Die ersten Tage machen viel Freude. Die Grafik ist wunderschön und zum Verlieben, das Tutorial witzig und nett gemacht und wird durch die Quests zu einer Art Endlostutorial. Wenn man den Anfangsfrust überwunden hat, der durch die schlechte Balance (immer fehlt irgendwas, sei es Gold, Forschung oder Nahrung) kommt, die immer wieder Wartezeiten von mehreren Stunden oder gar Tagen erzwingt, dann kommt man allmählich zu dem Punkt, wo es historisch absurd wird. Die Griechische Klassik wird in diesem Spiel durch ein „Frühes Rom“ abgelöst und „verbessert“, was aber optisch ein klarer Rückschritt ist. Die schöne Griechische Metropole aus Marmor, Steinboden und Ziegel muss mit viel Material- und Zeitaufwand umgebaut werden in ein längst veraltetes Dorf aus Zelten, Holzpalisaden und Sandboden. Das sieht nicht nur lächerlich aus, das ist es auch. Als neues Weltwunder baut Frühes Rom dann den Artemistempel, der wie jedes Schulkind weiß, aber in Wirklichkeit ein klassisches Griechisches Weltwunder ist, das in Ephesos steht und nicht in Rom! Das Spiel gibt also nur eine fortschreitende Reise durch die Geschichte vor. In Wahrheit ist es aber eine Verdrehung und Verfälschung der Historie. Und das tut mir weh beim Hinsehen.Hinzu kommt, dass der normale Spielfluss kaum spielbar ist je weiter man kommt. Deswegen springen die Spieler oft von Allianz zu Allianz, in der sie mitunter nur Minuten bleiben, und legen sich Zweit-, Dritt- und Viertaccounts an, um sich selbst zu pushen. Wenn ein Spielkonzept solche Blüten treibt und unterstützt, ist es so gut wie am Ende. Schade. Die Grafik hätte mehr verdient.
Danke für dein Feedback! Wir arbeiten ständig daran, das Spiel zu verbessern. Bitte teile uns gerne einige Verbesserungsvorrschläge mit!