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Bestandteile eines professionellen Netzwerkes | ||
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professionelles Firmennetz | ||
Im Hinblick darauf, dass immer mehr Dienste mit einem unmittelbaren
Au�enkontakt f�r E-Mail oder die Unternehmenspr�sentation gefordert
werden (Internet-Shopping, eGovernment), m�ssen Firewalls in einem
gewissen Ma�e Au�enkontakte zulassen. Es hat sich deshalb in der Praxis
mehr und mehr durchgesetzt, dass vor der eigentlichen (produktiven)
Unternehmens-IT eine besonders gesch�tzte Zone errichtet wird, die nur
f�r die Au�enkontakte bestimmt ist (demilitarisierte Zone - DMZ;
hellblau unterlegter Bereich). |
Rechts oben ist im Bild ein sogenannter Honeypot vorgesehen. Es handelt sich dabei um eine Art Hinterzimmer, in dem interessante und in aller Regel falsche Daten bereit gehalten werden. Der Honeypot ist entweder durch keine Firewall gesch�tzt oder durch eine, die verh�ltnism��ig einfach �berwunden werden kann. Zu ihm und seinen "Spieldaten" sollen Angreifer gelockt werden, um sie von dem internen LAN abzulenken und bei ihren Handlungen beobachten zu k�nnen.
Ich halte das Honeypot-Konzept f�r eine informationstheoretische Spielerei
mit mehreren Nachteilen: Es akzeptiert, dass sich Angreifer in der DMZ
austoben und die dort vorgehaltenen, keineswegs unwichtigen Daten
kompromitieren k�nnen. Dazu vernachl�ssigt es wom�glich den sicheren
Betrieb der Firewall "FW1" und verursacht wirtschaftlich fragw�rdige
Kosten f�r die Technik und den Betrieb des Honeypots. |
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Demilitarisierte Zone - DMZ | ||
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In die DMZ geh�rt auf jeden Fall der Webserver (gelber Block, WS), auf den die Kunden und die �ffentlichkeit zugreifen k�nnen. Je nach Bedarf muss ihm auch ein Datenbankserver zur Seite gestellt werden, der jedenfalls einen Teil der Unternehmensdaten enth�lt, die der �ffentlichkeit zug�nglich gemacht werden sollen. Im Beispiel ist auch der Mailserver in der DMZ platziert worden (gelber
Block, MS). Seine Aufgaben k�nnen jedoch auch getrennt werden. Dann
werden nur die Funktionalit�ten zum E-Mail-Versand in der DMZ
vorgehalten, die Verwaltung der Postf�cher f�r die
Unternehmensangeh�rigen wird dazu in den gesch�tzten Bereich verlagert,
also ins Unternehmensinnere. |
Im Beispiel ist auch der Proxy-Server (hellblauer Block, PS) in der DMZ. er verwaltet den Zugang der Mitarbeiter zum Internet und zwischenspeichert die Inhalte aus dem Internet. Auch seine Aufgaben k�nnen gesplittet werden. Dann dient er in der DMZ nur als Zwischenspeicher (Cache) und wird die Benutzerverwaltung im gesch�tzten Unternehmensinneren geleistet. Aufgrund einer Risiko- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung muss auch entschieden werden, wo und wie der Server f�r die Telekommunikation eingerichtet wird (rosa Block, T). Auch insoweit kann es sich anbieten, nur die Vermittlungsfunktionen in die DMZ zu verlegen, die Verwaltung der eingehenden Faxe und Sprachnachrichten hingegen in den gesch�tzten inneren Bereich des Unternehmens. |
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internes LAN | ||
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Alle Daten, die schutzw�rdig sind, geh�ren in den inneren, besonders
gesch�tzten Bereich. Das sind vor allem die Datenbanken und
Dokumentensammlungen (gelbe Bl�cke, DB und FS [Fileserver]) sowie die
Ausfall- und Datensicherungskomponenten (gelber Block, BS [Backup]). |
Ausfallsysteme und das Archiv f�r die Datensicherungsspeicher geh�ren
in einen r�umlich weit getrennten Serverraum. Die beste Ausstattung f�r
die Daten- und Ausfallsicherung n�tzt nichts, wenn ein Feuer oder ein
brutaler Angriff beide auf einen Schlag vernichten kann. |
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Sicherheits�berwachung | ||
Der Grundgedanke daf�r ist, dass allein nur die Reaktion auf Sicherheitsgefahren nicht ausreicht, sondern dass Sicherheitsstrategien entwickelt werden m�ssen, die vorausschauend sind und die noch unbekannte Quellen f�r Beeintr�chtigungen schlie�en oder zumindest �berwachen, um gef�hrliche Ereignisse und Allgemeinumst�nde zu melden. Die Palette dieser Ma�nahmen reicht von der Serverraum�berwachung (Rauchmelder,
Temperatur, Bewegungsmelder) �ber die Betriebsbereitschaft (Auslastung,
Defekte) �ber die Netzverf�gbarkeit bis hin zu Umweltmeldungen (Hochwasser-
und Unwettermeldungen). |
F�r den IT-internen Bereich wurden verschiedene Techniken und Strategien entwickelt, um Angriffe und zuf�llige Belastungen zu erkennen und abzuwehren. An erster Stelle sind dazu die Methoden zur Intrusion Detection zu nennen, die sich der Erkennung, Beobachtung und Abwehr von Angriffen widmen. Sie ben�tigen eine ausgefeilte und teure Technik, haben aber zwei Zielrichtungen. Zu erkennen, dass mein IT-System angegriffen wird, ist vollkommen in
Ordnung und besondere Kosten wert (auch wegen der Personalkosten!). Die
T�uschung eines Angreifers, der in einen Honeypot gelockt wird (siehe
oben) und dort banale Informationen enth�lt, d�rfte hingegen
wirtschaftlich ineffektiv sein. |
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Sicherheitskultur und Akzeptanz | ||
Sicherheitsbewusste IT-Organisationen neigen dazu, ihre eigenen Sicherheitsinteressen in den Vordergrund zu stellen und gleichzeitig die Sicherheitsinteressen anderer zu ignorieren. |
Eine Sicherheitskultur nach dem Grundsatz, "ich akzeptiere Deine Sicherheitsinteressen und Du meine", gibt es nicht und ist auch nicht (so richtig) in Aussicht. |
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Solange Unternehmen und Beh�rden die IT-Organisation und ihre Ausrichtung nicht zu ihrem relevanten Unternehmensziel machen, werden sie die unternehmenspsychologischen und wirtschaftlichen Dimensionen nicht begreifen. Die Informationstechnik hat in den letzten beiden Jahrzehnten heftig dazu beigetragen, Arbeitsabl�ufe zu optimieren und die Produktivit�t zu erh�hen. Sie war wohlwillkommen, um wirtschaftliche Kennzahlen zu erreichen. Das hat sie getan. Jetzt ist eine Umbruchsituation erreicht. Ohne IT k�nnen gro�e (und ganz viele kleine) Organisationen nicht mehr handeln und wirtschaftlich t�tig werden. Dadurch werden die Folgekosten interessant. Die Unternehmens-IT muss jetzt transparent und gestaltbar werden. Sie
muss sich wandelnden Unternehmenszielen (Enterprise-Management) und den
internen Unternehmensprozessen �ffnen. |
Die Unternehmensleitung und die Mitarbeitervertretung haben gemeinsame, aber auch elementar entgegengesetzte Interessen. Beide gilt es, auch im Hinblick auf die IT, zu bedienen und zu sichern. Die Arbeitnehmerinteressen spielen f�r die Strategien zur IT-Sicherheit
bislang keine Rolle. Das wird sich �ndern m�ssen. Aber auch die
Unternehmensleitungen werden im Hinblick auf ihre Unternehmensziele neue
Perspektiven entwickeln m�ssen Je mehr die Unternehmensleitung die Gestaltungs- und Zugriffsm�glichkeiten ihrer Mitarbeiter einschr�nkt, desto weniger Ideen, Innovationen und Genialit�ten kommen ihr zu Gute. Gleichzeitig sinkt die Arbeitszufriedenheit. Die �ra der Kostensenkung ist vorbei. K�nftig ist es erforderlich,
einen vern�nftigen Ausgleich zwischen Unternehmensgewinnen,
Arbeitnehmerinteressen und (neu) IT-Sicherheit zu erlangen. |
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Cyberfahnder | ||
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� Dieter Kochheim, 11.03.2018 | ||