. 424–427.
- Prokopios von Caesarea: Bella I 8. Hrsg. und übers. von Henry B. Dewing. (= Loeb Classical Library, Bd. 48.) Heinemann, London 1914.
- Theophanes: Chronographia AM 6005. Übers. und kommentiert von Cyril Mango und Roger Scott unter Mitarbeit von Geoffrey Greatrex: The Chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern History AD 284–813. Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 978-0-19-822568-3, S. 238–242.
Sekundärliteratur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jonathan Bardill: Brickstamps of Constantinople. Bd. 1. Oxford University Press, Oxford 2004.
- Jonathan Bardill: A New Temple for Byzantium: Anicia Juliana, King Solomon, and the Gilded Ceiling of the Church of St. Polyeuktos in Constantinople. In: William Bowden, Adam Gutteridge, Carlos Machado (Hrsg.): Social and Political Life in Late Antiquity. (= Late Antique Archaeology, Bd. 3,1.) Brill, Leiden 2006, S. 339–370.
- Christoph Begass: φιλοκτίστης. Ein Beitrag zum spätantiken Euergetismus. In: Chiron 44, 2014, S. 165–190.
- Christoph Begass: Der Brief des Paulos Helladikos (CPG 7531). Autor, Datierung und Kontext. In: Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik 65, 2015, S. 1–8.
- Carmelo Capizzi: Anicia Giuliana (462 ca. – 530 ca.). Ricerche sulla sua famiglia e la sua vita. In: Rivista di studi bizantini e neoellenici N.S. 5 (XV), 1968, S. 191–226.
- Carmelo Capizzi: Anicia Giuliana. La committente. Jaca Book, Mailand 1997, ISBN 88-16-43504-6.
- Bente Kiilerich: The Image of Anicia Juliana in the Vienna Dioscurides: Flattery or Appropriation of Imperial Imagery? In: Symbolae Osloenses 76, 2001, S. 169–190. doi:10.1080/003976701753388012.
- John Martindale: The Prosopography of the Later Roman Empire. Bd. II. Cambridge University Press, Cambridge 1980.
- Andreas E. Müller: Ein vermeintlich fester Anker. Das Jahr 512 als zeitlicher Ansatz des „Wiener Dioskurides“. In: Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik 62, 2012, S. 103–109.
- Geoffrey Nathan: `Pothos tes Philoktistou`: Anicia Juliana's Architectural Narratology. In: J. Burke u. a. (Hrsg.): Byzantine Narrative. Papers in Honour of Roger Scott. (= Byzantina Australiensia, Bd. 16.) Australian Association for Byzantine Studies, Melbourne 2006, S. 433–443.
- Geoffrey Nathan: The Vienna Dioscorides' dedicatio to Anicia Juliana: A Usurpation of Imperial Patronage? In: Geoffrey Nathan, Lynda Garland (Hrsg.): Basileia. Essays on Imperium and Culture in Honour of E. M. and M. J. Jeffreys. (= Byzantina Australiensia, Bd. 17.) Australian Association for Byzantine Studies, Brisbane 2011, S. 95–102.
- Geoffrey Nathan: Augusta Unrealized: Anicia Juliana and the Logistics of Place. In: Christian Rollinger, Nadine Viermann (Hrsg.): Empresses-in-Waiting. Female Power and Performance at the Late Roman Court. (= Women in Ancient Cultures.) Liverpool University Press, Liverpool 2024, S. 205–222. DOI: 10.3828/9781802075939.
- Hanna-Riitta Toivanen: The Church of St. Polyeuktos, Archaeology and Texts. In: Acta Byzantina Fennica N.S. 2, 2003–2004 (2005), S. 127–149.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bente Kiilerich: The Image of Anicia Juliana in the Vienna Dioscurides: Flattery or Appropriation of Imperial Imagery? In: Symbolae Osloenses 76, 2001, S. 169–190.
- Christoph Begass: Der Brief des Paulos Helladikos (CPG 7531). Autor, Datierung und Kontext. In: Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik 65, 2015, S. 1–8.
- ↑ S. 6–7.
- Geoffrey Nathan: The Vienna Dioscorides' dedicatio to Anicia Juliana: A Usurpation of Imperial Patronage? In: Geoffrey Nathan, Lynda Garland (Hrsg.): Basileia. Essays on Imperium and Culture in Honour of E. M. and M. J. Jeffreys. (= Byzantina Australiensia, Bd. 17.) Australian Association for Byzantine Studies, Brisbane 2011, S. 95–102.
- ↑ John Martindale: The Prosopography of the Later Roman Empire. Bd. II. Cambridge University Press, Cambridge 1980.
- ↑ S. 635 f.
- ↑ Malchos, fr. 16. Vgl. Geoffrey Nathan: `Pothos tes Philoktistou`: Anicia Juliana's Architectural Narratology. In: J. Burke u. a. (Hrsg.): Byzantine Narrative. Papers in Honour of Roger Scott. (= Byzantina Australiensia, Bd. 16.) Australian Association for Byzantine Studies, Melbourne 2006, S. 433–443, hier S. 434.
- ↑ Prokop, Bella I 8.
- Geoffrey Nathan: `Pothos tes Philoktistou`: Anicia Juliana's Architectural Narratology. In: J. Burke u. a. (Hrsg.): Byzantine Narrative. Papers in Honour of Roger Scott. (= Byzantina Australiensia, Bd. 16.) Australian Association for Byzantine Studies, Melbourne 2006, S. 433–443.
- ↑ Ioannes Malalas, Chron. 16,19; Theophanes, Chron. AM 6005 (Mango – Scott, S. 239). Vgl. Kiilerich 2001, S. 184–185; Nathan 2011, S. 98–99.
- ↑ Kyrillos von Skythopolis, Vita Sabae 69, 73 (ed. Schwartz, S. 171–172). Vgl. Begass 2015, S. 5–6.
- ↑ Kyrillos von Skythopolis, Vita Sabae 68 (ed. Schwartz, S. 170); Gregor von Tours, De Gloria Martyrum 103 (MGH SS rer. Merov. I 2, S. 105–107). Vgl. Begass 2015, S. 6–7.
- Christoph Begass: φιλοκτίστης. Ein Beitrag zum spätantiken Euergetismus. In: Chiron 44, 2014, S. 165–190.
- ↑ S. 184.
- Hanna-Riitta Toivanen: The Church of St. Polyeuktos, Archaeology and Texts. In: Acta Byzantina Fennica N.S. 2, 2003–2004 (2005), S. 127–149.
- ↑ S. 127–128.
- ↑ Jonathan Bardill: A New Temple for Byzantium: Anicia Juliana, King Solomon, and the Gilded Ceiling of the Church of St. Polyeuktos in Constantinople. In: William Bowden, Adam Gutteridge, Carlos Machado (Hrsg.): Social and Political Life in Late Antiquity. (= Late Antique Archaeology, Bd. 3,1.) Brill, Leiden 2006, S. 339–370, hier S. 339–344.
- ↑ Jonathan Bardill: Brickstamps of Constantinople. Bd. 1. Oxford University Press, Oxford 2004, S. 111–116.
- ↑ Theophanes, Chron. AM 6005, übers. von Cyril Mango und Roger Scott unter Mitarbeit von Geoffrey Greatrex: The Chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern History AD 284–813. Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 978-0-19-822568-3, S. 239.
- ↑ Andreas E. Müller: Ein vermeintlich fester Anker. Das Jahr 512 als zeitlicher Ansatz des „Wiener Dioskurides“. In: Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik 62, 2012, S. 103–109.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Anicia Iuliana |
| ALTERNATIVNAMEN | Juliana Anicia |
| KURZBESCHREIBUNG | spätantike Aristokratin |
| GEBURTSDATUM | um 462 |
| STERBEDATUM | 527 oder 528 |